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Alnatura Magazin September 2019

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Van Gogh im Städel Museum // Olivenöl, Wein und Pasta aus Italien // Pasta-Rezeptideen: Saucenglück

Natalino Fasoli (links)

Natalino Fasoli (links) verantwortet den Keller und Amadio (rechts) die Weinberge. Für Genuss sind sie beide zu haben. HERSTELLER-REPORTAGE Viel Vino für wenig Moneta Die Fasoli-Brüder gehören zu den Bio-Pionieren in Norditalien und sind gleichzeitig bekannt für ihre Spitzenweine. Im kleinen Ort Colognola ai Colli zwischen Verona und Soave reifen die Weine im Keller der Azienda Agricola Fasoli. Das Alnatura Magazin war vor Ort. Rechts: Unweit von Verona und dem Garda see wachsen die Bio-Trauben von Fasoli in begrünten Weinbergen mit hoher Biodiversität. Die Handlese begann im August und endet je nach Rebsorte und Weinstil im Oktober. Natalino Fasoli ist ein freundlicher Mann mit blitzwachen Augen, jederzeit bereit für eine ironische Bemerkung. Gerne feixt er über die preisbewussten deutschen Weintrinkerinnen und Weintrinker, für die es nicht günstig genug sein kann. Aber für billiges Zeug ist er nicht zu haben. Die Fasoli-Brüder – Natalino im Keller und sein Bruder Amadio im Weinberg – sind bekannt für ihre roten Spitzenweine Ripasso und Amarone sowie hochklassige Weiße aus der regional typischen Rebsorte Garganega. Internationale Rebsorten wie Merlot, Chardonnay, Pinot nero und Cabernet Sauvignon bauen sie ebenfalls reinsortig aus. Weinkünstler, Handwerker und Weinbauern im besten Sinne – und das in der vierten Generation. Hinzu kommt, dass die Fasolis zu den Bio-Pionieren in Italiens Norden zählen. Bereits in den 1980er-Jahren entschlossen sich Natalino und sein Bruder, auf ökologischen Weinbau umzusteigen. Warum? Bei diesem Thema wird Natalino sehr ernst. Sein Vater Gino arbeitete hart und nutzte fast 30 Jahre lang auch Kunstdünger und gesundheitsschädliche Pestizide. Damals in den 1950er-Jahren ging es vor allem um den Ertrag, um die größtmög liche Menge Wein. Die knappen Kriegsjahre mussten aufgeholt werden. Nur um welchen Preis? Ende der 1970er-Jahre erkrankte Gino Fasoli schwer. Seine Kinder beschlossen, künftig auf diese Art des Pflanzenschutzes sowie auf die künstliche Steigerung der Traubenernte zu Lasten von Mensch und Boden zu verzichten. Zu Beginn war es nicht einfach, eine ganze Ernte ging verloren. Als sie noch unerfahren waren, erzählt Natalino, versuchten sie die Trauben mithilfe von Algen zu schützen. Doch sie konnten nichts gegen die Pilzkrankheiten Peronospora und Oidium ausrichten. Noch heute ist das Klima für Bio-Winzerinnen und -Winzer in Norditalien schwieriger als für die Kollegen im Süden und das Risiko für Ernteeinbußen höher. In diesem Jahr etwa kam den Mai hindurch bis Anfang Juni so viel Regen und damit Feuchtigkeit in die Weinberge, dass die Fasolis jeden Tag nach eventuellem Pilzbefall Ausschau halten und vorsorglich Schwefel und Kupfer spritzen mussten, die beiden im Bio- Landbau erlaubten Trauben-Behandlungsmittel. Aber bei aller Mühsal verliert Natalino seinen Humor nicht. Bei der gemeinsamen Verkostung von über 20 verschiedenen Weinen aus 22 Alnatura Magazin September 2019

Themenwochen Italien Azienda Agricola Fasoli kurz gefasst • Familien-Weingut seit 1925 • liegt eineinhalb Stunden von Venedig und eine halbe Stunde von Verona entfernt • bewirtschaftet seit Anfang der 1980er-Jahre 20 eigene Hektar ökologisch. Weitere 80 Hektar zwischen Soave und Gardasee sind gepachtet und werden ebenfalls ökologisch bewirtschaftet • produziert u. a. DOCG-Weine wie Amarone della Valpolicella, Valpolicella Ripasso DOC, Bardolino DOC, Lugana DOC, Soave DOC und Prosecco DOC • Übernachtungs- und Restaurant-Tipp in der Nähe: Tenuta Le Cave in Tregnago, umgeben von Fasolis Weinbergen (tenutalecave.com) »Tre Piume« »Tre Piume« in Rot und Rosé* werden bestimmt von einer Cuvée der Rebsorten Corvina, Cabernet Sauvignon und Merlot. Der Rosé passt zu Burrata (weicher Mozzarella mit Sahnefüllung), Tomaten und Basilikum; empfohlene Trinktemperatur: 10–12 °C. Der Rotwein passt zu Melanzane (Aubergine) alla parmigiana; empfohlene Trinktemperatur: 10–14 °C. Im weißen »Tre Piume« verbinden sich harmonisch Garganega, Trebbiano und Chardonnay. Er passt zu Spaghetti alle vongole (Herzmuscheln); empfohlene Trinktemperatur: 10–12 °C. Der Tre Piume Rosato 2018 gewinnt Gold beim International Organic Wine Award 2019. seinem Keller bleibt er kritisch und fragt die Gäste interessiert nach ihrer Meinung. Erwartungsvoll schenkt er seinen Top-Amarone 2013 für 80 Euro die Flasche aus, wartet, bis der schwere Rote im Glas geschwenkt, der Duft aufgenommen und der erste Schluck getrunken ist. Dann reißt er die Augen auf, die Augenbrauen kräuseln sich theatralisch nach oben und Natalino ruft lachend: »Der schmeckt gar nicht, oder?« So spricht jemand, der viel kann und viel weiß über Weine, der aber immer weiter lernen möchte. Wir sind angekommen bei Fasolis Preiseinstiegs-Weinen, die »Tre Piume«, auf Deutsch »Drei Federn«, heißen. Ihr Stil ist leicht und duftig, es sind Begleiter für jeden Tag, aber nicht ohne Anspruch. Egal ob weiß, rot oder rosé, die Weine sind balanciert, ausgewogen in der Säure und lebendig am Gaumen. In jedem der »Tre Piume« stecken drei unterschiedliche Rebsorten, die für die Soave- und Amarone-Region typisch sind: In den weißen Flaschen Garganega, Trebbiano und Chardonnay, im Rosé sowie im Roten Corvina, Cabernet und Merlot. Beste Qualität zu einem möglichst günstigen Preis, so beschreibt Natalino seine Philosophie. Und scherzt dazu: »Unser Problem ist es, dass diese Weine viel zu gut sind für den niedrigen Preis.« SUS Wein des Monats im September * zum Aktionspreis von 4,99 € (statt 5,49 €) * Nicht in allen Märkten erhältlich.

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