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Alnatura Magazin September 2020

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Rezeptideen mit Tomaten / Hersteller-Reportage: Tomatenglück von LaSelva / Alnatura Initiative: Faire Preise für unsere Milchbauern

ALLE FÜRS KLIMA

ALLE FÜRS KLIMA Klimawirkung von Verpackungen Alles dreht sich ums Klima, den Klimawandel, die Emission klimaschädlicher Gase. Woher Letztere kommen, wohin sie gehen, wer sie ver ursacht, wie man sie vermeidet. In dieser Serie widmen wir uns monatlich einem klima relevanten Ernährungsthema. Diesmal geht es um die Klimarelevanz von Lebensmittelverpackungen. Sie sind allgegenwärtig, die Bilder von Mikro- und Makroplastik in Gewässern und von Papp-Einwegbechern, die aus öffentlichen Abfalleimern quellen. Verpackungen können aber auch einen großen Nutzen entfalten und sind häufig notwendig, um zum Beispiel verderbliche Waren überhaupt transportfähig zu machen, sie zu schützen und um wichtige Verbraucherinformationen zu tragen. In vielen Fällen können Verpackungen jedoch weggelassen oder wenigstens reduziert werden. Doch der Verpackungsverbrauch in Deutschland nimmt zu. Auffällig ist die Entwicklung bei den Verpackungen aus Papier/Pappe/Karton (Zunahme seit 1991: 50 Prozent) und Kunststoff (Zunahme seit 1991: über 90 Prozent). In welchem Ausmaß diese Entwicklung durch die Nachfrage der Verbraucherinnen und Verbraucher oder die Angebote des Handels geprägt ist, lässt sich schwer beurteilen. Ganz sicher spielen jedoch Konsumgewohnheiten eine Rolle. Mehr Verpackungen, mehr Müll Ein erhöhtes Verpackungsaufkommen bringt mehr Abfälle mit sich, die dann eingesammelt und entsorgt werden müssen. Dabei entstehen genauso wie bei der Herstellung und Nutzung der Verpackungen Umweltlasten. Mit Ökobilanzen kann man diese Lasten über den ge samten Lebensweg von Verpackungen messen. Solche Bilanzen geben auch Auskunft über die Klimawirksamkeit verschiedener Verpackungen und Verpackungs materialien. Das folgende Beispiel zeigt: Die Ergebnisse können durchaus vom »Bauchgefühl« abweichen. Supermärkte bieten Obst und Gemüse mehr und mehr unverpackt an. Konsumierende haben bisher Klimawirkung von Obst- und Gemüsebeuteln in CO 2-Äquivalenten pro 1 000 Beutel für das portionsgerechte Abpacken und den Transport oft sogenannte Knotenbeutel aus Kunststoff verwendet, wobei knapp 10 Kilogramm CO 2-Emissionen je tausend Beutel verursacht werden. Da Kunststoff aktuell kritisch betrachtet wird, findet man zunehmend Papierbeutel als Alternative. Diese verursachen aber knapp 30 Kilogramm CO 2-Emissionen, da sich deren mehr als achtfach höherer Materialverbrauch in der Klimabilanz nachteilig auswirkt. Daher ganz wichtig: Papierbeutel mehrfach verwenden! Oder aber – und noch besser – die im Handel angebotenen Mehrwegnetze verwenden. Sie erreichen ab circa 25 Nutzungen eine bessere Klimabilanz als die Knotenbeutel aus Kunststoff. Besonders nachhaltig ist es, wenn die Mehrwegnetze aus Bio-Baumwolle bestehen. Was kann ich beim Einkauf tun? Mit den folgenden Tipps können Sie klimafreundlicher einkaufen: • Unverpackt einkaufen und Lebensmittel selber verarbeiten. • Stark überverpackte Produkte (wenig Inhalt, viel Verpackung) vermeiden. • Mehrwegverpackungen bei Produkten aus regionaler Herstellung nutzen. • Beim Kauf von Einwegverpackungen auf leichte, materialreduzierte Verpackungen achten, die im Idealfall aus nur je einem Material pro Verpackungsbestandteil bestehen. CO 2 e 200 150 100 50 Mehrweg-Obstnetz aus Bio-Baumwolle (42 g) Mehrweg-Obstnetz aus recyceltem PET (8 g) Obstbeutel aus Papier (17 g) Obstknotenbeutel aus Kunststoff (2 g) 1 11 21 31 41 51 Nutzungshäufigkeit der Beutel 38 Alnatura Magazin September 2020

HERSTELLER-EMPFEHLUNG* Klimawirkung im Verhältnis zum verpackten Produkt Wovon hängt eigentlich die Klimabilanz eines Produkts ab? Vom Lebensmittel selbst oder von der Verpackung? Bei Mineralwasser ist der Fall klar: Die Verpackung dominiert, und zwar unabhängig davon, ob es in einer Mehrwegglas- oder Einweg-PET-Flasche abgefüllt ist. Auch bei vorgeschnittenem Blattsalat in Kunststoffschalen hat die Verpackung einen deutlich größeren Anteil. Denn Letztere ist im Verhältnis zum leichten und nur locker gepackten Blattsalat relativ schwer, was zu einem hohen Verpackungs verbrauch bei wenig Inhalt führt. Genau umgekehrt ist es bei den Salatgurken, die häufig in einer Polyethylen-Schrumpffolie verpackt sind: viel Inhalt und wenig Verpackung. Verhältnis Verpackung und Füllung an den Gesamtemissionen Verpackung Füllgut 100 % 75 % 50 % 25 % Mineralwasser regional, in Pfand-Glas (1 000 Liter) vorgeschnittener Blattsalat in Kunststoffschale (1 000 Stück à 300 g) Gurke in Polyethylen- Schrumpffolie (1 000 Stück à 300 g) Problemfall Kunststoff verpackung? Kunststoffverpackungen, aber auch alle anderen Verpackungsmaterialien, sind vor allem dann problematisch, wenn sie statt in die Abfallsammlung in die Umwelt gelangen. Kritisch ist auch, dass bislang nur etwa die Hälfte aller Kunststoffverpackungen rezykliert wird, denn Recycling hilft häufig, die Klimabilanz zu verbessern. Allerdings kann es aus Klimasicht durchaus vorteilhafter sein, wenn von vornherein weniger Verpackungsmaterial eingesetzt wird, selbst wenn dieses nicht wiederverwertet werden kann (Beispiel: flexible Folienverpackung statt einer festen Schale). ››› Gastbeitrag von Benedikt Kauertz und Andreas Detzel, ifeu-Institut, Heidelberg Vivani Bio-Schokolade Dunkle Vollmilch 50 % Cacao oder Caramel-Inka-Salz Vollmilch 44 % Cacao Mit hohem Kakaoanteil und dezenter Süße sprechen diese beiden Sorten gleichermaßen die Fans von Vollmilchund Bitterschokolade an. Veredelt mit Kokosblütenzucker, der eine leicht karamellige Note mit sich bringt, hat die dunkle Vollmilchschokolade mit 50 Prozent Bio-Panama-Kakao einen besonders zarten Schmelz. Die Sorte Caramel-Inka-Salz mit 44 Prozent Kakao enthält knackige Karamellcrisps und Inka-Sonnensalz aus den peruanischen Anden – die Gegensätze süß und salzig verbinden sich zu einem echten Geschmackserlebnis. je 80 g 2,49 € (100 g = 3,11 €) Lesen Sie auf der nächsten Doppelseite, wie sich Alnatura für sinnvolle und nachhaltige Verpackungen engagiert. * Bei dieser Produktvorstellung handelt es sich um eine Anzeige. Sie erhalten die Produkte in Ihrem Alnatura Super Natur Markt.

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