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Alnatura Magazin September 2019

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Van Gogh im Städel Museum // Olivenöl, Wein und Pasta aus Italien // Pasta-Rezeptideen: Saucenglück

HERSTELLER-REPORTAGE

HERSTELLER-REPORTAGE Olio mit Familiensinn Hochwertiges Olivenöl nativ extra aus Italien: Das Alnatura Magazin besuchte die Familie Farchioni in Umbrien und war bei der Olivenöl-Herstellung dabei.

Themenwochen Italien Marco Farchioni zieht einen Ast leicht zu sich herunter. Wie reif sind die Oliven? Schon rot, violett, fast schwarz? Sind sie von Schädlingen befallen? Die Mehrzahl ist noch grün, einige haben sich bereits leicht rot gefärbt. Kein Schädling in Sicht, keine Zeichen von Krankheitsbefall. Der 39-Jährige ist auf einen Sprung hochgekommen; an seinen Lieblingsort auf den drei Hügeln, den »Tre colline della chiusa di Costacilia«, wo Vater Pompeo Jr. gerade den Olivenhain kontrolliert. Marco schaut auf die majestätischen Berge Monte Subasio und Monte Vettore, die das malerische Tal Valle Umbra umrahmen. Er genießt den Moment der Stille vor dem Sonnenuntergang. »In einem Monat werden sie reif sein«, denkt er laut. Der Vater schaut in die Ferne und nickt. 2018 wurden hier die letzten Oliven im Dezember geerntet. Mit dem Baumschnitt wartete die Familie auf gutes Wetter im März, denn später Frost kann für frisch beschnittene Olivenbäume tödlich sein. Im letzten Jahr hat Farchioni zehn Prozent der über 50-jährigen Bäume im Gesamtbestand durch späten starken Frost verloren. Auf den drei Hügeln reifen Oliven der Sorten Frantoio, Moraloio und Leccino. »Zum Glück bleiben unsere Bäume von der Olivenfruchtfliege verschont«, bemerkt Vater Pompeo. Sie mag das Waldklima nicht. In anderen Regionen bohrt sich das Insekt in die junge Olive und legt dort Eier ab. Die Larven ernähren sich von den Früchten. In solchen Gebieten arbeitet Farchioni mit speziellen mechanischen Fallen für die Fliege, statt wie bei konventioneller Produktion Pestizide einzusetzen. Besonders gefürchtet ist eine Unterart des Feuerbakteriums, Xylella fastidiosa. Es nistet sich in den Wasseradern der Bäume ein und verstopft sie, die Bäume sterben ab. Bisher gibt es dagegen kein Mittel. Auf über 200 Hektar Olivenhainen musste Farchioni die altbewährte Sorte Coratina gegen eine neue resistente austauschen. Sie heißt Favolosa und ist italienischer Abstammung. Tadellose erntereife Oliven. Rechts: Der Olivenhain auf den drei Hügeln, den Urgroßmutter Ines als Mitgift in die Familie brachte. Alnatura Magazin September 2019 17

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