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Alnatura Magazin Mai 2018

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Kaffee ungeröstet

Kaffee ungeröstet Kaffee Kaffeebäume stammen vermutlich aus dem äthiopischen Hochland. Die Geschichte ihrer Nutzung lässt sich dort bis ins elfte Jahrhundert zurückverfolgen. Wir Menschen verzehrten zunächst wohl nur die frischen Früchte: rote Kaffeekirschen, bei denen ein zuckerhaltiges Fruchtfleisch die eigentlichen Bohnen umschließt. Erst später wurden diese zum Getränk aufgegossen. Das für uns typische Kaffeearoma kannte man damals wohl aber noch nicht. Ein Aufguss grüner ungerösteter Bohnen schmeckt frisch-grasig und erinnert eher an Kräutertee. Erst das Rösten lässt den typischen Kaffeegeschmack entstehen. Durch die Hitze verdampft das Wasser der Bohnen, sie verdoppeln ihr Volumen und ändern die Farbe – von Hellgrün zu Gelb über Hellbraun bis zum tiefdunklen Braun. Auch laufen chemische Prozesse ab, die eine Vielzahl von Aromen entstehen lassen. Es gilt in der Regel: Hell gerösteter Kaffee ist milder im Geschmack als dunkler. Neben dem Röstgrad und der Zubereitungsmethode entscheiden viele weitere Faktoren über den Kaffeegeschmack, allen voran die verwendete Spezies: 99 Prozent der Welternte teilen sich Coffea arabica und Coffea canephora. Während sich die Arabica-Pflanze – auch Bergkaffee genannt – nur in bestimmten Höhenlagen wohlfühlt und besondere Klimaansprüche stellt, ist Canephora etwas weniger anspruchsvoll. Daher wohl auch ihr Zweitname Robusta. Ein Aufguss aus Arabica-Bohnen hat ein volles, ausgewogenes und dezent fruchtiges Aroma, der einer Robusta-Bohne gilt als besonders kräftig und enthält etwas mehr Koffein. Eine Tasse (150 Milliliter) Filterkaffee liefert etwa 80 Milligramm Koffein, ein einfacher Espresso (25 Milliliter) circa 30. Grüntee Sencha Schwarztee Darjeeling Himalaya Grüntee Gunpowder 6 Alnatura Magazin Mai 2018 Lesen Sie mehr über koffeinhaltige Getränke wie Mate, Cola und Guarana in der Juni-Ausgabe des Alnatura Magazins.

WARENKUNDE Kaffee und Tee Im Jahre 1820 entdeckte der Chemiker und Apotheker Friedlieb Ferdinand Runge das Koffein im Kaffee. Kein Geringerer als Geheimrat Goethe gab ihm die Anregung, der wirksamen Substanz des beliebten Getränks auf den Grund zu gehen. Über lieferungen zufolge überreichte dieser ihm auch gleich die entsprechende Schachtel Bohnen. Heute weiß man, dass nicht nur Kaffee, sondern auch Tee, Mate und allerlei andere Getränke koffeinhaltig sind. Kaffee und Tee stellen wir hier vor. Kaffee stark geröstet Tee Spricht man von Tee im klassischen Sinne, so stammen die Blätter von der immergrünen Pflanze Camellia sinensis. Dies gilt sowohl für schwarzen wie auch grünen Tee. Der Unterschied: Beim grünen werden die Blätter nach der Ernte kurz erhitzt. Dies inaktiviert Enzyme und verhindert eine Fermentation. So behalten die Teeblätter ihre grüne Farbe und den frisch-herben Geschmack. Beim schwarzen Tee hingegen ist die Fermentation erwünscht. Die Blätter werden dafür gerollt und so Zellstrukturen aufgebrochen – Enzyme werden frei. Durch die Fermentation verändert sich die Blattfarbe und das typische Schwarzteearoma entsteht. Unter den Grünteesorten ist Sencha ein Klassiker. Eine Besonderheit dieses asiatischen Alltagstees: Die geernteten Blätter werden gewalzt, sodass Sencha nadelförmig erscheint. Ganz anders als beispielsweise Gunpowder – ein Grüntee, bei dem die Blätter wie kleine Kugeln aussehen. Einen wesentlichen Einfluss auf das Teearoma hat sein Anbaugebiet – ganz gleich ob grün oder schwarz. Kenner verbinden beispielsweise Darjeeling mit einem zartblumigen Aroma, während indischer Assam-Tee als kräftig-würzig gilt. Außerdem gibt es verschiedene Blattgrade: ganz und gebrochen, sogenannter Broken- Tee, von dem wiederum etliche Abstufungen existieren. Der Unterschied zwischen den Blattgraden liegt vor allem im Geschmack: Je stärker das Blatt gebrochen ist, umso kräftiger schmeckt der Aufguss. Der Koffeingehalt von Tee unterliegt starken Schwankungen; je nach Sorte, Ziehzeit und Co. wird er auf 25 bis 90 Milligramm pro Tasse geschätzt. AW Ostfriesentee broken Schwarztee Darjeeling Blatt Alnatura Magazin Mai 2018 7

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