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Alnatura Magazin September 2020

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Rezeptideen mit Tomaten / Hersteller-Reportage: Tomatenglück von LaSelva / Alnatura Initiative: Faire Preise für unsere Milchbauern

ALNATURA EINBLICKE Gut

ALNATURA EINBLICKE Gut eingepackt Wir möchten, dass unsere Alnatura Produkte so ökologisch sinnvoll wie möglich verpackt sind. Und sie sollen natürlich ihre guten Eigenschaften behalten, der Geschmack von Nüssen beispielsweise nicht ranzig werden. Das kann doch nicht so schwer sein – oder doch? Dass es die einzig wahre Verpackungslösung nicht gibt, erfahren wir in einem spannenden Gespräch mit Isabell Kuhl. Sie ist stellvertretende Abteilungsleiterin im Qualitätsmanagement und verantwortet das Alnatura Verpackungsteam. Kristin Bartsch, Tanja Keller und Isabell Kuhl (v. l. n. r.) vom Verpackungsteam stellen jede einzelne Verpackung auf den Prüfstand. Die Alnatura Weinflaschen (links) werden mit dem nächsten Jahrgang leichter sein – das spart Produktions- und Transportenergie. Alnatura Magazin: Bei Alnatura gibt es also ein Team, das sich ausschließlich mit möglichst sinnvollen Verpackungen beschäftigt. Warum braucht es das? Isabell Kuhl: »Weil es Alnatura wichtig ist, dass die Produkte eine ganzheitlich hohe Qualität haben und Kundinnen und Kunden darauf vertrauen können, ökologisch sinnvolle Produkte zu kaufen. Es reicht uns nicht, Bio-Produkte anzubieten. Über deren Verpackungen müssen wir uns ebenso Gedanken machen, das heißt die aktuelle Forschung verfolgen, an Studien mitwirken, mit Herstellerpartnern ins Gespräch gehen – das kann nicht ›nebenher‹ laufen, wenn man es ernst nimmt.« Wie kann man sich Ihre Arbeit vorstellen? »Wir sind ein Team von vier Kolleginnen plus eine Kollegin, die in einem Forschungsprojekt mitarbeitet. Eine von uns ist Verpackungsingenieurin. Wir anderen haben ein Studium mit Lebensmittelhintergrund und haben uns unser Verpackungswissen in der täglichen Arbeit und im Austausch mit externen Fachleuten erarbeitet. Bei neuen Produktideen werden wir von den Produktmanagerinnen und -managern sehr früh einbezogen, um optimale Verpackungslösungen im Hinblick auf Produktschutz und Umweltverträglichkeit zu finden. Dabei müssen viele Faktoren bedacht werden – für jedes Produkt aufs Neue. Unsere über 1 300 bestehenden Produkte nehmen wir zusätzlich unter die Lupe, um systematische Verbesserungsmöglichkeiten zu finden. Unser Hauptwerkzeug dabei ist der Alnatura Verpackungsleitfaden. Er basiert auf Ökobilanzen sowie eigenen Berechnungen, zum 40 Alnatura Magazin September 2020 Beispiel zum CO 2-Fußabdruck. Als Ergebnis haben wir dann idealerweise eine Verpackung, die nur das umfasst, was nötig ist, um das Produkt optimal zu schützen, und die gut recycelt werden kann. Zuletzt haben wir im Team eine Masterarbeit betreut, die Ansatzpunkte zeigt, wie die Recyclingfähigkeit von Folien erhöht werden kann, zum Beispiel bei Nussverpackungen. Mit so gewonnenen Einsichten gehen wir auch konkret auf unsere Herstellerpartner zu und können Veränderungen bewirken.« Sie hören wahrscheinlich immer wieder die Frage, warum nicht öfter Papierverpackungen der Vorrang gegeben wird gegenüber Plastik … »Stimmt. Papier erscheint vielen als die ›Öko-Verpackung‹ schlechthin. Aber hier haben wir es mit ›gefühlter Nachhaltigkeit‹ zu tun. Denn um eine Tonne Papier herzustellen, wird so viel Energie benötigt wie für eine Tonne Stahl. 1 Hinzu kommt ein hoher Wasser- und Chemikalieneinsatz. Papierverpackungen müssen für die gleiche Stabilität zudem deutlich dicker sein. Um zum Beispiel Nüsse optimal zu schützen, muss das Papier beschichtet werden. Die Beschichtung erschwert aber das Recycling. Dies sind nur einige Punkte, die zeigen, dass gefühlte und wahre Nachhaltigkeit oft auseinanderliegen. Wir orientieren uns bei Alnatura bewusst an der belegten Nachhaltigkeit.« »Am ressourcensparendsten sind natürlich Verpackungen, die gar nicht erst anfallen.« Isabell Kuhl, Alnatura Qualitätsmanagement Dennoch bietet Alnatura in den Märkten Papiertüten an, zum Beispiel beim Obst und Gemüse. Warum? »Der Weg zu möglichst sinnvollen Verpackungen ist lang. Wir gehen ihn Schritt für Schritt, um unsere Kundinnen und Kunden mitzunehmen. Dadurch, dass wir 2019 die Knotenbeutel aus Plastik abgeschafft haben, müssen die meisten neue Einkaufsroutinen entwickeln. Auch ich habe am Anfang ab und zu vergessen, meine Mehrwegnetze für Obst und Gemüse zum Einkaufen mitzunehmen. Für solche Fälle bieten wir noch Einwegpapiertüten an. Wir informieren aber auf den Tüten, wie unsere Kundinnen und Kunden noch nachhaltiger einkaufen können. Zum Beispiel, indem sie Ware einfach lose aufs Band legen, wie es inzwischen die meisten tun, oder ein Mehrwegnetz aus Bio-Baum - wolle oder recyceltem PET verwenden. Damit sich umweltschonende Verpackungen durchsetzen, ist das Mitmachen der Einzelnen ein ganz wesentlicher Baustein. Dazu gehört manch mal auch das Ändern von Gewohnheiten. Das gilt ebenso für unsere Joghurtbecher. Sie bestehen aus drei Komponenten, die vor dem Entsorgen voneinander getrennt werden müssen, damit unser Recycling-Ziel aufgeht. Solche Schritte gehen unsere Kundinnen und Kunden gerne mit uns, wenn sie den Sinn dahinter nachvollziehen.« In den Alnatura Märkten werden auch Produkte anderer Marken angeboten. Hier hört der Einfluss Ihres Teams auf die Verpackung vermutlich auf, oder? »Wir haben uns Alnatura Verpackungsziele vorgenommen, die wir bis 2025 erreichen möchten (siehe Kasten, Anm. d. Red.). Diese können wir selbstverständlich nur auf unsere Alnatura Produkte 1 umweltbundesamt.de/papier-druckerzeugnisse

»Damit sich umweltschonende Verpackun gen durchsetzen, ist das Mitmachen der Einzelnen ein ganz wesentlicher Baustein.« Isabell Kuhl, Alnatura Qualitätsmanagement und die Service- und Transportverpackungen in unseren Märkten beziehen. Doch unser Engagement erstreckt sich auch auf das Sortiment der Naturkostfachmarken. Immer wieder schauen wir gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen im Sortimentsmanagement, wo es nachhaltiger verpackte Alternativen gibt. So kam es dazu, dass seit Mai Nüsse, Nussmuse und Müsli im Pfandglas sowie Haferdrink in der Pfandflasche erhältlich sind. Das wurde von unseren Kundinnen und Kunden so gut angenommen, dass wir dieses Angebot gerade um weitere Produktgruppen ergänzen.« Was, denken Sie, gefällt den Kundinnen und Kunden so gut daran? Schließlich sind wir hier noch nicht ganz bei einem Unverpackt-System, das sich viele wünschen. »Wir sprachen eben darüber, dass es oft um das Ändern von Gewohnheiten geht. Bei Nüssen und jetzt auch Reis in Joghurt- Pfandgläsern ist das verhältnismäßig leicht, weil man nicht daran denken muss, eigene Gefäße für unverpackte Produkte mitzunehmen, und das Rückgabesystem mit den Gläsern vielen lange bekannt ist. In einzelnen Sortimenten testen wir übrigens auch Unverpackt-Konzepte. Denn am ressourcensparendsten sind natürlich Verpackungen, die gar nicht erst anfallen.« Was ist Ihre Vision als Verpackungsexpertin, sagen wir für die nächsten zehn Jahre? »In den nächsten zehn Jahren wird im Hinblick auf Verpackungen viel passieren – oder vielmehr: passieren müssen. Ressourcen wie Erdöl werden knapper. Deshalb müssen Recyclingkreisläufe weiter geschlossen werden. Eine Alternative zu erdölbasierten Kunststoffen könnten Kunststoffe aus nachwachsenden Rohstoffen sein, und zwar solche, die komplett recyclingfähig sind. Hier gibt es erste Entwicklungen. Es werden verstärkt recycelte Materialien eingesetzt werden. Wir verwenden zum Beispiel seit Neuestem recyceltes PET in den Schalen unserer veganen Convenience-Produkte und in Spenderflaschen für Honig und Sirup. Wahrscheinlich werden Mehrwegverpackungen eine Renaissance erleben und deutlich verbreiteter sein, als wir es uns heute vorstellen können. Daran werden wir uns aber alle in den nächsten Jahren gewöhnen – und die Kundinnen und Kunden in unseren Märkten fangen heute schon an: mit Nüssen aus Joghurt- Pfandgläsern.« Vielen herzlichen Dank für das aufschlussreiche Gespräch! ››› Das Interview führte Martina Grimm. Alnatura Verpackungsziele 2025 Bis 2025 haben wir uns die folgenden Ziele vorgenommen, um unsere Verpackungen noch nachhaltiger zu gestalten: So viel wie nötig, so wenig wie möglich • konsequente (weitere) Reduktion der Verpackungen von bestehenden Produkten und Neuprodukten der Marken Alnatura und 24/7 BIO • 90 Prozent unverpacktes Obst und Gemüse in Alnatura Märkten Mehrfach nutzen • ausschließlich Mehrwegtragetaschen in Alnatura Märkten • 80 Prozent frisches Obst und Gemüse in Mehrwegkisten In Kreisläufen denken • 100 Prozent kreislauffähige Alnatura Verpackungen • 50 Prozent Recyclinganteil bei Alnatura Papier- und PET-Verpackungen In diesen drei Themenbereichen werden wir uns nach und nach weitere Unterziele vornehmen. Alnatura Magazin September 2020 41

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