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Nachhaltigkeitsbericht 2015/2016

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Sinnvoll für Mensch und Erde – das ist seit mehr als 30 Jahren unsere Vision von Nachhaltigkeit, die wir bei Alnatura denken und leben. In unserem neuen Nachhaltigkeitsbericht stellen wir zum zweiten Mal transparent und umfassend dar, was das konkret bedeutet.

Nachhaltigkeitsbericht 2015 / 16 Nachhaltigkeitsbericht 2015 / 16 Mitmachangebote für Mitarbeiter und Kunden Über Informationen und Austausch zu Nachhaltigkeit hinaus laden wir unsere Mitarbeiter und Kunden zum Mitmachen und Mitgestalten ein. Viele Alnatura Kollegen bringen Ideen auch außerhalb ihres Kernarbeitsbereichs ein, sei es zum Unternehmen allgemein oder zu Nachhaltigkeit im Besonderen. Ganz praktisch mitmachen können alle Kollegen aus der Zentrale etwa beim Handysammeln für deutsche Naturschutzprojekte oder bei Baumpflanz- und -pflegeaktionen nahe unserem Verteilzentrum in Südhessen. Unseren Kunden ermöglichen wir nachhaltigen Konsum, indem wir sie mit den von ihnen gewünschten Bio-Produkten versorgen (zur Nachhaltigkeit von Bio-Produkten siehe S. 26–28). Bestimmte Produkte sind außerdem an Spenden gekoppelt, sodass unsere Kunden mit ihrem Kauf Initiativen unterstützen, beispielsweise für mehr Bio-Bauern in Deutschland, biologische Saatgutzüchtung, regionalen Naturschutz oder Bildungsarbeit in Ursprungsländern von Produkten (siehe S. 30 f.). Bei Filial-Neueröffnungen entscheidet seit Ende 2012 an den drei Eröffnungstagen jeder Kunde selbst, welche von drei gemeinnützigen Organisationen aus dem lokalen Umfeld dank seines Einkaufs mit einem Euro unterstützt wird. Im Durchschnitt kamen 2014 je Eröffnung 4.000 Euro zusammen. Wir testen aktuell, wie Bei der Veranstaltungsreihe Nachhaltigkeit für Alnatura Mitarbeiter informieren und diskutieren externe Experten zu Themen wie nachhaltigem Bauen, Forschungsreisen zum Klimawandel im arktischen Eis oder Tierwohl im Bio-Landbau. wir es Kunden ermöglichen können, ihre Paybackpunkte jederzeit direkt in unseren Filialen am Paybackterminal für diese sogenannten Stadtprojekte zu spenden. Auch zum Thema Gentechnik engagieren sich unsere Kunden: Als wir 2011 die Initiative Vielfalterleben für mehr Artenvielfalt und gegen Monokulturen initiierten, gaben sie und die Kunden der 140 beteiligten Unternehmen aus der Bio- Branche mehr als 100 000 Stimmen für eine Petition ab, die einen Zulassungsstopp für gentechnisch veränderte Pflanzen forderte. Inzwischen hat der Petitionsausschuss des Bundestages die Bedenken aus der Petition als berechtigt anerkannt, die Petition jedoch der Regierung nicht zur Erwägung oder Berücksichtigung überwiesen. Bei Alnatura konnten Kunden sich auch in den Folgejahren über den Kauf des Alnatura Saatguts hinaus für gentechnikfreies Saatgut einsetzen, beispielsweise indem sie Aussaat-Orte von gentechnikfreiem Saatgut auf einer Online-Saatgutkarte eintrugen oder sich mit ihren Kindern bei Pflanztagen in Alnatura Märkten beteiligten. Rund um gentechnikfreies Saatgut informieren wir auch auf der Webseite vielfalterleben.info Seit 2006 bieten wir in Kooperation mit dem Städel Museum in Frankfurt einen Zugang zu Kunst im Supermarkt, indem wir mit unserer Ladendekoration Kunst aufgreifen. Wir möchten dafür sensibilisieren, dass Kunst die Offenheit für Neues und die eigene Kreativität fördern kann. Unter Leitung des Forstamts Lorsch und der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald pflanzten Alnatura Kollegen im Oktober 2013 2 000 Bäume verschiedener Arten und befreiten im Juni 2015 junge Bäume von Beikräutern. Bei der Eröffnung einer Heidelberger Alnatura Filiale ermöglichten Kunden eine Spende in Höhe von 1.952 Euro an die Heidelberger Gruppe des Naturschutzbundes Deutschland (NABU). Außerdem erhielten Päd-aktiv e. V. und das Kulturfenster e. V. eine Spende von jeweils rund 1.500 Euro. Um Raum für unmittelbaren Austausch, Erleben und Mitmachen vor Ort geht es auch bei unseren Dialogveranstaltungen. 2015 haben Kollegen von Alnatura gemeinsam mit Kunden bei Filialabenden mit einem Bäcker Brot gebacken, Smoothies hergestellt und einen unserer Partner-Bauernhöfe im Frankfurter Raum besucht. Wir planen für die Zukunft über solche Themenabende und Partnerbesuche hinaus unter anderem Besuche unseres Verteilzentrums im südhessischen Lorsch und Besuche bei Landwirten. Im neunköpfigen Beirat der Alnatura Bio-Bauern-Initiative (siehe S. 30), der über die Förderung von Landwirten bei der Umstellung auf Bio-Anbau entscheidet, sind zwei Alnatura Kunden vertreten. 150 Kunden hatten sich für den Beirat beworben. In Verbindung mit unseren Kunden „Von der Wertschätzung seiner Kunden hängt der Wert eines Unternehmens ab.“ So umreißt Götz Rehn die Bedeutung unserer Kunden. Von ihnen brauchen und wollen wir Rückmeldungen, seien sie bestärkend oder auch kritisch. Unser Grundsatz ist, auf Augenhöhe zu kommunizieren und unseren Kunden transparente und verlässliche Informationen zu bieten. Unsere Filialkollegen erarbeiten sich in Seminaren umfangreiches Wissen zur Warenkunde, zur Produktqualität und zum Bio-Landbau, sodass sie unsere Kunden kompetent beraten können. Auch die Mitarbeiter unserer Handelspartner können dank zwei- bis dreitägiger Schulungen zum Alnatura Sortiment interessierten Kunden in ihren Märkten Auskunft geben. Jedes Jahr gibt es rund 40 solcher Seminare. Kann eine Frage nicht direkt in der Filiale beantwortet werden, hilft unser Verbraucherservice. Ein Team aus zehn Kolleginnen, das Fachrichtungen wie Ökotrophologie, Lebensmitteltechnologie und Ernährungswissenschaften vertritt, bearbeitet jede Anfrage individuell. Die Anliegen unserer Kunden reichen von Fragen zu Produkten und Zutaten über Reklamationen bis hin zu Wünschen für neue Produkte und Filialstandorte. Dem Wunsch nach einem „Onlinestandort“ kamen wir im April 2015 mit der Eröffnung des Onlineshops nach und bitten um Anregungen von Kunden, um das neue digitale Angebot noch weiter zu entwickeln. Online stehen mehrere Feedback-Möglichkeiten zur Verfügung: Seit Jahren bietet unsere Produktdatenbank eine Bewertungsoption, die sowohl positive als auch kritische Rückmeldungen zu einzelnen Produkten für jeden sichtbar macht. Eine ähnliche Funktion ist auch in unseren Onlineshop integriert. Facebook YouTube Twitter Pinterest Alle Angaben gerundet, Stand Oktober 2015 210 000 Fans 40 Videos 83 000 Videoaufrufe Instagram 16 000 Abonnenten 6 000 Follower 2 000 Fans Alnatura ist auf mehreren Social Media-Kanälen vertreten. Eine Studie der Hamburger Agentur JOM vom Juni 2015 bestätigt, dass wir zügig, kompetent und verständlich auf Anfragen via Facebook reagieren. Eine häufige Kundenfrage: Warum ist in Alnatura Produkten Palmöl enthalten, ist das nachhaltig? Palmöl, ein Fett aus den Früchten der Ölpalme, vereinigt so viele positive Eigenschaften wie kein anderes pflanzliches Fett: Es ist bei Zimmertemperatur fest, lange haltbar und geschmacksneutral. Zudem ist der Ertrag hoch und die Pflanze damit sehr flächeneffizient. Im Zusammenhang mit Palmölplantagen berichten die Medien immer wieder von gravierenden Missständen wie Landvertreibung und Regenwaldabholzung. Viele dieser Berichte be zie hen sich auf die rund 85 Prozent der weltweit benötigten Mengen aus Indonesien und Malaysia. Weniger als ein Prozent des globalen Bedarfs wird in Bio-Qualität gewonnen, hauptsächlich in Brasilien und Kolumbien. So stammt auch das Bio-Palmöl für Alnatura Produkte zum großen Teil aus Kolumbien. Der Bio-Ölpalmen-Anbau findet auf bereits zuvor landwirtschaftlich genutzten Flächen statt und trägt zum Erhalt von Boden fruchtbarkeit und Artenvielfalt bei. Die Produzenten von Bio-Palmöl übernehmen soziale Ver antwortung für ihre Mitarbeiter und Bauern. Dennoch prüfen wir bei jeder Produktentwicklung, ob statt Palmfett andere Fette verwendet werden können. Mehr Details: » alnatura.de/panorama/faq/ palmoel-fragen-und-antworten 16 17

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