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Alnatura Magazin November 2021

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Zeit für Tee // Rezepte: Leckereien liebevoll verschenken // Santaverde: Mit der Kraft der Aloe vera

WISSENSWERTES ÜBER

WISSENSWERTES ÜBER BIO-LANDBAU Öko-Verordnung: Per Gesetz Bio Vom Acker bis in den Laden Warum der Bio-Landbau sinnvoll für Mensch und Erde ist, wie er funktioniert und vor welchen Herausforderungen wir stehen – all das erklären Ihnen Expertinnen und Experten jeden Monat in dieser Serie. Diesmal erläutert Tanja Barbian, wie wichtig das Bio-Siegel und die damit verbundenen Regeln für unsere Zukunft sind. Wer denkt, Bio sei ein neuer Trend, irrt. Vor über hundert Jahren entschieden sich Bäuerinnen und Bauern, wieder stärker im Einklang mit unseren Ressourcen zu wirtschaften. Was mit der Lebensreform-Bewegung startete, entwickelte sich im Laufe des 20. Jahrhunderts zu einer starken Bio-Bewegung. In diese Zeit fallen die Geburtsstunden der Bio-Anbauverbände wie beispielsweise Demeter (1928), Bioland (1971) oder Biopark (1991). Jeder für sich mit einer anderen Geschichte, aber auch wichtigen Gemeinsamkeiten: Die Verbände beraten Betriebe bei der Umstellung und unterstützen die Vermarktung – und schufen Richtlinien für die Bio-Produktion, die sie bis heute weiterentwickeln. BIO-REGELN SCHÜTZEN DIE UMWELT Die Bio-Regeln eint ein wichtiger Kern: Mit allen Vorschriften zielt Bio darauf, den ganzen Produktionsprozess ökologisch zu gestalten. Das heißt: den Boden fruchtbar halten im Kreislauf Boden – Pflanze – Tier – Mensch, ohne schädliche Mittel und mit Achtung vor den Lebensgrundlagen. Selbst auferlegte Beschränkungen erweisen sich dabei bis heute als Gewinn und befördern Innovationen: Kein Glyphosat? Führt zu einem ausgeklügelten System aus angepassten Sorten und Fruchtfolgen, das heute erfolgreich Umwelt und Artenvielfalt schützt. Eine beschränkte Anzahl Tiere pro Fläche? Schützt Boden und Gewässer. Weniger Zusatzstoffe und schonende Verarbeitungsverfahren? Sorgt für hochwertige Bio-Lebensmittel. Keine Gentechnik? Vermeidet 44 Alnatura Magazin November 2021

unerforschte Risiken und sorgt dafür, dass Landwirtinnen und Landwirte unabhängig von Firmen bleiben, die Lebewesen patentieren. HÖCHSTER STANDARD DER LANDWIRTSCHAFT Seit 1991 entwickelte sich aus den Verbandsrichtlinien das Bio-Grundgesetz: die staatliche EU-Öko-Verordnung, die seit her für fairen Wettbewerb sorgt und Verbraucherinnen und Verbraucher vor Irreführung bei Bio-Produkten schützt. Das strenge Recht macht Öko zum mit Abstand höchsten gesetz lichen Standard der Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion – und regelt vom Acker bis in den Handel, wie Bio- Lebensmittel produziert, kontrolliert, nach Europa importiert und gekennzeichnet werden. Wo Bio (oder Öko) draufsteht, steckt Bio drin. Und wer seine Produkte als Bio ausgibt, ohne die Vorgaben zu beachten, der begeht Betrug und wird bestraft. 1991 startete die Öko-Verordnung mit Maßgaben für den Pflanzenbau und wurde nach und nach erweitert: Tierhaltungsregeln kamen ebenso hinzu wie Vorschriften für die Lebensmittelverarbeitung oder für Bio-Importe, für Wein oder Fischzucht. Ein großes Pfund bis heute ist die strenge Bio-Kontrolle, die sich nicht nur das Endprodukt, sondern den ganzen Produktionsprozess anschaut. Hat die Kuh Berta genug Auslauf und bekommt Platz und Bio-Futter? Wird die Milch biologisch verarbeitet? Ist der Käse richtig deklariert? Spezialisierte Öko-Kontrolleurinnen und -Kontrolleure prüfen regelmäßig – im Unterschied zu konventionellen Betrieben, wo die Kontrolle stichprobenartig und erst nach einigen Jahren vorbeischaut. 20 JAHRE BIO-SIEGEL Seit 2014 macht das Bio-Grundgesetz seine wohl größte Reform durch. Dadurch wird die Öko-Verordnung nicht nur an das aktuelle EU-Rechtssystem (Vertrag von Lissabon) angepasst, sondern soll auch für eine Vereinfachung und Stärkung des Verbrauchervertrauens sorgen. Gut für Bio-Kundinnen und -Kunden sowie -Betriebe: Viel Bewährtes, wie die Grundsätze des Bio-Systems, bleibt bestehen. Für alle Betriebe wurde die Vorsorge verschärft. Künftig kann es Herstellungsregeln für Salz oder Baumwolle in Bio-Quali tät geben. Auch ein Nanoverbot in Bio-Lebensmitteln wurde eingeführt. Wer Bio importieren will und kein Handelsabkommen hat, muss ab 2022 die Öko-Verordnung eins zu eins anwenden, also konform arbeiten statt wie bisher »gleichwertig«. All das bedeutet ab 1. Januar 2022 mehr Aufwand für die Produzenten – aber noch höhere Qualität. Und Bio erkennen bleibt weiterhin kinderleicht: Das sechseckige Siegel, das 2021 seinen 20. Geburtstag feierte und mittlerweile auf über 90 000 Bio-Produkten klebt, kennzeichnet zusammen mit dem blattförmigen EU-Bio-Logo Öko zuverlässig und gibt allen Kaufenden sichere Orientierung. Gastbeitrag von Tanja Barbian, Referentin Recht beim Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft HERSTELLER-EMPFEHLUNG* Neu Maria & Franz Bio-Brotaufstrich Meerrettich-Apfel vegan oder Bärlauch-Tomate vegan Abwechslungsreiche Aufstriche für jeden Tag: Fruchtig-pikant mit einer Kombination aus Apfel und scharfem Meer rettich oder mediterran mit sonnengereiften Tomaten, aromatischem Bärlauch und Rapsöl. Beide Sorten enthalten Sonnenblumenkerne aus nachhaltigem Anbau. Außerdem bei Alnatura erhält lich ist die Sorte Kichererbse-Kreuzkümmel; sie bringt den Orient in die heimische Küche. Alle Aufstriche schmecken pur auf Brot oder als Dip zu Gemü se und eignen sich zum Verfeinern von Saucen und Dressings. Erhältlich im 250-Gramm-Mehrwegglas. 250 g 2,99 € (100 g = 1,20 €) * Bei dieser Produktvorstellung handelt es sich um eine Anzeige. Sie erhalten die Produkte in Ihrem Alnatura Super Natur Markt. Alnatura Magazin November 2021 45

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