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Alnatura Magazin Januar 2020

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Vogel des Jahres: Die Turteltaube // Warenkunde: Pflanzliche Proteine // Rezeptideen: Köstliches mit Kichererbsen // Alles fürs Klima: Klima, Mensch und CO2

Algen auf dem Teller

Algen auf dem Teller Algen können so ziemlich überall vorkommen: im Meer, in Binnengewässern wie Seen oder Flüssen, aber auch im Eis, an Baumstämmen oder auf Felsen. Es gibt Hunderttausende Arten, von denen erst ein Bruchteil erforscht ist. Ihre Einsatzgebiete sind vielfältig. Sowohl die Nahrungsmittel- als auch die Kosmetikindustrie, die Pharmazie oder etwa auch die Energiebranche interessieren sich für sie. In der Ernährung vieler Kulturen spielen Algen eine Rolle – man denke an Sushi oder an Algensalat. Häufig sind es großblättrige Makroalgen, die auf den Teller kommen. Von ihnen lassen sich die winzigen Mikroalgen unterscheiden, von denen Spirulina und Chlorella die bekanntesten sind und die als Nahrungsergänzungsmittel angeboten werden. Algen sind hierzulande aber auch häufig Bestandteil von Nahrungsmitteln, bei denen man es nicht unbedingt vermutet. In Form von Agar­ Agar, Alginat oder Carrageen können Algenprodukte beispielsweise in Pudding, Backwaren oder auch im Speiseeis stecken. Die Vorgaben der EG-Öko-Verordnung gehen Ihnen nicht weit genug. Warum nicht? Tröster: »Die EG-Öko-Verordnung erlaubt zum Beispiel Gülle, bei Wasserkulturen ist das unserer Meinung nach nicht ratsam. Das Naturland-Siegel verbietet Gülle bei Mikroalgen und garantiert außerdem die Einhaltung sozialer Standards wie etwa eine faire Bezahlung. Unsere Anforderungen gehen zum Teil noch weiter. Bei den PAKs etwa gelten gesetzliche Höchstwerte von 50 Mikrogramm je Kilo. Bei Naturland sind es 25 Mikrogramm, unser Höchstwert liegt bei nur 10 Mikrogramm.« Auf Ihrer Homepage schreiben Sie: »Spirulina ist für Sanatur das wertvollste Lebensmittel unserer Zeit.« Warum? Tröster: »Spirulina enthält sehr viele Mikronährstoffe, etwa Vitamin A und Eisen. Zudem besteht die Zellwand des Cyanobakteriums aus Mehrfachzucker.« Ein Beitrag der Verbraucherzentrale zum Thema Spirulina trägt den Titel »Viel Grün und wenig dahinter«. Dort heißt es, der Eiweißanteil sei gering, das enthaltene Vitamin B12 schlecht nutzbar. Ist es vielleicht doch eher der Glaube daran, der Spirulina wirken lässt? 28 Alnatura Magazin Januar 2020

Von hier bezieht Sanatur seine Mikroalgen: Im tro pischen Klima Südtaiwans kultiviert Femico seit mehr als 30 Jahren Spirulina und Chlorella in Becken, die mit kontrolliertem Bergquellwasser gespeist sind. Schädler: »Wir behaupten nicht, die Menschen sollten nur noch Spirulina essen. Als Ergänzung sind unsere Mikroalgen für alle Menschen geeignet. Es gibt jedoch Fälle, in denen Spirulina besonders sinnvoll ist: Nach manchen Operationen etwa kann man nur wenig Nahrung zu sich nehmen. Hier liefert sie Mineralien und Vitamine, die an hochwertiges Eiweiß gebunden sind. Was das Vitamin B12 betrifft, loben wir es auf der Verpackung nicht aus, da der Gehalt in seiner Menge schwankend ist und sich im Laufe des Alterungsprozesses abbaut.« Wir können Obst und Gemüse von überall her im Supermarkt kaufen. Reicht das für die Nährstoffversorgung nicht aus? Schädler: »Ich bin auf dem Land groß geworden, da haben wir gegessen, was im Garten wuchs. Heute ist der Alltag anders. Für alle, die es nicht schaffen, sich so gesund zu ernähren, wie sie gerne möchten, bieten unsere Produkte eine natürliche Möglichkeit, die Ernährung rein pflanzlich zu ergänzen.« Sie kommen ursprünglich aus der Steuerbranche. Wie sind Sie auf die Idee gekommen, geschäftlich komplett neues Terrain zu erschließen? Schädler: »Die früheren Inhaber der Firma waren unsere Mandanten im Steuerbüro, so entstand die Idee. Aufgrund meiner Erfahrung habe ich mir die Geschäftsführung zugetraut und ich habe ja entsprechendes Fachpersonal. Die Produkte waren mir vertraut, ich hatte das Gefühl, sie tun mir gut. Also dachte ich: Das mache ich.« JL Hersteller-Tipps zur Einnahme Bei gesunder Lebensweise und einer im Allgemeinen guten gesundheitlichen Verfassung empfiehlt Sanatur, Spirulina zweimal jährlich für vier Wochen in den Speiseplan zu integrieren. Bei erhöhtem Nährstoffbedarf ist Spirulina den Herstellerangaben zu - folge auch dauerhaft als Nahrungsergänzung geeignet. Sanatur empfiehlt bei Erwachsenen eine tägliche Dosis von 4,8 Gramm beziehungsweise zwölf Tabletten. Alnatura Magazin Januar 2020 29

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