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Alnatura Magazin - Juni 2017

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Konservierungsstoffe und

Konservierungsstoffe und Ge schmacksverstärker? »Darüber haben wir noch nicht einmal geredet«, sagt Claudio Mossa, Geschäftsführer von Pasta Nuova. Bio und die italienische Kochtradition passen ganz selbstverständlich zusammen.

HERSTELLER-REPORTAGE Amore di Pasta Im baden-württembergischen Graben-Neudorf zwischen Karlsruhe und Heidelberg stellt ein Familienunternehmen mit italienischen Wurzeln frische Pasta-Spezialitäten her. Alnatura besuchte die Genussfabrik Pasta Nuova. Eine gute Pasta? Die besteht aus reinem Hartweizengrieß. Die Qualität ergibt sich aus den Rohstoffen«, erklärt Claudio Mossa, Geschäftsführer von Pasta Nuova. Aus dem Nudelteig, der konsequent ohne Ei hergestellt wird, zaubert Mossa köstliche Pasta-Variationen wie Tortelloni oder Ravioli. Manchmal sind sie mit Ricotta gefüllt, manchmal mit Kürbis oder mit Spinat, und das sind längst nicht alle Variationen. Allerdings muss sich Mossa mit allzu außergewöhnlichen Kreationen bremsen. »Tortelloni mit einer Radicchio-Füllung würde sicher jeder gern mal probieren, aber werden sie auch gekauft?«, gibt Mossa zu bedenken. Hier harmoniert die Liebe zu Kulinarik mit betriebswirtschaftlichem Denken – was sich in einem stetigen Wachstum des 1990 gegründeten Unternehmens zeigt. Begonnen hat alles als Ein-Mann-Betrieb, heute beschäftigt das Unternehmen 35 Mitarbeiter und bildet drei Lebensmitteltechniker aus, Pläne zur Produktionserweiterung stehen bereits. Das Rezept des Erfolges liegt in der Leidenschaft für Pasta. Und die stellt man am besten mit hochwertigen Rohwaren her. Mossa bezieht sie überwiegend aus Italien, ausnahmslos in Bio-Qualität und hergestellt unter Einhaltung der Sozialstandards, wie Arbeitnehmerrechte. Die Verfügbarkeit sichert das Unternehmen mit langfristigen Kontrakten. Allerdings ist die Beschaffenheit der Ware auch immer von der jeweiligen Ernte abhängig – in manchem Jahr ist das Basilikum sehr aromatisch, dann wieder weniger. Es braucht viel Erfahrung, diese Unterschiede über die Rezeptur wieder auszugleichen und den erwünschten Geschmack der Produkte konstant zu halten. Die Entscheidung für ursprüngliche und natürliche Zutaten, also für Bio-Rohstoffe, war von Anfang an klar. Tortelloni ohne Kühlung mithilfe von Konservierungsstoffen und mit Aromen herzustellen, das stand nie zur Debatte. »Darüber haben wir noch nicht einmal geredet«, erzählt Mossa lachend. Bio und die italienische Kochtradition passen eben ganz selbstverständlich zusammen. Die kulinarische Tradition hat Mossas Vater Leandro, der heute 74 Jahre alt ist, aus Sardinien mitgebracht. Der junge Leandro Mossa reiste damals zunächst von Italien aus als Schiffsjunge durch die Welt, bis er 1960 dann als einer der ersten Gastarbeiter nach Deutschland kam und blieb. Schließlich lernte er hier seine große Liebe kennen, Claudio Mossas Mutter, und fand mit ihr in Deutschland seine neue Heimat. Das Glück hätte perfekt sein können – wären da nicht die deutschen Teigwaren gewesen. Eine wirkliche Enttäuschung … Die hatten nun gar keine Gemeinsamkeit mit Pasta, wie sie in Italien auf den Tisch kommt. Also wurde einfach zu Hause gekocht. Und in 30 Jahren reifte die Idee, typisch italienische Pasta Nuova kurz gefasst Hersteller von frischen Bio-Pasta-Spezialitäten Gründung 1990 Standort Graben-Neudorf Geschäftsführer Claudio Mossa Mitarbeiter 35 Tipp Auf der Facebook-Seite des Unternehmens sind Videos der Produktion zu sehen pasta-nuova.de Alnatura Magazin 06.2017 17

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