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Alnatura Magazin - September 2017

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KLEINES IMKER-TAGEBUCH

KLEINES IMKER-TAGEBUCH September Allmählich kehrt bei den Bienen Ruhe ein. Während draußen die Tage deutlich kürzer werden und sich der Sommer langsam verabschiedet, hat sich das Volk beträchtlich verkleinert. Und das nicht nur in der absoluten Menge. Aus den ehemals drei verschiedenen Bienenarten sind zwei geworden. Gab es im Juni noch eine Königin, viele Tausend Arbeiterinnen und einige Hundert Drohnen, so sind letztere nun im Stock nicht mehr zu finden. Sie wurden verjagt. Von ihren eigenen Schwestern und vermutlich auch auf recht resolute Art. Der herrschenden Ruhe ging eine Drohnenschlacht voraus! Schließlich haben die männlichen Bienen in den Frühjahrsmonaten ihre wesentliche, vielleicht sogar einzige Aufgabe (hier ist sich die Wissenschaft noch uneins), das Begatten der Königin, erfüllt. Über den Sommer wurden sie von den Ammenbienen mitversorgt, doch jetzt im Herbst steht die Effektivität des Volkes an erster Stelle. Und da die männlichen Drohnen weder Nektar noch Pollen sammeln und auch über keinen abwehrenden Stachel verfügen, werden sie vehement aus dem Stock vertrieben. Oft ein jämmerliches Schauspiel und die toten Bienen vor dem Flugloch ein unschöner Anblick. Doch dies gehört zum Wesen des Bien, wie der Insektenstaat in Fachkreisen auch genannt wird. Als Imker lässt man dem Volk seine Ruhe. Mitunter schwer auszuhalten, daher klopfe ich gelegentlich leise gegen die Holzbeute. Ein schwungvolles Brausen ist die Antwort, die mir genügt, um beruhigt wieder von dannen zu ziehen. Immerhin gibt es zu Hause auch einiges zu tun. Denn Honig ist nicht das einzige Bienenprodukt, welches es zu verarbeiten gilt. Wir haben auch Wachs und Propolis gesammelt. Wachs Die Bienen haben bauchseitig kleine Drüsen, aus denen sie Wachs schwitzen. Mit ihren Mundwerkzeugen formen sie daraus feine Plättchen und bauen die typische Sechseck- Wabe. Nach dem Honigschleudern bleibt reichlich von solchem Wachs übrig und kann beispielsweise zu Kerzen verarbeitet werden. Aus dem als besonders rein geltenden Verdeckelungswachs, mit dem die Bienen ihre reifen Honigwaben verschließen, lassen sich Kosmetika wie Lippenpflege, Handcreme oder Seife herstellen. Propolis Bienen sind wahre Baukünstler, nicht nur ihrer genialen Waben wegen. Sie produzieren obendrein ein effektives Verkittungsmittel zum Abdichten von Spalten und Löchern im Stock. Diese sogenannte Propolis – ein Gemisch aus Harz, Pollen, Wachs und ätherischen Ölen – ist in der Naturheilkunde sehr beliebt und kann auch selbst gemachter Naturkosmetik eine besondere Wirkung verleihen. Mit Honig, Wachs und Propolistinktur bewahren wir uns ein wenig vom ersten Sommer mit den Bienen. Selbst gemachte Lippenpflege und Handcreme wappnen für die kühler werdenden Tage. Bleibt die berechtigte Frage: Was tun, wenn man kein eigenes Volk hat und diese besonderen Bienenerzeugnisse fehlen? Ganz einfach: Spätestens jetzt ist eine gute Gelegenheit, um Kontakt zu einem Imker der Region aufzunehmen. ››› Anja Waldmann, Ernährungswissenschaftlerin, arbeitet schon über 17 Jahre für Alnatura. Seit vergangenem Jahr steht ein Bienenvolk in ihrem kleinen Garten. Jeden Monat lässt sie uns an ihren Jungimker-Erfahrungen teilhaben. Selbst gemacht: Lippenpflege Zutaten 5 g Bienenwachs / 35 ml Jojobaöl / 1 TL Honig / 3 Tropfen Propolistinktur Zubereitung Bienenwachs im Wasserbad schmelzen und Öl unterrühren. Auch den Honig vorsichtig erwärmen (nicht über 35 °C) und unter das Wachs-Öl-Gemisch rühren. Propolistinktur in die abgekühlte, aber noch flüssige Masse einrühren und alles in kleine Cremedosen oder Lippenstifthülsen füllen. Tipp: 1–2 Tropfen ätherisches Öl, beispielsweise Vanille oder Kamille, in die noch weiche Masse einträufeln. Foto Biene: istockphoto / defun Mitmachen und gewinnen! Entwerfen Sie bis zum 19. September kreative Alnatura Saatguttütchen für Bienenschmaus und Schmetterlingsgruß und gewinnen Sie viele tolle Preise! Infos und Teilnahmebedingungen unter alnatura.de/mitmachen 46 Alnatura Magazin 09.2017

MAYAHONIG AUS MEXIKO ANZEIGE Im Südosten Mexikos befindet sich die Halbinsel Yukatan. Yukatan ist das Land der Maya. Sie sind eng verbunden mit ihren Bienen und leben im Einklang mit der Natur. Zu unserem Partner, mit dem wir seit über 15 Jahren zusammenarbeiten, gehören mehr als 120 Imkerfamilien. In diesem Jahr macht der Sohn unseres Partners, Andrés, ein Praktikum in Deutschland bei Walter Lang, den wir nun zum Mayahonig interviewt haben: Genießen Sie den süßen Geschmack Yukatans Was ist die Geschichte hinter dem Mayahonig? Der Mayahonig trägt den Namen unserer Vorfahren. Die Verwendung des Honigs hat bei den Maya eine lange Tradition. Schon lange vor der Eroberung durch die Spanier, verwendeten die Maya den Honig als natürliches Süßungs­ und Heilmittel. Die Maya­Imker sind über ganz Yukatan verteilt und ernten den Honig handwerklich nach den Grundsätzen der ökologischen Bienenhaltung. Was macht den Mayahonig so besonders? Bei dem Mayahonig handelt es sich um einen flüssigen Blütenhonig. In den weitläufigen Urwaldregionen Yukatans sorgt das tropische Klima für eine fast unerschöpfliche Blütenvielfalt. Mehr als 849 Pflanzenarten werden von den Bienen genutzt, um Nektar zu sammeln. Diese Vielfalt an Nektar führt zu dem aromatischen und blumigen Geschmack des Honigs. Was ist das Besondere an der Imkerei in Yukatan? In Mexiko ist die Honig­Produktion fester Bestandteil der traditionellen, kleinbäuerlichen Landwirtschaft. Die Bauern in der Region leben vor allem von dem Anbau von Bohnen, Mais, Chili und Kürbis. Die Imkerei ermöglicht ihnen ein zusätzliches Einkommen. Dazu organisieren sie sich in Kooperativen. Die Kooperativen erleichtern den Bauern die Handelsbeziehungen und sichern ein geregeltes Einkommen. Andrés (2. von rechts) beim Besuch der Kooperative Was ist der Unterschied zu Deutschland? Die Nachfrage in Deutschland nach Honig ist sehr groß, sie kann aber nur zu 20 % durch den deutschen Honig gedeckt werden. Das liegt unter anderem an den kurzen Trachtperioden. Im Regenwald Yucatans herrscht dagegen ein tropisches bis subtropisches Klima. Hier sammeln die Bienen nahezu das ganze Jahr über süßen Nektar. Dadurch haben wir mehr Honig als wir in Mexiko verbrauchen können. Der größte Teil des Honigs wird exportiert. Was fasziniert Dich an der Imkerei? Die Bio­Imkerei ist aktiver Umweltschutz im Vergleich zu anderen landwirtschaftlichen Aktivitäten, sie sichert den Erhalt der Natur und schützt den Regenwald. Besonders im Süden Yucatans gibt es viele noch nahezu unberührte Gegenden. Zudem verzichten die Imker auf jeglichen Einsatz von Bienen­Arzneimitteln und Gentechnik. Sie arbeiten rein und natürlich, sodass ein besonders reines Lebensmittel entsteht. Daher möchte ich die Bio­Imkerei als Bindeglied zwischen Mexiko und Deutschland auch zukünftig weiter fördern. Probieren Sie auch unsere anderen südamerikanischen Honige wie Quillay Honig aus Chile oder Marmeleiro aus Brasilien. www.walter-lang.de Schwärmt für honig

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