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Alnatura Magazin September 2021

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Wir lieben Italien // Cucina Semplice - die einfache italienische Küche // Livorno - wo die Toskana auf das Meer trifft

WISSENSWERTES ÜBER

WISSENSWERTES ÜBER BIO-LANDBAU Fruchtfolgen: der Schlüssel für nachhaltigen Ertrag Warum der Bio-Landbau sinnvoll für Mensch und Erde ist, wie er funktioniert und vor welchen Herausforderungen wir stehen – all das erklären Ihnen Expertinnen und Experten jeden Monat in dieser Serie. Diesmal erläutert Dr. Christian Bruns, warum Fruchtfolgen im Ackerbau gerade für den Bio-Landbau so wichtig sind. A ls Fruchtfolgen bezeichnet man die Abfolge der Kultu ren auf einem landwirt schaft lichen Betrieb über die verschiedenen Jahre und Vegetationszeiten hinweg. Sie sind abhängig von beispiels weise Bodengüte und Klima. Die Ausrichtung der Frucht folgen ist wichtig für den Erhalt der Bodenfruchtbarkeit und dessen Ertrag. Fehler in der Fruchtfolge können zu übermäßigem Unkraut besatz führen, Pflanzenkrankheiten anreichern, eine ineffiziente Nährstoffversorgung begünstigen und Bodenstruktur sowie Humusversorgung negativ beeinflussen. Während man im konventionellen Landbau mit drei- bis vierjährigen Fruchtfolgen arbeitet, hat der biologische Landbau vielfach Fruchtfolgen, die sich über sechs bis zwölf Jahre erstrecken. Weil im Bio-Landbau keine chemisch-synthe tischen Düngemittel und Pestizide erlaubt sind, ist eine optimierte Fruchtfolge umso wichtiger. ANGEMESSENER ANTEIL AN HUMUS- UND STICKSTOFFMEHRERN Pflanzen- und Wurzelrückstände bilden neben den organischen Düngern aus der Viehhaltung die Grundlage für einen ausgeglichenen Humushaushalt der Böden. Der Kohlenstoff und die Nährstoffe des Humus fördern das Bodenleben. Pilze, Bakterien und Bodentiere bauen die organische Sub stanz ab und bilden damit die Schlüsselfunktion für die Versorgung der Pflanzen mit Nähr stoffen. Daher muss in den Fruchtfolgen ein möglichst hoher Anteil von Pflanzenarten enthalten sein, die zu einer Vermehrung beziehungsweise der Aufrecht erhaltung des Humus spiegels in den Böden beitragen. Dies sind vor allem Leguminosen (Schmetter lingsblütler wie etwa Klee), die neben hohen Wurzelrück ständen auch die Fähigkeit besitzen, Luftstickstoff in Symbiose mit Knöllchenbakterien zu fixieren. Sie sind damit die wichtigsten Stickstofflieferanten für den bio logisch wirtschaftenden Betrieb und sollen einen Anteil von 25 bis 33 Prozent in der Fruchtfolge einnehmen. Typische Vertreter sind neben den verschiedenen Kleearten auch Luzerne, Bohnen, Erbsen, Wicke und vermehrt in jüngerer Zeit auch die Sojabohne. WECHSEL ZWISCHEN STARK- UND SCHWACHZEHRERN Während Leguminosen den Boden mit Stickstoff versorgen, entziehen andere Pflanzen dem Boden diesen Nährstoff. Sogenannte Starkzehrer (hoher Nährstoffbedarf) sind beispielsweise Kartoffeln, Rüben und Mais. Sie sollten näher zu den Leguminosen angebaut werden. Danach können sogenannte Schwachzehrer folgen, die Sommergerste beispielsweise. Ein wesentlicher Grundsatz einer guten fachlichen Praxis ist eine ausgeglichene Humus- und Nährstoffbilanz über die Frucht folge, das heißt ein ausgeglichener Saldo zwischen Bedarf und Angebot an Nährstoffen. WECHSEL ZWISCHEN WINTERUNGEN UND SOMMERUNGEN Um dem Befall mit Krankheiten und Schädlingen wie zum Beispiel mit Drahtwürmern, Pilzen und Bakterien vorzu beugen oder um Problemunkräuter zu regulieren, ist ein wechselnder Anbau von winterharten Kulturen – Winterungen, die im Herbst gesät werden – und Sommer ungen, die im Frühjahr kultiviert werden, notwendig. Kombiniert mit 54 Alnatura Magazin September 2021

HERSTELLER-EMPFEHLUNG* Fruchtfolgegrundsätze • Der Fruchtfolgeaufbau sollte in der Rangfolge bodenverbessernde, Humus aufbauende Kultur, anspruchsvolle, abtragende Kultur und anspruchslose, abtragende Kultur ablaufen. • Leguminosenanteile sollten 25 bis 33 Prozent, der Getreideanteil unter 60 Prozent betragen. • Wechsel zwischen Winter- und Sommerungen • Anbau von Zwischenfrüchten • Einhaltung der Anbaupausen dem Anbau von Zwischenfrüchten (zum Beispiel Phacelia, Ölrettich, Gemenge), die für zusätz liche Diver sität auf dem Acker sorgen, trägt dies zur Risikominderung bei. Außerdem ist ein zeitlich ausreichender Abstand selbst unverträglicher Arten und Artengruppen ein sehr wichtiger, aber nicht unkomplizierter Bestandteil der Fruchtfolgeplanung: So ist ein Anbau Weizen nach Weizen ein Kardinalfehler, da so Pflanzenkrankheiten stark begünstigt werden. Von ganz besonderer Bedeutung ist die Einhaltung der Anbaupausen bei den Körnerleguminosen (Erbsen, Ackerbohnen und Lupinen). Sie sind sehr anfällig für Pilze, die lang lebig sind und sich im Boden anreichern, wenn die Anbaupausen nicht beachtet werden. Diese Pause beträgt zum Beispiel bei Erbsen im besten Fall mehr als neun Jahre. Nur so ist es dem Bio-Landbau möglich, auf die in der konventionellen Landwirtschaft üblichen Pestizide zu verzichten. Gastbeitrag von Dr. Christian Bruns, Universität Kassel, Ökologische Agrar wissenschaften Greenic Bio-Trinkpulver Ashwagandha-Kurkuma-Kraft** vegan oder Rote Immunkraft** vegan Fein gemahlene Trinkpulver; gluten- und laktosefrei. Mit einer ausbalancierten Mischung aus Ashwagandha, Kurkuma, Lucuma, Ingwer und schwarzem Pfeffer oder einem fruchtigen Mix von Hagebutten, Aroniabeeren, Hibiskusblüten, Traubenkernen und Acerola mit Vitamin C. Alle Zutaten stammen aus kontrolliert biologischem Anbau. Die Pulver sind ideal zum Einrühren in Smoothies, pflanzliche Drinks oder Säfte, passen aber auch zu Müsli, Porridge oder Joghurt. Abgefüllt in ressourcenschonenden Aromaschutzdosen. je 130 g 9,99 € (100 g = 7,68 €) * Bei dieser Produktvorstellung handelt es sich um eine Anzeige. Sie erhalten die Produkte in Ihrem Alnatura Super Natur Markt. ** Nicht in allen Märkten erhältlich. Alnatura Magazin September 2021 55

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