ALNATURA ENTDECKEN Vanille - die Königin der Gewürze Plätzchen ohne Vanille sind wie ein Weihnachtsbaum ohne Lichter - da fehlt etwas Entscheidendes. Schließlich beschert die Orchideenfrucht ein sahnig-süßes Aroma, und zwar nicht nur Kipferln und Co., sondern auch winterlichen Getränken und pikanten Speisen. Woher die Vanille kommt, was sie so wertvoll macht und warum synthetisches Vanillin ihr das Wasser nicht reichen kann, das lesen Sie hier. D ie Heimat der Vanille liegt in Mexiko; lange hatte das Land sogar eine Monopolstellung für das edle Gewürz. Erst Anfang des 19. Jahrhunderts kamen Vanillepflanzen auch in andere Gegenden dieser Erde, so zum Beispiel auf die Insel Réunion, die früher Bourbon hieß. Die Herausforderung: Außerhalb von Mexiko fehlen die Bestäuber. So wurde, und wird noch heute, die Vanillepflanze künstlich bestäubt. Eine aufwendige Angelegenheit, wenn man bedenkt, dass die Pflanze bis zu zehn Meter hoch werden kann und ihre Blüten nur wenige Stunden am Tag öffnet. Was die Vanille so wertvoll macht Nicht nur die mühsame händische Bestäubung macht Vanille zu einem der teuersten Gewürze der Welt, sondern auch die aufwendige Fermentation. Denn die frisch geerntete Schote - die aus botanischer Sicht eine Kapsel ist - ist recht geschmacksneutral. Für das Aroma muss sie fermentiert werden, das heißt: Vanillekapseln tagsüber in der Sonne ausbreiten, nachts einsammeln und in luftdichte Behälter packen, wo sie schwitzen können. Das Ganze wiederholt sich täglich, und zwar über Wochen. Erst dann wird die Kapsel biegsam, färbt sich dunkel - und entwickelt ihr gigantisches Aromenspektrum. Echte Vanille versus synthetisches Vanillin Die Vanilleschote enthält - je nach Sorte - 2 bis 3,5 Prozent Vanillin. Doch für ihren ausgewogenen Geschmack sind viele weitere ätherische Öle und Sub stanzen verantwortlich - man spricht von über hundert Komponenten. Das Aroma echter Vanille wird assoziiert mit sahnig, cremig, warm, süßlich und vielem Angenehmen mehr. Da kann synthetisches Vanillin, welches oft aus Fichtenholz oder Nelkenöl gewonnen wird, nicht mithalten. Für Bio-Lebensmittel sind daher ausschließlich echte Vanille, natürliches Vanillearoma oder Vanilleextrakt zulässig. Letzteres stammt ebenfalls zu hundert Prozent aus der Vanilleschote, wird aber mithilfe von Alkohol extrahiert, was man mitunter auch schmecken kann. aw Schon gewusst ? Steht Bourbonvanille auf der Verpackung oder Zutatenliste, so kommt diese ausschließlich von den »Vanille-Inseln« Madagaskar, Komoren, Réunion, Seychellen oder Mauritius. 18 Alnatura Magazin November 2025
Hier wurden gemahlene Vanille und Zucker bereits gemischt. Das Tolle am Alnatura Produkt: Zehn Prozent Bourbonvanille geben das intensive Aroma. Durch die feine Mischung mit Bio- Rohrzucker lässt sich der Alnatura Vanillezucker einfach und gleichmäßig dosieren - ohne zusätzlichen Arbeitsaufwand oder Reste. Wir lieben ihn zu Milchreis, Waffeln oder besonders jetzt in der kalten Jahre s- zeit in Bratäpfeln mit Walnuss-Marzipan- Füllung - das Rezept gibt es unter alnatura.de/ bratapfel. ALNATURA ENTDECKEN Perfekt für all jene, die auf Zucker verzichten möchten oder denen das Auskratzen der Schote zu mühsam ist: In diesem Tütchen stecken fein gemahlene Bourbon vanilleschoten. Gemahlene Vanille kann wie Vanillezucker eingesetzt werden, nur ist sie intensiver, das heißt man kommt mit kleinen Mengen aus. Wir verwenden sie in diesem Magazin zum Beispiel für unsere Zimt-Vanille-Hörnchen auf Seite 15 oder die Vanille- Zimt-Muffins auf Seite 13. Die Vanilleschote in ihrer Gänze ist besonders aromatisch. Damit sie nicht austrocknet und sich ihr Aroma verflüchtigt, wird sie im Glasröhrchen angeboten. Um an das Vanillemark zu kommen, muss die Schote längs aufgeschnitten und ausgekratzt werden. Ihr Inneres passt überall dort, wo die Vanille eine Hauptrolle spielen soll: in Crème brulée, Panna cotta oder selbst gemachter Vanillesauce beispielsweise. Mit den ausgekratzten Schoten kann man zudem Zucker aromatisieren, indem man beides zusammen in ein Glas gibt. Alnatura Magazin November 2025 19
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