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Alnatura Magazin Mai 2022

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Tomaten von der Reichenau // Lasst uns kochen: Rezepte fürs Campen // Alnatura bewegt: Gemeinsam für den Erhalt von Mangrovenwäldern

ALLES ÜBER … Tomaten

ALLES ÜBER … Tomaten Wer liebt es nicht, dieses geschmackvolle Fruchtgemüse? Vor allem wenn seine Erntezeit gekommen ist und die Tomaten so richtig nach Tomaten schmecken. Jetzt – im Wonnemonat Mai – werden auf der Bodenseeinsel Reichenau bereits die ersten Tomaten reif und kommen allmählich in unsere Alnatura Märkte. Aber wo liegt eigentlich ihr botanischer Ursprung, welche Sorten mögen wir am liebsten und wie sollten wir sie richtig lagern? Auf geht’s in die Welt der Tomaten. KL Von weit her kam sie zu uns Die Heimat der Tomatenpflanze liegt weit entfernt in Peru und Ecuador, wo sie ursprünglich gar nicht als Nahrungspflanze genutzt wurde. Die ersten Nachweise einer Kultivierung finden sich in einer der Hochkulturen Mexikos, bei den Azteken. Diese gaben ihr den Namen »tomatl«. Nach der Einführung in Europa diente die Tomate zunächst nur der Zierde, da man sie lange Zeit für giftig hielt und ihr mit einer gewissen Skepsis begegnete. Nicht ganz zu Unrecht, denn die Blätter und unreife, grüne Früchte enthalten das für die Pflanzen familie der Nachtschattengewächse typische Alkaloid Solanin, welches in höheren Dosen zu Magen- Darm-Beschwerden oder Kopfweh führt. Im 16. Jahrhundert begann man als Erstes in Italien mit der landwirtschaftlichen Kultivierung der Tomatenpflanzen. In Deutschland dauerte es länger – erst um 1900 schaffte die Tomate den Sprung von einer Zier- zur Nutzpflanze und damit in unsere Küchen. Kulinarisch setzte sich die Tomate erst spät in Europa durch. Ein Grund dafür: Wahrscheinlich wegen ihrer sinnlichen Form und Farbe wurde sie für den Paradiesapfel gehalten, der Adam und Eva verführt hatte. Sie stand unter dem Verdacht, Liebeswahn hervorzurufen, und durfte von jungen Mädchen nicht gegessen werden. Hierher rührt vermutlich das im Französischen gern verwendete Tomaten-Synonym »pomme d’amour«. Im deutschsprachigen Raum hingegen trug sie den Namen »Paradiesfrucht« – das Sinnbild für Verbotenes. 18 Alnatura Magazin Mai 2022

Sonnengereift – wann ist es so weit? Für die Erntezeit der Tomaten gibt es kein spezielles Datum, denn die Reifezeit der Früchte ist von vielerlei Faktoren abhängig. Kurz und knapp: Je mehr Wärme die Tomatenpflänzchen bekommen, umso besser. Direkte Sonne hingegen brauchen sie gar nicht so viel, um uns später mit einer üppigen Ernte zu erfreuen. Vielmehr kommt es auf die richtige Menge an Wärme und Licht an. Frühe Sorten erfreuen uns in Deutschland schon im Mai, beispielsweise startet auf der sonnenverwöhnten Bodenseeinsel Reichenau jetzt bereits die Ernte. Die Tomate in all ihrer Vielfalt Die Farbpalette der Tomaten kann sich wirklich sehen lassen: rot, schwarz, gelb, orange, grün und sogar violett. Neben der Farbe unterscheiden sich die unzähligen Tomatensorten aber auch in Form, Schalendicke und natürlich ihrem Aroma. Hier ein kleiner Eindruck: Während die Urtomaten wohl die Größe einer Johannisbeere hatten, können Tomaten heute richtig groß und schwer werden. Besonders beliebt ist die klassische Rundtomate, auch Salattomate genannt. Sie ist meist rot, so wie die Sorte Matina, die wohl die meisten kennen, die gern im Garten arbeiten. Diese Tomaten wachsen kräftig in die Höhe und müssen angebunden werden. Den idealen Erntezeitpunkt vorausgesetzt, sind Rundtomaten ausgesprochen saftig und aromatisch. Rispentomaten haben den Vorteil, dass die Früchte einer Rispe gleichzeitig reifen und fest an ihr haften. So können sie lange an der Pflanze wachsen, Sonne tanken und ihr optimales Aroma entwickeln. Rispentomaten gibt es vor allem in Rot und Gelb; die kleineren Varianten finden wir als Cocktail- oder Cherrytomaten im Handel. Sie sind häufig rot, gelb oder orange. Gut lagern und dann genießen Tomaten mögen keine Temperaturen unter zehn Grad Celsius und gehören daher nicht in den Kühlschrank. Hier verlieren sie ihr Aroma. Am besten lagern die Früchte bei Zimmertemperatur – reife Tomaten halten sich in einer Schale unkompliziert ein bis zwei Wochen. Zusammen mit Äpfeln wird ihre Reife beschleunigt. Vor dem Verzehr empfiehlt es sich, den grünen Stängelansatz herauszuschneiden. Dieser enthält das bereits erwähnte Solanin, bei dem etwas Vorsicht geboten ist. Doch genug der Warn hinweise – jetzt heißt es genießen. Tomatenscheiben pur auf Brot, dezent gesalzen, mit Mozzarella, Basilikum und Olivenöl, im Salat, zu Sauce eingekocht, auf Pizza, Pasta oder Bruschetta, im Auflauf überbacken, zu Fleisch, Fisch und vielem mehr – Tomaten sind pures Sommerglück. Alnatura Magazin Mai 2022 19

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