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Alnatura Magazin Februar 2020

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Achtsam leben: Gemeinsam Lebensmittel retten // Warenkunde: Müslivielfalt // Rezeptideen: Originelles mit Müsli

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16 Alnatura Magazin Februar 2020 Schon gewusst? Die Teepflanze wird in den Tropen und Subtropen, insbesondere in Hochlagen, kultiviert. Die Sorten bezeich nungen Darjeeling und Assam gehen auf die jeweilige Anbauregion zurück: den westbengalischen Distrikt Darjeeling sowie den indischen Bundesstaat Assam. Indien gehört neben China, Kenia, Sri Lanka und der Türkei zu den bedeutendsten Anbau ländern für Tee.

HERSTELLER-INTERVIEW Zweite Chance Bio Die indische Ambootia Tea Group revitalisiert verlassene Teegärten und bewirtschaftet diese nach biologischdynamischen Kriterien. Das Alnatura Magazin sprach mit dem Vorstand und Geschäftsführer Sanjay Bansal über den Anbau, die Arbeitsbedingungen und die Zusammen arbeit mit dem deutschen Tee-, Kaffee- und Gewürzspezialisten Lebensbaum. Mit Teetrinken das Klima schützen? Das geht. Darjeeling- und Assam-Tees von Lebensbaum haben einen positiven Klima- Fußabdruck. Das heißt, beim Anbau werden mehr CO 2 -Äquivalente im Boden gebunden, als bei der Herstellung entstehen. Redaktion: Was ist das Besondere an den Tees von Ambootia? Sanjay Bansal: »Die Teeindustrie in Indien ist ursprünglich auf einem Modell der wirtschaftlichen Ausbeutung aus der Kolonialzeit aufgebaut. Wir arbeiten kontinuierlich daran, uns von diesem System zu lösen. Unsere Idee ist es, verlassene und durch den konventionellen Anbau ausgelaugte Teegärten wiederzubeleben – und zwar durch eine sozial und ökologisch verantwortliche Wirtschaftsweise. Ambootia hat Anfang der 1990er-Jahre angefangen, den Teeanbau komplett auf Bio um zustellen, und gehört damit zu den maßgeblichen Treibern der Bio-Bewegung in Indien.« Warum setzen Sie auf biodynamischen Anbau? »In den 1970er- und 1980er-Jahren ging die Produktivität vieler indischer Teegärten aufgrund des hohen Einsatzes von Pestiziden deutlich zurück. Die jahrelange Verwendung von Chemikalien wirkte sich nicht nur negativ auf die Bodenqualität und die Umwelt aus, sondern auch auf die Gesundheit der Arbeiterinnen und Arbeiter in den Teegärten. Ein weiterer Grund für die Umstellung war die wachsende Nachfrage nach biologisch produzierten Lebensmitteln. Unser Wunsch ist es, die Vorteile des ökologischen Landbaus für Mensch und Umwelt voll auszu schöpfen.« Wie funktioniert der Anbau von Tee ganz konkret? »In den kalten Wintermonaten kümmern wir uns in erster Linie um den Boden. So wird beispielsweise Kompost eingebracht, um die Bodenqualität und die Nährstoffsituation zu verbessern. Auch das Setzen junger Teepflanzen sowie das Beschneiden und die Pflege bestehender Sträucher finden über den Winter statt. Im Frühjahr starten wir bereits Ende März mit der ersten Ernte, dem sogenannten First Flush. Die Erntesaison dauert bis Mitte November.« »Lebensbaum und wir wollen gemeinsam ein qualitativ hochwertiges und zugleich sozial und ökologisch verantwortliches Produkt herstellen.« Sanjay Bansal, Geschäftsführer Ambootia Tea Group Teepflückerinnen in einem Teegarten von Ambootia. Alnatura Magazin Februar 2020 17

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