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Alnatura Magazin August 2021

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UNSER WALD L ediglich 21

UNSER WALD L ediglich 21 Prozent der Bäume in deutschen Wäldern verfügen noch über eine vollständig intakte Baumkrone, wie die Waldzustandserhebung 2020 des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) feststellt. Es ist der schlechteste Wert seit Beginn der Auswertung im Jahr 1984. Die übrigen 79 Prozent der Baumkronen weisen mehr oder minder große Schäden auf. Die anhaltende Trockenheit führte vielerorts dazu, dass Bäume ihre Blätter vorzeitig abwerfen mussten. Zurückzuführen ist der dramatische Befund vor allem auf den voranschreitenden Klimawandel und die Dürreperioden der letzten Jahre, Stürme und Waldbrände. Der deutsche Wald ist in einem kritischen Zustand. So viel steht fest. Wald im Wandel NUR ZWEI VON ZEHN BÄUMEN GESUND Bereits im Bericht für 2019 waren die Zahlen historisch schlecht gewesen, doch im vergangenen Jahr nahmen die Schäden noch einmal zu. Sprunghaft angestiegen ist der Anteil der Bäume, die innerhalb eines Jahres abgestorben sind. Besonders deutlich war der Anstieg bei der Fichte: Rund 4,3 Prozent aller beobachteten Bäume starben ab, üblich sind Werte zwischen 0,1 und 0,2 Prozent. Zusätzlich sind gerade Fichten-Monokulturen von der massenhaften Vermehrung des Borkenkäfers betroffen, der aufgrund der Trockenheit leicht in die Bäume eindringen konnte. Doch da Fichten schnell und gerade wachsen, hat die Forstwirtschaft in den letzten Jahren stark auf diese Spezies gesetzt. Diese Rechnung ging nicht auf: Sehr viele Fichten müssen nun gefällt werden. Viele Menschen in Deutschland lieben Waldspaziergänge. Doch dem Wald geht es schlecht. Ein Blick in die Baumkronen reicht aus, um das festzustellen. Eine Beobachtung, die in dramatischer Art und Weise vom Waldzustandsbericht 2020 bestätigt wird. 1 Doch vielleicht begegnen uns hierzulande bald andere Baumarten, die besser zum trockeneren Klima passen. Die Libanonzeder wächst bis zu einer Höhe von 50 Metern und mag es gar nicht feucht. 42 Alnatura Magazin August 2021 1 Quelle: bmel.de/SharedDocs/Downloads/DE/Broschueren/ergebnissewaldzustandserhebung-2020.pdf?__blob=publicationFile&v=8

HERSTELLER-EMPFEHLUNG* Beim Waldspaziergang fällt auch bei den Buchen eine deutliche Kronenverlichtung auf. Das bedeutet, den Bäumen fehlen 25 Prozent oder mehr der normalen Blattmasse. Gerade einmal jede zehnte Buche hat eine intakte Baumkrone. Und auch der Kiefer geht es nicht sehr viel besser, sie ist ähnlich der Fichte von massivem Schädlingsbefall geplagt. Immerhin: Der Zustand der deutschen Eiche verbesserte sich laut Waldzustandserhebung 2020 etwas: »Die Eiche zeigt somit erste Anzeichen der Regeneration, bleibt jedoch weiterhin auf einem hohen Schadniveau«, heißt es darin. ANDERE BAUMARTEN FÜR DEN WALD? Die Politik will beim Pflanzen neuer Bäume helfen. Insgesamt stehen rund 1,5 Milliarden Euro Fördergelder für kommunale wie private Waldbesitzende bereit. Und sicherlich ist Aufforstung sinnvoll, denn Bäume sind in der Lage, CO 2 zu binden und dem Boden Halt zu geben. Doch welche Arten sind die richtige Wahl und werden im Angesicht weiterer Dürresommer und steigender Temperaturen überlebensfähig sein? Die Bayerischen Staatsforsten präsentieren in ihrem Magazin »Klimawald 2.0« einige Baumkandidaten, die aufgrund der ihnen nachgesagten Überlebensfähigkeit eventuell zukünftig häufiger in unseren (trockenen) Wäldern anzutreffen sein werden: Da sind zum einen einige heimische Arten, die bis dato im Wald eher im Hintergrund geblieben sind. Wie der Speierling, er verträgt hohe Temperaturen gut. Dann der Feldahorn, der sehr tolerant gegenüber Trockenheit ist, aber auch kurzzeitige Überflutungen aushält. Gut mit anhaltender Dürre kommen auch die Elsbeere sowie die Esskastanie zurecht. Neben den heimischen Arten gibt es auch vielversprechende Kandidaten aus anderen Kulturen. Wie den Stammgast aus Amerika, die Douglasie, die Baumhasel, deren Verbreitung sich vom Balkan bis zum Himalaja erstreckt, oder die in Nordafrika ansässige Atlaszeder. Sie sind allesamt an hohe Temperaturen und lange Trockenzeiten gewöhnt. Auch gut möglich, dass wir beim Waldspaziergang in den deutschen Mittelgebirgen eines Tages einer Libanonzeder gegenüberstehen. Sie kam bereits in der Antike gut mit dem heißen Klima zurecht. Eines ist aber sicher, sofern der Klimatrend anhält: Die Fichte wird immer mehr schwinden; eng wird es auch für die Waldkiefer und die Rotbuche. Diese Baumarten werden vermutlich künftig viel seltener in unseren Wäldern zu finden sein. Ein alarmier endes Bild, das der Waldzustandsbericht zeichnet – und die Prognosen für 2021 sind sogar noch schlechter. Unser vertrautes Bild des heimischen Waldes gerät also immer mehr ins Wanken. Auch deshalb ist es wichtig, dass wir alle einen Beitrag zum Klima- und damit auch zum Waldschutz leisten. MF Cosnature Repair-Shampoo Avocado & Mandel vegan oder Repair-Spülung Avocado & Mandel vegan Die Douglasie aus Amerika kann bis zu 60 Meter hoch wachsen und verträgt Trockenheit. Der Speierling ist eine heimische, wenig verbreitete Art, erreicht bis zu 30 Meter Höhe und kommt mit Trockenheit gut zurecht. Das Shampoo pflegt das Haar und wirkt Haarschäden entgegen. Die Spülung hilft, Haarbruch sowie Splissbildung zu vermindern. Beide Produkte kräftigen die Haarstruktur und sorgen für Geschmeidigkeit und Glanz – dank der Formel mit Avocado und Mandel. Besonders geeignet für strapaziertes und brüchiges Haar. Repair-Shampoo Avocado & Mandel 200 ml 1,69 € (100 ml = 0,85 €) Repair-Spülung Avocado & Mandel 200 ml 1,99 € (100 ml = 1,– €) * Bei dieser Produktvorstellung handelt es sich um eine Anzeige. Sie erhalten die Produkte in Ihrem Alnatura Super Natur Markt.

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