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Alnatura Magazin Oktober 2019

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Alnatura Bio-Bauern-Initiative // Naturkosmetik-Spezial // Warenkunde: Kürbisvielfalt

HERSTELLER-REPORTAGE

HERSTELLER-REPORTAGE Basis: Bio- Sheabutter Sechs Tonnen Sheabutter kauft der Naturkos me tik- Hersteller Dr. Hauschka jedes Jahr als Inhalts - stoff für seine Cremes, Lotionen und Masken. Was macht diesen Bestandteil so besonders? Ein Besuch bei Chefeinkäufer Ralf Kunert. An Artenvielfalt mangelt es im hauseigenen Garten von Dr. Hauschka nicht. Hopfen, Gelber Enzian, Sauerklee, Brutblatt oder auch Alraune gedeihen in Hochbeeten und Rabatten, Rohrkolben säumen den Teich, dahinter drängen sich Büsche, Bäume und Gräser. 150 Pflanzen wachsen in Eckwälden am Fuß der Schwäbischen Alb, selbst tropische Exoten wie die Passionsblume sind darunter. Doch so vielfältig die Pflanzenwelt im Garten auch ist – kein Karitébaum weit und breit. Das knorrige Gewächs, das auch als Afrikanischer Butterbaum bekannt ist, wächst längst nicht überall, wo man seine fettreichen Früchte, die Sheanüsse, schätzt. Trotzdem ist die Sheabutter in etwa 25 der rund 150 Kosmetikartikel von Dr. Hauschka enthalten: als Konsistenzgeberin und als Trägersubstanz, aufgrund ihrer pflegenden Eigenschaften; außerdem, um ein angenehmes Gefühl auf der Haut zu erzeugen. »Sheabutter funktioniert wie Eiskonfekt«, erklärt Ralf Kunert, der den Einkauf leitet. Um das zu erklären, holt er etwas aus. »Der Schmelzpunkt der Sheabutter liegt bei der Körpertemperatur. Wird sie flüssig, entzieht sie ihrer Umgebung Energie, so entsteht eine leichte Kühlung.« Damit ist das weiche Naturprodukt für After-Sun-Lotionen geradezu prädestiniert, hat sich aber in der Palette des Kosmetikherstellers längst auch anderweitig bewährt. Als Inhaltsstoff von pflegendem Öl beispielsweise, von Gesichtsmasken oder Rotklee, Borretsch und Melisse: Im hauseigenen Garten von Dr. Hauschka gedeihen um die 150 Pflanzenarten. Sieben fest angestellte Gärtnerinnen und Gärtner arbeiten dort, dazu kommen Saisonarbeitskräfte. Tagespflegen. Sechs Tonnen Sheabutter lässt Kunert jedes Jahr nach Bad Boll liefern. Verpackt in Paketen und tatsächlich butterfarben: So kommt der Rohstoff bei Dr. Hauschka an. In Burkina Faso werden die Früchte vom Fruchtfleisch befreit, die Kerne ausgepresst, das Mus geklärt. Vor Ort traf Kunert den Geschäftsführer Herrmann Schopferer, der mehrere Jahre vor Ort Entwicklungsprojekte koordiniert hat. In Bobo- Dioulasso besuchte er die Fabrik und sprach mit den Sammlerinnen. Gold der Frauen nennt man die Sheabutter, weil das Sammeln traditionell in ihren Händen liegt. Dies geschehe in ausgewiesenen Wäldern, erklärt Kunert, der Karitébaum ließe sich kaum kultivieren. »Die Wälder stehen unter staatlichem Schutz, zum Sammeln hat Agrifaso eine Genehmigung.« Agrifaso ist das Partnerunternehmen, von dem Dr. Hauschka all seine Sheabutter bezieht. In Bio-Qualität, seit 2003. »Unsere Beziehung ist langfristig angelegt, deshalb soll sie von gegenseitigem Nutzen sein«, erklärt der Rohstoffexperte. Was heißt das konkret? Zum Beispiel, dass man sich am Telefon zum Neukauf einer Presse berate, sagt Kunert. Dass man mit Krediten aushelfe. Oder man dem Partnerunternehmen ein Notstromaggregat finanziere, weil Stromausfälle dort nun einmal häufig seien. Erst seit 2003 – seit der Zusammenarbeit mit Agrifaso – verwendet Dr. Hauschka Sheabutter, die bio-zertifiziert ist. »Vorher gab es das nicht, heute ist das Standard in der Naturkosmetik«, sagt Kunert. Inzwischen ist die Nachfrage da und Begeisterung klingt mit, wenn er über den Erfolg seines Lieferanten spricht. Im nächsten Atemzug untermauert er dessen Wachstum mit Zahlen. 2003 hätten 50 Frauen Sheafrüchte für Agrifaso gesammelt, heute seien es 4 000, die sich in der Erntesaison etwas dazuverdienten – neben inzwischen rund 50 Festangestellten. Von der Initiative profitierten in der Region heute um die 20 000 Menschen, schätzt er. 30 Alnatura Magazin Oktober 2019

Das Wachstum bringt allerdings mit sich, dass Agrifaso auch die Konkurrenz von Dr. Hauschka beliefert. Das sei kein Problem, beteuert Kunert und steuert auch diesmal die passenden Zahlen bei: 30 bis 50 Prozent der bio-zertifizierten Sheabutter, die auf dem europäischen Markt verkauft werde, stamme von Agrifaso. Es sei doch eine gute Sache, sagt Kunert, dass der Partner so solide aufgestellt sei, für die Menschen vor Ort und unter Nachhaltigkeits-Aspekten. Aber eben nicht nur dafür. Auch Dr. Hauschka bleibe der Lieferant so sicher noch lange erhalten. JL Dr. Hauschka Der Chemiker und Anthroposoph Rudolf Hauschka gründete 1935 die Wala Heilmittel GmbH. Er verlegte nach Kriegsende den Firmensitz nach Bad Boll und nahm in den 1960er- Jahren Kosmetik in sein Angebot auf. Bis heute sind Arzneimittel und Dr.-Hauschka-Kosmetik die beiden Stand beine des Geschäfts. Deutschland ist der wichtigste Markt des umsatzstarken Unternehmens. Die Tochter firma Naturamus, 2014 gegründet, kauft Rohstoffe ein. Deren Geschäftsführer ist seither Ralf Kunert, der zuvor seit 2004 direkt bei Wala als Einkäufer beschäftigt war. Schon gewusst? Sheabutter ist das Gleiche wie Karitébutter. Die Butter wird aus den Nüssen des Karitébaumes gewonnen, der auch Sheanussbaum genannt wird. Oben: Seine Arbeit als Chefeinkäufer von Dr. Hauschka hat Ralf Kunert viel in der Welt herumgebracht. Nach Indien, Südamerika oder auch nach Burkina Faso ist er schon gereist. Links: Sheanüsse sind ein gefragtes Gut, sie wachsen ausschließlich in der Sahelzone. Afrikanerinnen nutzen sie seit jeher zum Schutz ihrer Haut. Die Sheabutter ist ein wichtiger Bestandteil der Dr. Hauschka Tages cremes.

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