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Nachhaltigkeitsbericht 2015/2016

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Sinnvoll für Mensch und Erde – das ist seit mehr als 30 Jahren unsere Vision von Nachhaltigkeit, die wir bei Alnatura denken und leben. In unserem neuen Nachhaltigkeitsbericht stellen wir zum zweiten Mal transparent und umfassend dar, was das konkret bedeutet.

Nachhaltigkeitsbericht 2015 / 16 Nachhaltigkeitsbericht 2015 / 16 Der biologische Landbau steht für eine Landwirtschaft, die Umwelt und Ressourcen schont und sowohl gegenwärtigen als auch zukünftigen Generationen sauberes Wasser, gesunde Böden und Nahrung bereitstellen kann. Grundlage der biologischen Landwirtschaft ist der Kreislauf- und Organismusgedanke: Natürliche Wechselbeziehungen werden genutzt, und es wird im Einklang mit der Natur gewirtschaftet. Auf dem Feld 6. Bio und Nachhaltigkeit • Bodenfruchtbarkeit Grundlage für eine nachhaltige Landwirtschaft und gesundes Wachstum der Pflanzen ist ein fruchtbarer Boden. Dafür sorgen im Bio-Landbau abwechslungsreiche Fruchtfolgen, organischer Dünger und eine schonende Bodenbearbeitung, die den wertvollen Humus im Boden erhalten. Ein gesunder Boden bietet unzähligen Organismen Lebensraum: So leben im Boden einer Bio-Ackerfläche 50 Prozent mehr Spinnen und 50 bis 80 Prozent mehr Regenwürmer als im Boden mineralisch gedüngter Flächen. Auf ihrer Suche nach Nahrung durchwühlen die Organismen den Boden und bilden Gänge, die den Boden durchlüften und Wasser speichern können. Diese erhöhte Speicherfähigkeit hilft Pflanzen durch Trockenperioden. Ein gesunder Boden bindet zudem bis zu 15 Prozent mehr Kohlenstoff als konventionell bewirtschaftetete Böden, der so nicht mehr in die Atmosphäre entweichen kann. Damit leisten gesunde Böden einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz. • Pflanzengesundheit Durch vielfältige Fruchtfolgen und eine abwechslungsreiche Landschaftsgestaltung fördert die ökologische Landwirtschaft die Biodiversität. Die Artenvielfalt von Pflanzen und Insekten auf ökologisch bewirtschafteten Ackerflächen ist bis zu 45 Prozent höher als auf konventionell bewirtschafteten Äckern. Zudem verzichtet der Bio-Landbau auf den Einsatz von Organismen oder Produkten, die mithilfe von Gentechnik hergestellt werden. Auch mineralische Stickstoffdünger und chemischsynthetische Pestizide werden im Bio-Landbau nicht verwendet. Das stabilisiert natürliche Lebensräume und spart im Vergleich zur konventionellen Landwirtschaft – je nach Form der Bewirtschaftung, biologisch oder biologisch-dynamisch – zwischen 34 und 53 Prozent des Dünger- und Energieeinsatzes. Im Stall • Artgerechter Umgang Der artgerechte Umgang mit Tieren ist ein zentrales Thema im ökologischen Landbau. Die Tiere haben in der Re- Für Bio-Legehennen selbstverständlich: Der Ausgang ins Freie gel mehr Stallfläche mit Tageslicht zur Verfügung sowie regelmäßigen Auslauf an der frischen Luft. Eingriffe am Tier wie das Kupieren der Schwänze, Stutzen der Schnäbel oder Abkneifen der Zähne dürfen in der ökologischen Tierhaltung nicht systematisch, sondern nur im begründeten Ausnahmefall durchgeführt werden. • Vorbeugende Tiergesundheit Die Gesundheit der Tiere sichert der Bio-Landbau vorbeugend: über eine bedarfsgerechte Nährstoffversorgung, eine niedrigere Besatzdichte und die Wahl geeigneter Rassen. Krankheiten werden bevorzugt mit pflanzlichen oder anderen alternativen Mitteln behandelt. Synthetische Medikamente werden nur verabreicht, wenn alternative Behandlungsmethoden keinen Erfolg versprechen. Die Behandlungsart und -dauer werden genau dokumentiert. Nach dem Medikamenteneinsatz ist die Wartezeit, bis ein Lebensmittel von dem behandelten Tier gewonnen werden darf, doppelt so lange wie in der konventionellen Tierhaltung vorgeschrieben. Der vorbeugende Einsatz von Antibiotika ist verboten. • Flächengebundene Tierhaltung Gemäß dem Ideal der Kreislaufwirtschaft werden nur so viele Tiere auf einem Betrieb gehalten, wie von der Betriebsfläche ernährt werden können. Ist ein Betrieb nicht in der Lage, eine ausgewogene Mischung an Futtermitteln anzubauen, decken Bio-Betriebe höchstens die Hälfte ihres Bedarfs mit dem Zukauf zertifizierter Bio-Futtermittel. Die Ausscheidungen der Nutztiere werden auf den Betriebsflächen ausgebracht, wo sie als Dünger dienen. Die Anpassung von Betriebsflächen und Tierbeständen stellt sicher, dass nicht mehr Gülle und Mist entsorgt werden müssen, als der Boden aufnehmen kann. Nitratwerte in den Böden von Bio-Viehbetrieben sind mit 27 Milligramm pro Liter dreimal geringer als bei konventionellen Betrieben und unterschreiten die EU-Richtlinie für Grundwasser, die einen Höchstwert von 50 Milligramm vorschreibt, deutlich. Das minimiert Risiken für die Qualität des Grundwassers. Auf dem Teller Immer mehr Menschen entscheiden sich ganz bewusst für eine Ernährung mit qualitativ hochwertigen Bio-Lebensmitteln. Die besondere Qualität von biologischen Lebensmitteln zeigt sich in ihrem in der Regel hohen Gehalt an sekundären Pflanzeninhaltsstoffen und einer äußerst geringen Belastung mit Schadstoffen. Dem Öko-Monitoring des Landes Baden-Württemberg 2014 zufolge ist Bio-Obst 80 Mal geringer mit Pestizidspuren belastet als vergleichbares Obst aus konventioneller Erzeugung. Bio-Gemüse weist sogar 320 Mal weniger Pestizidrückstände auf. Durch den Verzehr von Bio-Lebensmitteln können Verbraucher zudem die Aufnahme von Zusatzstoffen begrenzen. Nur 48 der 316 in der EU für verarbeitete Lebensmittel zugelassenen Zusatzstoffe dürfen bei Bio-Lebensmitteln verwendet werden. Ein Pilotprojekt: Kann der Mehrwert von Bio-Lebensmitteln ökonomisch gemessen werden? Mit dieser Frage beschäftigte sich das Beratungsunternehmen Soil & More 2014 im Auftrag von Alnatura. Soil & More untersuchte Milch der Demeter-Molkerei Schrozberg, die Hauptzutat mehr erer Alnatura Produkte wie Kefir und Rahm joghurt ist. In einer Gesamtkostenanalyse bezifferte Soil & More externe Kosten, die bei der landwirtschaftlichen Erzeugung der Milch etwa durch Treibhausgasemissionen, Bodenerosion und Wassernutzung entstehen. Demnach erbringt die biodynamische Bewirtschaftung einen ökologischen Mehrwert von 5 Cent je Kilogramm Milch oder 170 Euro je Hektar. 26 27

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