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Alnatura Magazin November 2021

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Zeit für Tee // Rezepte: Leckereien liebevoll verschenken // Santaverde: Mit der Kraft der Aloe vera

ALNATURA TRIFFT

ALNATURA TRIFFT Christian Kroll Gründer der grünen Suchmaschine Ecosia Christian Kroll ist Gründer und Geschäftsführer der Internet-Suchmaschine Ecosia. Das Unternehmen selbst bezeichnet sich als die nachhaltigste Alternative zu Google, denn es verwendet seine Gewinne, um Bäume zu pflanzen. Knapp 130 Millionen davon wurden bereits in vielen Ländern gepflanzt. Wir treffen den 37-Jährigen zum Gespräch im Ecosia- Büro in Berlin-Wedding. Auf Ihrer Website kann man über die Geschichte von Ecosia lesen: »Ecosia ist ein Social Business, das 2009 nach einer Weltreise gegründet wurde.« Was ist ein Social Business? »Ein Unternehmen, das es sich zur Hauptaufgabe gemacht hat, etwas Positives in der Welt zu bewirken. Geld ist da nur ein Mittel zum Zweck. Auf Ecosia runtergebrochen: Geld verdienen, um Bäume zu pflanzen. Viele Milliar den Bäume pflanzen, um den Klima wandel aufzuhalten. Das ist unser Ziel.« Und weiter heißt es bei Ihnen: Jede Suchanfrage neutralisiert ein halbes Kilogramm CO 2 . Erklären Sie uns das. »Ecosia funktioniert wie eine ganz normale Suchmaschine. Manchmal ploppen da »Jede Sekunde kommt ein neuer Baum hinzu.« Christian Kroll 48 Alnatura Magazin November 2021

HERSTELLER-EMPFEHLUNG* Werbe anzeigen auf wie bei Google, und wenn man darauf klickt, dann fließt Geld in Richtung Ecosia. Nur eben mit dem Unterschied, dass wir den Gewinn in Wiederbewaldung investieren. Mit jeder Suche trägt man dazu bei, dass wir Bäume pflanzen können.« Wie viele Baumpflanzprojekte unterstützt Ecosia? »Aktuell 60 verschiedene Projekte an 10 000 Standorten auf der Welt. Jede Sekunde kommt ein neuer Baum hinzu. Im Durchschnitt braucht es circa 50 Suchanfragen, um einen Baum pflanzen zu können. Und jede Suche zieht etwa ein halbes Kilogramm CO 2 aus der Atmosphäre.« Und wie kontrolliert Ecosia die Umsetzung? »Wir arbeiten mit zahlreichen lokalen Orga nisationen zusammen. Unser ältester Partner sitzt in Burkina Faso. Wir arbeiten praktisch nie mit staatlichen Stellen zusammen. Manchmal mit Leuten auf Gemeindeebene. Wir sind nie Landbesitzer. Wir fördern Aufforstung und legen großen Wert auf Transparenz. Darum veröffentlichen wir monatlich auf unserer Website, wie viel Geld wir mit den Suchen eingenommen haben und welcher Prozentsatz der Erträge an welche Organisationen für welche Baumprojekte geflossen sind.« Sprechen wir über das Umdenken. Sie, wie auch Alnatura und zahlreiche Mitstreiterinnen und Mitstreiter, setzen sich für nach haltiges Handeln ein. »Das Wort nachhaltig finde ich eigentlich nicht mehr so treffend. Nachhaltiges Handeln – im Sinne von schonendes, bewahrendes Handeln – wäre in den 1980er- Jahren vielleicht möglich gewesen. Die Klimakrise ist aber mittlerweile so ernst, dass ›klimaneutral‹ und ›nachhaltig‹ als Ziele nicht mehr ausreichen, denn sie werden uns nicht retten. Wir bei Ecosia denken daher regenerativ und proaktiv: Wir müssen jetzt aktiv ein greifen. Wir müssten tausend Milliarden Bäume in zehn Jahren aufforsten bezie hungs weise zurückbringen, um die Klimakatastrophe abzuwenden. Also weniger Vermei dung als aktive Gestaltung, das ist unsere Philosophie.« Sehen Sie andere Ansätze, die drohende Klimakatastrophe abzuwenden, als Bäume zu pflanzen? »Klar müssen wir generell CO 2 -Emissionen verringern. Aber es sind nur die Wälder, die uns retten können, und die biologische Landwirtschaft, mit der man Humus aufbauen kann. Denn ein intakter Humus kann CO 2 binden. Es mag Technologien in der Entwicklung geben. Aber oft sind sie noch nicht sonderlich effektiv oder zu kostenintensiv. Ein Baum vermag da eindeutig mehr zu erreichen.« Sie haben Ihr Unternehmen verschenkt. Was meint das genau? An wen verschenkt? »Ecosia ist nun ein Stiftungsmodell und damit zweckgebunden. Wir können Ecosia nicht verkaufen und keine Gewinne daraus ziehen. Alle erwirtschafteten Überschüsse verbleiben im Unternehmen und werden entweder für Baumpflanzprojekte oder grüne Investitionen verwendet.« Wie kann man Ecosia über Online- Suchanfragen hinaus unterstützen? »Man kann uns noch mehr benutzen. Wir hören oft, dass junge Menschen unsere Suchmaschine bei ihren Eltern als Favoriten einstellen. Außerdem kann man über uns Bäume verschenken. Vielleicht ein schönes Weihnachtsgeschenk?« Wie viel Kraft hat es Sie in CO 2 gekostet, Ecosia auf die Beine zu stellen? »(Lacht.) Eine Menge, so viel steht fest. Als ich Kind war, haben meine Eltern auf einem Berg bei Wittenberg gewohnt. Wenn ich nach Hause wollte, musste ich mit dem Fahrrad den Berg hinauffahren. Jeden Tag. Ich bin sehr ausdauernd und war später auch Leistungsschwimmer. Da lernt man das.« Das Interview führte Matthias Fuchs. Linea Natura Bio-Schoko-Hafer-Taler Knusprig-schokoladige Klassiker: Die flachen Taler aus Weizenvollkornmehl und 30 Prozent Haferflocken werden mit Rohrzucker gesüßt und einseitig mit zarter Vollmilchschokolade überzogen. Sie schmecken zu Tee und Kaffee oder als Snack für zwischendurch und unterwegs. 200 g 2,49 € (100 g = 1,25 €) * Bei dieser Produktvorstellung handelt es sich um eine Anzeige. Sie erhalten das Produkt in Ihrem Alnatura Super Natur Markt. Alnatura Magazin November 2021 49

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