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Alnatura Magazin Dezember 2019

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Fondue für alle // Warenkunde: Schokolade // Alnatura Qualität: Oekologische Verpackungen

»Immer mehr Menschen

»Immer mehr Menschen entscheiden sich für eine bewusstere Ernährung und wenden sich Clean Eating zu. Das Pure und Unverfälschte gewinnt neue Anhänger.« Franziska Rosario, Geschäftsführerin bei Lovechock HERSTELLER-REPORTAGE Weniger, aber liebevoller Kann man Schokolade-Naschen mit Clean Eating vereinbaren? Ja, meint Lovechock, wenn die Kakaobohne möglichst wenig verarbeitet und kein raffinierter Zucker zugefügt wird. Aber wie schmeckt eine solche Schokolade denn? Das Alnatura Magazin hat die Schokoladenfabrik von Lovechock nahe Amsterdam besucht und ausgiebig probiert.

Ein Teil der Lovechock Familie: René Bos, Sandra Zonneveld, Janine Korte, William Dekker und Franziska Rosario (v. l. n. r.). Küsschen hier, Küsschen da. Umarmungen, zugewandtes Schulterklopfen. Was wie Wiedersehens - freude unter guten Freundinnen und Freunden aussieht, ist bei Lovechock die Begrüßung zwischen Geschäftsführerin Franziska Rosario und ihren Büro- und Fabrik-Kolleginnen und -Kollegen. Ja, man versteht sich gut bei Lovechock, so viel steht fest. Nomen est omen? Zumin dest lieben alle ihre Schokolade. William Dekker ist gelernter Koch, Konditor und Chocolatier. Bei Lovechock verantwortet er die Produktentwicklung und erklärt die Herausforderung, eine vegane Raw-Schokolade herzustellen mit möglichst wenig Kokosblütenzucker, ohne raffinierten Zucker, ohne Rohrohrzucker, ohne Milch, ohne Walzen und Conchieren der Kakaomasse. Beim Conchierungsprozess wird die Schokoladenmasse bis zu 72 Stunden lang gerührt und stark erhitzt, um die Bitterstoffe zu entfernen. Darauf verzichet Lovechock. Mut zum Weglassen verlangt mehr Wissen Beim Walzen und Conchieren verwandelt sich die roh anmutende, krümelige Struktur in eine glatte, leicht schmelzende Masse. Genau das wollen sie eben nicht bei Lovechock, weil bei starken Verarbeitungsprozessen auch wertvolle Inhaltsstoffe der Kakaobohne verloren gehen. Ziel ist es, eine möglichst pure, un verarbeitete Schokolade zu produzieren, deren Zutaten zu hundert Prozent bio- zertifiziert sind. Dadurch ist auch die Textur der Lovechock rauher und weniger cremig. Die Kakaobohnen stammen wegen der hohen Qualität und dem exzellenten Geschmack aus vier Koope rativen in Ecuador und bald auch von Kakaobauern aus Peru. Lovechock kauft direkt bei den Kakaobäuerinnen und -bauern und zahlt um 25 Prozent mehr, als ihnen der ständig wechselnde Weltmarktpreis einbringen würde. Zuletzt besuchten die Einkäuferin Sandra Zonneveld und William Dekker Kakaobauern in Peru, um zusätzlich neue Partner zu finden. Entscheidend ist, wo und wie die Kakaobäume kultiviert sind, wann die Ernten stattfinden, wie die Kakaobohnen anschließend fermentiert und getrocknet werden. Auch auf eine volle, umfassende Röstung der Bohnen von über 40 Minuten wird verzichtet zu gunsten einer schonenden Röstung, die nur wenige Minuten dauert, das Produkt aber mikrobiologisch sicher macht, ohne es bis zum Kern zu erhitzen. Dabei bleiben alle wichtigen Inhaltsstoffe erhalten, die den besonderen Raw-Geschmack ausmachen. Alnatura Magazin Dezember 2019 15

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