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Alnatura Magazin August 2018

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Bunte Mini-Tomaten von Eosta // Warenkunde: Kartoffel und Süßkartoffel // Einblicke in die Bio-Gärten auf dem Alnatura Campus

Aktuelles aus Bio-Welt

Aktuelles aus Bio-Welt und Gesellschaft »Früher gab ’s kein Bio, und den Menschen hat es nicht geschadet.« Bis zum Ersten Weltkrieg war praktisch alles bio, was in der Landwirtschaft passierte. Erst seit der Zeit ist die großtechnische Stickstoffdüngersynthese möglich und damit mengenmäßige Erträge, die vorher unvorstellbar waren. Bereits Mitte der 1920er- Jahre fanden sich Fachleute in den Bereichen Landwirtschaft, Medizin und Naturwissenschaften zusammen, die sich wegen nachlassender Produkt- und Saatgutqualität sowie Fruchtbarkeit der Nutztiere im Gefolge der Mineral düngung Sorgen machten. Sie begründeten den Bio-Landbau, der dann sehr langsam wuchs. Noch in den 1970er-Jahren gab es in Deutschland keine 500 Bio-Höfe. Allmählich wurden die negativen Auswirkungen der chemisch-technisch optimierten Landwirtschaft unübersehbar. Junge Menschen forderten Alternativen, verlangten den Schutz der Umwelt und einen deutlich bedachteren Umgang mit der Agrochemie. Unseren Großeltern hat das Aufwachsen mit einer klassischen, mit wenig Agrochemie betriebenen Landwirtschaft gewiss nicht geschadet. Wie das für unsere Eltern, uns selbst, die Generation der Kinder und Enkel ist oder sein wird? Die Erde nicht zu zerstören und sich für eine Landwirtschaft in besserem Einklang mit der Natur einzusetzen, das kann so verkehrt nicht sein. MH »Gentechnik – nein danke!« Die Schweiz unterhält eine Eidgenössische Ethikkommission für die Biotechnologie im Ausserhumanbereich. In ihrem Bericht zum Thema Vorsorge im Umweltbereich kommt sie zu dem Schluss, dass sich der Vorsorgegedanke in jedem Feld der Umwelttechnologie ethisch begründen lässt und bei der Regulierung neuer Technologien mit Wirkung auf die Umwelt konsequent gestärkt werden muss (Gentech-News, 23.05.2018). ••• Deutschland hat in der EU für die Zulassung von Zucker und Melasse gestimmt, die aus der gentechnisch veränderten (GV) Zuckerrübe H7-1 gewonnen worden sind. Es handle sich nicht um lebende Pflanzen oder Pflanzenteile; insofern äußerten zwar die Grünen in Deutschland, nicht jedoch das Agrar- und das Umweltressort Bedenken (Informationsdienst Gentechnik, 25.04.2018). Zuckerrüben dürfen in GV- Qualität bei uns nicht angebaut, aber verkauft werden. Wer GV-Zucker sicher vermeiden will, nimmt Bio-Produkte. MH PUNKTE SPENDEN – GUTES TUN Unicef rettet Kinder in Afrika Die Ernährungssituation für Kinder in mehreren Regionen Afrikas ist verheerend. In Ländern wie dem Südsudan, Nigeria, Äthiopien, Somalia oder auch Malawi sind Millionen Menschen von tödlichem Hunger bedroht, darunter zahllose Kinder. Zu den Ursachen gehören die Auswirkun gen des Klimawandels, Krieg und bewaffnete Konflikte sowie Krankheiten wie HIV/Aids und Malaria. Die Lage ist nicht hoffnungslos, aber wir müssen jetzt handeln, um die Mädchen und Jungen rechtzeitig zu versorgen. Unicef ist in allen betroffenen Ländern vor Ort und leistet umfangreiche Hilfe. Mit seinen Partnerorganisationen sorgt das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen für sauberes Trinkwasser und kümmert sich darum, dass Kinder untersucht, geimpft und behandelt werden. Die Hilfe wirkt: Ein Großteil der mangelernährten Kinder, die zum Beispiel mit energiereicher Erdnusspaste behandelt werden, kann vor dem Verhungern gerettet werden. Sie können Unicef dabei unterstützen, Hungersnöte zu verhindern, indem Sie Ihre PAYBACK Punkte spenden. payback.de/ spendenwelt 10 Jahre followfish Auf der Biofach 2008 präsentierte followfish erstmals sein Nachhaltigkeitskonzept für Wild- und Zuchtfisch. Neu war nicht nur der Ansatz, ein konsequent nachhaltiges Fisch- und Meeresfrüchte-Sortiment anzubieten, sondern auch die Idee, mit einem Tracking-Code erstmals volle Transparenz vom Wasser bis zum Endkunden zu bieten. Von followfish gibt es mittlerweile auch Pizza-Produkte, Räucherlachs und Fischkonserven – der handgeangelte Thunfisch von den Malediven ist das erste Fair-Trade- Fischprodukt auf dem europäischen Markt. followfish dankt allen Unterstützern, Partnerinnen, Kritikern und Liebhaberinnen. Das Versprechen zum 10. Geburtstag des Unternehmens: Es bleibt spannend – zur Vision »Meere retten« kommt die Vision »Unsere Böden retten« hinzu. Denn was sind gesunde Meere ohne gesunde, lebende Böden? Mehr unter followfish.de 34 Alnatura Magazin August 2018

Sonnentor feiert 30-jähriges Jubiläum Seit 30 Jahren zeigt Sonnentor als Experte für Kräuter und Gewürze: Es geht auch anders! Von Anfang an setzte das österreichische Unternehmen auf Bio-Qualität und entwickelte innovative Produkte mit kreativem Design. Nachhaltiges Wirtschaften sowie ein direkter und fairer Handel mit allen Partnern sind seit jeher wichtige Grundwerte. Höchste Qualität wird nach wie vor durch sorgfältige Hand arbeit garantiert. Sonnentor ist zudem ein echter Familienbetrieb; Gründer Johannes Gutmann und seine Frau Edith sind die Seele des Unternehmens. Anlässlich des runden Geburtstages ist der Gute- Laune- Tee in neuem Design erhältlich. Exzellenzförderung klein bäuerlicher Landwirtschaft Der Lemonaid & ChariTea e. V. zielt darauf ab, die sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Strukturen im Globalen Süden zu verbessern. Unterstützt werden aktuell 24 lokale Initiativen in Afrika, Asien und Lateinamerika. Eines dieser Projekte ist der »Bulungula Incubator«, eine Entwicklungsorganisation im Ostkap von Südafrika. Die Region ist trotz hoher Bodenfruchtbarkeit von extremer Armut geprägt. Fehlende Wasserinfrastruktur, geringe finanzielle Mittel, schlechter Zugang zu Saatgut sowie mangelndes Wissen um Anbaumethoden bedeuten große Hemmnisse für die lokale Bevölkerung. Das »Bulungula Zentrum für exzellente kleinständige Landwirtschaft« wurde ge gründet, um der lokalen Bevölkerung mit Know-how, Weiterbildungs maßnahmen und technischer Unterstützung unter die Arme zu greifen. Außerdem bietet es den Nutzerinnen und Nutzern die Möglichkeit, den Transport des Gemüses zu organisieren und ihre Rohwaren weiter zuverarbeiten. Sie können somit ihr Einkommen erhöhen und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Steigerung der Nahrungssicherheit in der Region. Der Verein fördert den Aufbau der notwendigen Infrastruktur und die damit verbundenen Produktionskosten. Mehr unter lemonaid-charitea-ev.org ZEIT FÜR MICH Einfach sein, statt geschäftig zu sein Wer sich wohlfühlt, empfindet sich als Teil eines Ganzen und im Einklang mit der Natur. Wir sind mit unserem Körper, den anderen und der Erde verbunden. Wer leidet, fühlt sich getrennt, verletzlich und unvollständig. Wir haben Angst, zu versagen oder abgelehnt zu werden. Wer sich nicht wertschätzen kann, will sich verbessern oder durch Geschäftigkeit und Konsum seine Unsicherheit überdecken. Wer sich so beweisen will, kann weder loslassen noch entspannen. Wir reagieren auf Unangenehmes mit Abneigung. Schmerzen werden zu Leiden. Wir fühlen uns allein, die Welt wird klein und eng. Das Streben nach Kontrolle und Perfektion kann unsere Ängste, Scham und Eifersucht nicht auflösen. Der Druck weicht, indem wir uns eingestehen, dass wir so sind, wie wir sind. Freiheit entsteht, indem wir unsere Grenzen anerkennen. Das bedeutet, auch unsere unerwünschten, verborgenen und nicht gefühlten Schattenseiten willkommen zu heißen. Wir können nun in unserer von Angst getriebenen Geschäftigkeit innehalten und unser Sein in diesem Augenblick würdigen. Fünf-Minuten-Meditation Halte inne. Achte, wie der Körper von alleine atmet. Lasse das Gewicht des Körpers zu. Spüre, wie die Füße den Boden berühren. Welche Empfindungen sind da? Bin ich ängstlich oder deprimiert? Fühle ohne Bewertung noch tiefer: Was glaube ich jetzt, in diesem Augenblick? Was wurde verletzt? Was will gesehen oder akzeptiert werden? Gibt es eine kritische innere Stimme, die dich ängstigt oder abwertet? Hab Mitgefühl mit diesen Empfindungen. Merke, wie langsam ein Gefühl der Verbundenheit entsteht. Weite das Mitgefühl auf alle deine Verletzungen aus. Merke, wie das »Sich-unwürdig-Fühlen« weich wird und sich auflöst. Nichts muss versteckt oder repariert werden. Wir nehmen alles, was sich persönlich anfühlt, an. Damit erwachen wir aus dem Gefühl der Getrenntheit und können uns mit dem Leben verbinden. ››› Gerald Blomeyer Podcast hören: blomeyer.berlin/ podcasts.html Alnatura Magazin August 2018 35

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