Aufrufe
vor 3 Jahren

Alnatura Magazin Mai 2018

  • Text
  • Bio
  • Alnatura
  • Magazin
  • Produkte
  • Natur
  • Produkten
  • Milch
  • Vegan
  • Naturkosmetik
  • Berchtesgadener
  • Kaffee

»Für meine 15 Kühe

»Für meine 15 Kühe tue ich alles, damit es ihnen gut geht. Wir füttern sie mit frisch auf unseren Flächen erzeugtem Bio-Futter und behandeln sie, wo nötig, begleitend homöopathisch.« Magdalena Schönberger und ihre Familie bewirtschaften einen von inzwischen über 350 Naturland-Betrieben der Molkerei Berchtesgadener Land. Das Alnatura Magazin im Gespräch mit Bernhard Pointner, Geschäftsführer der Milchwerke Berchtesgadener Land Chiemgau eG Alnatura Redaktion: Wie sehen Sie die Zukunft der Landwirtschaft – und insbesondere der Molkerei-Genossenschaft langfristig? Bernhard Pointner: »Wir sind abhängig von den richtigen Kaufentscheidungen unserer Kunden. Weg von den billigen Discounter-Milchprodukten hin zur Bio- Premium-Qualität. Das ermöglicht uns, den Bauern weiterhin einen fairen Milchpreis zu bezahlen. Aber letztendlich entscheidet der Kunde am Regal, ob er bereit ist, für die faire Bio-Milch einen höheren Preis zu bezahlen. Bislang kaufen die Deutschen leider 80 Prozent ihrer Milch zum Discounterpreis. Das muss sich ändern.« Sie wurden bereits zweimal für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis nominiert. Was zeichnet Sie als nachhaltiges Unternehmen aus? »Mal abgesehen von unseren fairen, ökologischen und sozialen Anstrengungen versuchen wir an allen Stellschrauben zu drehen, um unsere CO 2 -Bilanz zu opti - mie ren. Angefangen bei unserem Fuhrpark mit 80 Pkws und Lkws: Ein 40-Tonner verbraucht bei uns dank Einsatz modernster Fahrtechnik 26 Liter auf hundert Kilometer. Im Vergleich dürfte ein Pkw nur einen Liter Benzin pro hundert Kilometer verbrauchen.« Und wie sieht es mit den Verpackungen aus? »Wir haben begonnen, unsere verschiedenen Milchverpackungen auf eine nachhaltige Kartonverpackung mit einer Beschichtung auf Zuckerrohrbasis umzustellen. Bei den Joghurtbechern ist es eine Kombination aus Pappe und Plastik. Leider funktioniert es ganz ohne Plastik noch nicht. Aber wir arbeiten daran. Und wir sind ein verantwortungsvoller Arbeitgeber in der Region, beschäftigen 420 Mitarbeiter und bilden aktuell 25 Lehrlinge aus.« Sie sind regional fest verankert in Oberbayern und die Milch der Kühe stammt nur aus der Region entlang des nördlichen Alpenkamms vom Watz mann bis zur Zugspitze. Aber warum sollten Menschen aus anderen Regionen, wo es auch Bio-Milchvieh gibt, Berchtesgadener Molkereiprodukte kaufen? »Wir sind die erste und eine der größten Bio-Molkereien in Bayern, verarbeiten insgesamt im Jahr 315 Millionen Liter Milch, »Wir werden davon profitieren, dass die Bio-Kunden immer kritischer werden, auf ökologische, faire und qualitativ hochwertige Produkte achten und deren Herkunft hinterfragen.« Bernhard Pointner, Geschäftsführer der Milchwerke Berchtesgadener Land Chiemgau eG 18 Alnatura Magazin Mai 2018

Topfen – der bayerische Speisequark, hergestellt nach traditioneller Art. Die magere Variante eignet sich besonders zum Backen, da sie eine feste, trockene Konsistenz hat. REZEPT Anitas Alm-Käsekuchen Zutaten für 8 Stück Mürbeteig: 250 g Mehl / 125 g Zucker / 1 Prise Salz / 1 Eigelb / 1/2 Päckchen Backpulver / 125 g kalte Butter + etwas für die Form / 1 Glas Apfelmark (700 g) / Topfenmasse: 6 Eier / 250 g Zucker / 1 Prise Salz / 125 g weiche Butter / 1 Päckchen Vanillezucker / 1 kg Bio-Quark, Magerstufe / 6 EL Zitronensaft / 2 EL Mehl davon 100 Millionen Liter Naturland- oder Demeter-zertifizierte Bio-Milch – selbst verständlich streng getrennt von der konventionellen Milch. Das hört sich nach richtig viel an. Aber es handelt sich dabei um lediglich 0,8 Prozent des gesamten Milchaufkommens in Deutschland. Da sind wir im Verhältnis eine kleine Dorfmolkerei. Unsere 1 700 Bauern haben durchschnittlich nur 27 Milchkühe und sind kleinbäuerliche Betriebe. Bei uns in den Bergen funktioniert keine industria lisierte Landwirtschaft. Unsere Bio-Milch ist entweder Demeter- oder Naturland- zertifiziert. Und das Wissen um die Herkunft eines Produkts ist mindestens so wichtig wie der regionale Trend. Hinzu kommt, dass unsere Bio-Alpenmilch besser schmeckt als eine Milch aus dem Flachland.« Was ist Ihr persönliches Lieblings produkt der Molkerei und warum? »Der Bio-Topfen schmeckt mir besonders gut, weil wir berühmt sind für unsere Quarkprodukte. Wir beliefern seit Jahrzehnten Konditoreien mit unserem tra ditionell hergestellten Topfen, aus dem sich ein sagenhafter Käsekuchen backen lässt.« Verraten Sie uns bitte das Rezept? Zubereitung Für den Mürbeteig Mehl auf ein Backbrett sieben. Zucker, Salz, Eigelb und Backpulver dazugeben. Kalte Butter in kleinen Stücken darauf verteilen. Alle Zutaten schnell zu einem Teig verkneten, der sich gut ausrollen lässt. Bei Bedarf noch Mehl hinzufügen. Teig im Kühlschrank etwa 1 h kühl stellen. Danach ausrollen und den Boden einer gebutterten rechteckigen Backform damit auslegen. Backofen vorheizen auf 200 °C (Umluft 185 °C). Apfelmark auf den Mürbeteig geben und glatt verstreichen. Für die Topfenmasse Eier trennen und das Eiweiß mit 1/3 des Zuckers und dem Salz steif schlagen. Weiche Butter mit dem restlichen Zucker und Vanillezucker schaumig schlagen, nach und nach die Eigelbe zugeben und weiter schlagen. Topfen, Zitronensaft und Mehl unterrühren, bis eine cremige Masse entsteht. Zum Schluss den Eischnee unterheben und die Masse auf den mit Apfelmark bestrichenen Mürbeteig geben. Im vorgeheizten Backofen 45–50 min backen. braucht Zeit Zubereitungszeit: ca. 20 min + ca. 45–50 min Backzeit + ca. 60 min Kühlzeit Nährwerte pro Stück: Energie 749 kcal, Fett 32 g, Kohlen hydrate 93 g, Eiweiß 24 g

digitale Sammlung

Neu eingetroffen

© 2021 by Alnatura