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Alnatura Nachhaltigkeitsbericht 2017/2018

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Der Alnatura Nachhaltigkeitsbericht stellt unseren Beitrag für Mensch und Erde gebündelt und umfassend dar.

Nachhaltigkeitsbericht 2017 /18 33 x 34 x 14 x 7 x 8 x 3 x • Vegetarische und vegane Ernährung Rund 90 Prozent der Alnatura Produkte sind vegetarisch, etwa 65 Prozent vegan. Neben Produkten, die von Natur aus vegan sind, konzipieren wir neue Produkte mit veganer Rezeptur wie die Alnatura Kokos-Mandel-Creme oder die Haselnuss-Nougat-Creme. Bei vegetarischen Fleischalternativen setzen wir auf Vielfalt: Seitan, Soja und Sojaprodukte wie Tofu, Lupine und weitere Hülsenfrüchte bilden die Basis von Produkten wie Alnatura Falafel oder Black-Bean-Cashew-Burger. sehr gut gut Testergebnisse Öko-Test und Stiftung Warentest von Alnatura Produkten im Zeitraum 2013 bis 2017 nicht, aber ein Minimierungsgebot. Für die Zukunft gilt: Mit der steigenden Messgenauigkeit moderner Analysetechnik können immer kleinere Mengen unerwünschter Stoffe nachgewiesen werden. Gleichzeitig arbeiten Bio-Bauern weiter daran, die Erntemethoden so zu verfeinern, dass immer weniger Beikräuter mit erfasst werden. Die Verbrauchermagazine Öko-Test und Stiftung Warentest bewerten regelmäßig Alnatura Produkte und prüfen dabei häufig, ob eine Belastung mit Mineralölspuren vorliegt. Solche führten beim Alnatura Italienisches natives Olivenöl extra im Februar 2016 zu einer Abwertung. Da die Glasflasche des Alnatura Olivenöls eine gute Barriere ist, kommt der Transportkarton der Flaschen, eine typische Ursache für Mineralölspuren, nicht in Frage. In der Verarbeitung kommen die Oliven für das Alnatura Öl nicht mit mineraölhaltigen Schmierfetten in Berührung. Daher führen wir die Rückstände im Produkt auf die umweltbedingte Grundbelastung zurück, zum Beispiel durch Feinstaub, den die Olivenfrüchte während des Wachstums aufnehmen können. Dadurch, dass Mineralöle als Treibstoff oder zur Kunststoffherstellung heutzutage breit angewendet werden, finden sich ihre Bestandteile inzwischen überall in der Umwelt in winzigen Spuren. Dennoch: Die Testergebnisse nehmen wir ebenso wie Laborbefunde oder Kundenrückmeldungen zum Anlass, uns konsequent weiterzuentwickeln und gemeinsam mit unseren Herstellern an weiteren Verbesserungsmöglichkeiten zu arbeiten. Im Kundenfokus befriedigend ausreichend mangelhaft ungenügend Bei der Entwicklung neuer Alnatura Produkte berücksichtigen wir aktuelle Trends in Ernährung und Gesellschaft, die Kundenwünsche hervorbringen und das Kaufverhalten beeinflussen. • Convenience Food und Palmöl Rund 40 Prozent der Deutschen kochen fast nie. Die Nachfrage nach vorgefertigten Lebensmitteln, auch Convenience Food genannt, ist dementsprechend hoch. Daher bieten wir leicht und schnell zuzubereitende Produkte in Bio-Qualität an, etwa Kartoffelknödel oder tiefgekühlte Pizza. Bei der Entwicklung dieser Produkte achten wir auf möglichst geringe Salz- und Zuckergehalte sowie schonende Herstellungsverfahren und prüfen, wo die Zutat Palmöl wirklich nötig ist. Denn gerade bei verarbeiteten Produkten wird häufig Palmöl eingesetzt; Angaben von Greenpeace und WWF zufolge steckt es bereits in jedem zweiten Produkt aus dem Supermarkt. Palmöl vereint viele Vorteile: Es ist bei Zimmertemperatur streichfähig, lange haltbar, geschmacksneutral und hitzestabil. Doch um die hohe Nachfrage nach konventionell erzeugtem Palmöl zu decken, werden Regenwaldflächen vor allem in Indonesien und Malaysia für Palmölplantagen gerodet. Das Bio-Palmöl für Alnatura Produkte stammt von vergleichsweise kleinen Betrieben in Kolumbien, Brasilien und Ecuador, wo der Anbau auf bereits zuvor landwirtschaftlich genutzten Flächen stattfindet. Und: Der Ersatz von Palmöl durch andere Fette wie Rapsöl, Butter oder Kokosöl ist nicht immer sinnvoll. Einer Studie des WWF von 2016 zufolge weist die Ölpalme mit 3,3 Tonnen Ertrag pro Hektar mit Abstand die beste Flächeneffizienz auf. Würde man Palmöl vollständig durch andere Öle ersetzen, wären große zusätzliche Anbauflächen nötig. Relevant ist das vor allem bei einem Austausch durch Soja- oder Kokosöl, die ebenfalls in den Tropen angebaut werden. • Tierwohl Alle tierischen Alnatura Produkte stammen aus ökologischer Erzeugung und entsprechen den in der EG-Öko-Verordnung festgelegten Vorgaben zu möglichst artgerechter Tierhaltung. Da Bio-Anbauverbände weitergehende Anforderungen an die Tierhaltung stellen, beziehen wir möglichst viele unserer tierischen 30

Nachhaltigkeitsbericht 2017 /18 ALNATURA Produkte von verbandszertifizierten Landwirten und Herstellern. Derzeit sind rund 65 Prozent unserer Eier, Fleisch- und Milchprodukte verbandszertifiziert. BR U DERK Ü KEN-INITIATIVE Zudem engagieren wir uns aktiv für mehr Tierwohl in der Landwirtschaft, beispielsweise mit dem Alnatura Tierwohlprogramm für Legehennen: Im Rahmen dieses Programms besuchen eigens geschulte Auditoren jährlich alle 28 Hühnerhöfe, die Eier für die Marke Alnatura liefern. Insgesamt fanden bisher 334 Audits statt, bei denen bis zu 25 Hennen aus jeder Herde nach 20 Punkten, vom Gefieder über die Krallen bis zum Kamm, untersucht werden. Werden Mängel bei der Gesundheit der Tiere festgestellt, muss der Betrieb nachbessern. Unsere Kunden informieren wir auf der Webseite alnatura.de/eier, im Alnatura Kundenmagazin, über Faltblätter in den Alnatura Filialen sowie mit Einlegezetteln in den Eierschachteln über das Tierwohlkonzept und die Eierhöfe. Auch mit dem Alnatura Origin Ei setzen wir uns für das Tierwohl von Hühnern ein. Die Hühner leben auf den verbandszertifizierten Höfen in kleinen Herden in mobilen Hühnerställen. Die gelegten Eier werden regional vermarktet: So stammen die in Berlin erhältlichen Origin Eier aus dem Ökodorf Brodowin (Demeter) in Brandenburg, in den Hamburger Super Natur Märkten kommen sie von Gut Wardow (Bioland) in Mecklenburg-Vorpommern und die Filialen in Nordrhein-Westfalen werden von Ackers Biohof (Bioland) sowie dem Biogut Rosenthal (Bioland) beliefert. Ein weiteres Merkmal der Origin Eier ist die Aufzucht der männlichen Bruderküken. Die Bruderküken-Initiative, die Alnatura 2016 ins Leben gerufen hat, führt dieses Engagement weiter. Seit Oktober 2017 gilt für alle Eier der Marke Alnatura: Die männlichen Geschwisterküken aller Legehennen auf den Alnatura Partnerhöfen werden mit aufgezogen. Um das Fleisch der aufgezogenen Bruderküken zu vermarkten, entwickeln wir aktuell Produkte mit Geflügelfleisch. So sichern wir die Existenz der Hühner- Landwirte, die für die Aufzucht der Brüder küken erhebliche zusätzliche Kosten tragen müssen. Neben diesen Trends wollen wir die Wünsche und Anregungen unserer Kunden bei der Produktentwicklung berücksichtigen. So stehen die Filialkollegen in den Alnatura Super Natur Märkten für Fragen rund um unsere Produkte zur Verfügung. In Seminaren erarbeiten sie sich umfangreiches Wissen zu Warenkunde, Produktqualität und Bio-Landbau. Auch die Mitarbeiter unserer Handelspartner können ihren Kunden dank zwei- bis dreitägiger Schulungen Auskunft über das Alnatura Sortiment geben. Kann eine Frage nicht direkt in der Filiale beantwortet werden, hilft unser Verbraucherservice. Das zwölfköpfige Team beantwortet Die Alnatura Bruderküken-Initiative: Der Stempel auf den Produkten zeigt den Kunden, dass die männlichen Küken mit aufgezogen werden. jede Anfrage individuell. Auch online können unsere Kunden Feedback zu den Alnatura Produkten geben: So bietet unsere Produktdatenbank eine Bewertungsoption, die positive und kritische Rückmeldungen für jeden sichtbar macht. Auf Facebook werden neue Produkte bis zu 1200 Mal kommentiert und geteilt. Produkte mit Mehrwert Alle Alnatura Produkte sind qualitativ hochwertige Lebensmittel aus kontrolliert biologischer Landwirtschaft. Damit erfüllen sie bereits grundsätzliche Nachhaltigkeitskriterien (siehe S. 25–27). Viele Produkte bieten einen weiteren Mehrwert: Für den Boden: • Alnatura Bio-Bauern-Initiative Mit der Alnatura Bio-Bauern-Initiative (ABBI) wollen wir Bauern in Deutschland zur langfristigen Umstellung auf den Bio-Landbau motivieren. Unsere Kunden können ABBI durch den Kauf von rund 50 ABBI-Produkten, von Alnatura Salzsticks über Rote Bete bis hin zu Deutschem Blütenhonig und Dinkelvollkornmehl, unterstützen: Ein Cent pro verkauftem Produkt fließt in das NABU-Projekt Gemeinsam Boden gut machen. Alle ABBI-Produkte tragen die Banderole mit dem Schriftzug Gemeinsam Boden gut machen. • Mangroven-Projekt Mangrovenwälder zählen zu den sensibelsten Ökosystemen der Erde. Sie bieten unzähligen Arten von Vögeln, Fischen und Reptilien eine Heimat und schützen Küstengebiete vor Erosion und Überschwemmungen. In den vergangenen drei Jahrzehnten wurde knapp ein Viertel der Mangrovenwälder zerstört, unter anderem für den Bau von konventionellen Zuchtfarmen für Garnelen. 31

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