Aufrufe
vor 3 Jahren

ALNATURA MAGAZIN JULI 2018

  • Text
  • Alnatura
  • Natur
  • Juli
  • Magazin
  • Vegan
  • Menschen
  • Deutschland
  • Boden
  • Produkte
  • Wasser
Veganes Karamell-Cashew-Eis mit Erdnüssen und weitere Rezepte

Aktuelles aus Bio-Welt

Aktuelles aus Bio-Welt und Gesellschaft Voelkel: Engagement für Bienen Im Rahmen des Projektes BienenBlütenReich von Mellifera e.V. hat die Naturkostsafterei Voelkel die Patenschaft für eine fünf Hektar große Blühfläche übernommen und trägt so zum insgesamt hundert Hektar großen Lebensraum für Bienen, Hummeln und Co. bei. Mit einer Spende von 10.000 Euro möchte Voelkel darüber hinaus langfristig zur Aufklärung beitragen und Fort bildungen von Mellifera zum Thema Bienenpädagogik unterstützen. Erstmals im November 2018 werden hierzu fünf jeweils zweitägige Seminare stattfinden, die rund 750 Kinder und Jugendliche erreichen sollen. »Gentechnik – nein danke!« Verbraucher legen Wert auf nachhaltig produzierte Nahrungsmittel. Vermehrt wollen sie die Herkunft der Produkte überprüfen können. Dies hat Auswirkungen auf die Nachfrage nach nicht gentechnisch veränderten (GV), biologisch produzierten oder anderweitig zertifizierten Sojabohnen. Den größten Anstieg erwartet die niederländische Rabobank aus der EU, die dadurch langfristig stärker auf Importe von Nicht-GV-Bohnen angewiesen ist. Derzeit werden 350 Millionen Tonnen Sojabohnen jährlich gehandelt, davon bisher 38 Mill ionen Tonnen nicht-GV. ••• Hawaii entwickelt sich zum größten Experimentierfeld für Gentechnik im Agrarsektor. Die Biotech-Konzerne Monsanto, Syngenta, Dow AgroSciences, DuPont Pioneer und BASF führten in den vergangenen zwei Jahrzehnten auf der Inselgruppe mehr als 5 000 Freiland versuche für pestizidresistentes GV-Saatgut durch. Dank ihrer fruchtbaren Böden und dem feuchten Klima sind mehrere Ernten pro Jahr möglich. Protestbewegungen der Bevölkerung werden mit Millionen-Dollar-Kampagnen von Monsanto beantwortet (Gentech-News, 25.04.2018). MH Speick Organic 3.0: Ganzheitlich nachhaltig Das Naturkosmetikunternehmen Speick hat unter dem Namen Speick Organic 3.0 besonders nachhaltige Produkte auf den Markt gebracht. Die Verpackung besteht komplett aus »Green Polyethylene« (Bio-PE). Das Zuckerrohr – die Basis für das Bio-PE – stammt aus Brasilien, wo es kontrolliert angebaut und geerntet wird. Ebenfalls vor Ort wird das Zuckerrohr zu Etha nol und Bio-PE verarbeitet. Der dabei anfallende Pressrückstand dient der Erzeugung von Öko-Strom, der wiederum in die PE- Produktion fließt. Jede hergestellte Tonne Bio-PE bindet so durch die natürliche Ressource Zuckerrohr 2,5 Tonnen CO 2 . PUNKTE SPENDEN – GUTES TUN Hilfe gegen Altersarmut Jedes Speick-Produkt enthält den Extrakt der hochalpinen Speick-Pflanze. Ein Leben lang gearbeitet und dennoch reicht die Rente nicht für das Nötigste – dieses Schicksal trifft mehr als drei Millionen Menschen in Deutschland. Als erster Verein deutschlandweit setzt sich LichtBlick Seniorenhilfe e.V. seit 2003 für Senioren ein, deren Mittel für ein Leben in Würde und gesellschaftliche Teilhabe nicht ausreichen. Dabei engagiert sich der Verein auf zwei Ebenen: als Helfer und als Fürsprecher. Als Helfer unterstützt er bedürftige Senioren dauerhaft finanziell. Hand in Hand mit Spendern und Partnern sorgt er beispielsweise dafür, dass sich Betroffene endlich ein neues Paar Schuhe, eine neue Matratze oder Lebensmittel leisten können. Als Fürsprecher geben die Helfer bedürftigen Senioren eine Stimme und wirken gesellschaftlichen Fehlentwicklungen zulasten alter Menschen entgegen. Alnatura Kundinnen und Kunden können das Engagement der LichtBlick Senioren hilfe unterstützen, indem sie ihre PAYBACK Punkte spenden. Das ist bereits ab einem Stand von 200 Punkten möglich. payback.de/spendenwelt 34 Alnatura Magazin Juli 2018

ZEIT FÜR MICH Geduld: Frieden mit der Situation schließen Barnhouse Aussaat-Tag 2018: Gemeinsam Zukunft säen Wieder ein Erfolg war der diesjährige Hafer-Aussaattag, den der Knuspermüsli-Hersteller Barnhouse im Rahmen seines Regionalprojektes für Getreideanbau veranstaltete. Kunden, Mitarbeiter, Bio- Landwirte, Freunde und Nachbarn erschienen zahlreich zum gemeinsamen Säen. Ausgesät wurde der »Barnhouse-Hafer« SinaBa, der weltweit erste Spelzhafer aus rein ökologischer Züchtung, dessen Weg zur Sortenzulassung von Barnhouse finanziell unterstützt wurde. Gemeinsam mit dem Getreide wurde Leindotter gesät, der in der Blütezeit das Getreidefeld zu einer wertvollen Nahrungsquelle für Wildbienen macht. »Bio-Produkte kommen auch aus Monokulturen.« Was antworten Sie auf den Vorwurf, dass Bio-Produkte auch aus Monokulturen stammten? Als Erstes klären Sie, was Ihr Gegenüber mit Monokultur meint. Ewigen Maisanbau auf derselben Fläche? Nein, das gibt es im Bio-Anbau nicht. Dort werden die jährlich anzubauenden Ackerkulturen – zu denen zählt das Getreide Mais – stets in einer Fruchtwechselwirtschaft angebaut. Oder spricht Ihr Gegenüber von Dauerkulturen wie Weinreben, Obstbäumen, Tee, Kaffee oder Kakao zum Beispiel? Solche über mehrere Jahre oder Jahrzehnte auf ein und derselben Fläche wachsenden Pflanzen kann man als Plantagen- oder Dauerkulturen ansprechen. Hier steht in der Tat nur eine Kulturpflanzenart auf einer Fläche und dies für viele Jahre. Der Unterschied zur konventionellen Landwirtschaft zeigt sich in der Bodenbearbeitung und Düngung sowie der Begrünung zwischen den Kulturpflanzen. Der Bio-Landbau sorgt dafür, dass der Boden in Dauerkulturanlagen nicht blank der Sonne, dem Regen oder dem Wind ausgesetzt ist. Er lässt gezielt Klee, blühende Mischungen oder Gras dort wachsen. Wenn Wasser knapp ist, wird der Unterwuchs gemulcht. Keinesfalls wird er mit Totalherbiziden »weggespritzt«. Es gibt große Unterschiede zwischen Biound konventionellen Dauerkulturen. MH Ungeduld ist unbefriedigend. Ärger und Aggression zu unterdrücken oder sie auszuleben, macht das Leben für uns und andere anstrengend. Doch wir sind meist in Eile. Unsere Bedürfnisse sollen sofort befriedigt werden. Die Dinge sollen so sein, wie wir es uns wünschen. Wir können nur zwischen Geduld oder Ungeduld wählen, wenn wir lernen, mit einem »kühlen Kopf« innezuhalten. Geduld bedeutet, die Pause zwischen Empfinden und Handeln zu erkennen. In diesem Augenblick entscheiden wir, ob wir die Situation mit Verständnis und Nachsicht sehen wollen oder nicht. Statt dem gewohnten Handlungsdrang zu folgen, können wir das, was gerade geschieht, mit Offenheit und einem »warmen Herzen« begrüßen. Konzentrieren wir uns aufs Herz, so wird uns klar: Wir haben die Wahl, Frieden mit der Situation zu schließen. Das schafft Vertrauen und Gleichmut. Wer mit sich in Frieden ist, bleibt ausgeglichen. Fünf-Minuten-Meditation Lass mit dem Ausatmen ein Gefühl von Gleichmut aufsteigen. Nichts muss erreicht, nichts verändert werden. Alles ist in Ordnung, so wie es ist. Erinnere dich an eine Situation, wo du ungeduldig, ängstlich oder nervös warst. Hatte es mit dem Verhalten einer anderen Person zu tun oder mit einer Situation, in der du dich selbst verurteilt hast? Ist es dir möglich, damit in Kontakt zu treten? Lass deinen Kopf kühl werden. Lass das Gefühl so, wie es ist, und gib ihm Raum. Umarme die Schwierigkeiten mit einem warmen Herzen. Heiße alles willkommen. Wenn wir mit dem zusammen sind, was geschieht, brauchen wir nichts aus dem Weg gehen. Wir sind hier, nicht in der Zukunft. Wenn du nicht versuchst, leidvolle Gefühle zu kontrollieren, verblassen sie. Fühle hinein in den wachen, weiten Raum, in dem diese Gefühle erscheinen. Lass los in die Stille. Vertiefe deinen Gleichmut und dein Mitgefühl mit kühlem Kopf und warmem Herzen. ››› Gerald Blomeyer Podcast hören: blomeyer.berlin/podcasts.html Alnatura Magazin Juli 2018 35

digitale Sammlung

Neu eingetroffen

© 2021 by Alnatura