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Alnatura Magazin Juni 2021

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Sommer liebt Salat // Alkoholfreies Bier ist im Kommen // Herzlichen Glückwunsch: Bioland wird 50!

30 Jahre Ökola Seit 30

30 Jahre Ökola Seit 30 Jahren arbeitet Ökoland daran, die Welt jeden Tag ein bisschen besser zu machen. Das Unternehmen aus Niedersachsen bietet tierische, aber auch vegetarische und vegane Produkte in Verantwortung für Mensch, Tier und Natur. Die vier Leitbegriffe: Qualität, Verantwortung, Genuss und Lebensfreude. Das Alnatura Magazin hat nachgefragt, was Ökoland darunter versteht, und selbst einige Produkte getestet. D as Unternehmen Ökoland ging 1991 aus der seinerzeit größten Bioland- Erzeuger gemeinschaft hervor. 2021, also genau 30 Jahre später, blickt Ökoland auf ein breites Sortiment aus tierischen, vegetarischen und veganen Bio-Produkten. Es waren von Bio überzeugte Landwirtinnen und Landwirte, die die Gründung der Erzeugergemeinschaft veranlassten, da sie sich mit der Direktvermarktung ihrer Produkte schwertaten und ein Zusammenschluss Kräfte bündeln sollte. Denn Anfang der 1990er-Jahre gab es nur selten Bio- Ware auf Wochenmärkten und nur wenige kleine Naturkostläden. Stände von Bio- 24 Alnatura Magazin Juni 2021

ZU BESUCH BEI ÖKOLAND nd Land wirtinnen und -Landwirten wurden häufig als irritierend empfunden und die Verbraucherinnen und Verbraucher waren nur selten bereit, für Bio-Produkte höhere Preise zu bezahlen. »Vor 30 Jahren sah die Bio-Welt noch ganz anders aus«, sagt Patrik Müller, Geschäftsführer von Ökoland. »Da war echte Bio- Pionierarbeit notwendig und wir haben mit großem Öko-Spirit neue Vermarktungswege aufgebaut, die heute selbstverständlich sind. Für viele Landwirtin nen und Landwirte wurde es damit überhaupt erst möglich, Gemüse oder auch Fleisch aus ökologischer Tierhaltung zu vermarkten.« VIEL PLATZ FÜR DIE TIERE Wir möchten wissen, was Ökoland unter ökologischer Tierhaltung versteht, und fahren nach Bückeburg in Niedersachsen. Wir werden von Corinna Loose begrüßt, die gemeinsam mit ihrem Mann Heinz in der 14. Generation den Rethof führt. Sie waren 1993 unter den Ersten, die Bio-Schweinehaltung für Ökoland-Produkte betrieben. Mittlerweile sind es zahlreiche Bio-Landwirte in verschiedenen Regionen Deutschlands. Schnell verstehen wir, dass die Stallungen auf dem Rethof mit viel Auslauf versehen sind. Insgesamt sprechen wir von rund hundert Hektar Land mit Naturschutzflächen. Auf dem Rethof gibt es Schweine, Kühe, Enten und Hühner. »Unser Futter für die Schweine kommt zu mindestens 50 Prozent aus eigenem Anbau vom Hof; das für unsere Rinder sogar zu hundert Prozent. Billiges Kraftfutter ist für uns tabu, ebenso unnötige Medikamentierung«, sagt Heinz Loose. »Im Alter von sieben Monaten und mit einem Gewicht von 120 Kilogramm werden die Schweine bei uns geschlachtet – bei konventionell gehaltenen Schweinen dagegen passiert das in der Regel schon zwei Monate früher.« Seine Frau Corinna Loose fügt hinzu: »Dabei achten wir vor allem darauf, dass die Tiere vor der Schlachtung ausreichende Ruhezeit haben und möglichst keinen Stressfaktoren ausgesetzt sind. Stress schadet nicht nur dem Tier, sondern auch der Qualität des Fleisches, denn es werden Stresshormone ausgeschüttet.« OHNE UNNÖTIGE ZUSATZSTOFFE Purer Geschmack und echter Genuss sind für Ökoland wichtig. Alles, was nicht nötig ist, wird weggelassen. »Konventionelle Produk te enthalten bis zu 316 Zusatzstoffe, nach EU-Öko-Verordnung sind 53 erlaubt, das gesamte Ökoland-Sortiment kommt dagegen mit nur drei aus«, sagt Patrik Müller. »Unser Qualitätsversprechen: Lebens mittel ohne Nitritpökelsalz und ohne unnötige Zusatzstoffe.« Dabei betont der Inhaber, dass das breite Ökoland-Sortiment nicht nur Fleisch und Wurst umfasst, sondern auch vegetarische und vegane Fertiggerichte sowie welche mit Bio-Fisch. »Wir leben einfach gerne mit unseren Tieren zusammen, deshalb möchten wir auch, dass sie ordentlich behandelt werden.« Heinz und Corinna Loose, Inhaber des Rethofs in Bückeburg So geht Ökoland mit Tieren um Wo immer möglich, verwendet Ökoland Fleisch von regionalen Bioland-Höfen. Die Bioland- Richtlinien gehen gerade bei der Tierhaltung über die EU-Öko- Verordnung hinaus: • den Tieren steht noch mehr Platz zur Verfügung • stärkere Einschränkungen bei zuläs sigen Medikamenten • höherer Anteil von Futter, das vom eigenen Betrieb oder einer regionalen Kooperative stammen muss • in der Regel mehr Grünfütterung • deutlich weniger Zusatzstoffe sind zugelassen, unter anderem Ausschluss von Nitritpökelsalz für Fleischerzeug nisse • Beschränkung der Transportwege bis zum Schlachter auf maxi mal 200 Kilometer Alnatura Magazin Juni 2021 25

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