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Alnatura Magazin - September 2017

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ALNATURA EINBLICKE Alles

ALNATURA EINBLICKE Alles Gute kommt von oben Bio-Bauern entwickeln neue Ideen für mehr Tierwohl in Hühnerställen, Alnatura ermöglicht deren Umsetzung. Sie wissen, was ihren Hühnern guttut. Sie haben Ideen, wie mehr Tierwohl möglich ist. Und sie verwerfen häufiger diese Gedanken, weil schlicht kein Geld vorhanden ist. Auch Bio-Bauern bewegen sich auf dem schmalen Grat zwischen Sinnvollem und Möglichem. Um gerade beim Tierwohl der Innovation Vorrang gegenüber Kostenaspekten zu geben, hat Alnatura den Initiativfonds Hennenwohl ins Leben gerufen. Seit 2014 können die Alnatura Eierbauern ihre Ideen vorstellen und sich um eine finanzielle Förderung bewerben, so wie Heike und Tobias Mehring aus Olfen bei Dortmund. Die Bioland-Bauern wurden für ihren Vorschlag einer automati sierten Zufütterung mit Silage unterstützt. Was auf den ersten Blick scheinbar wenig mit Tierwohl zu tun hat, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als durchdachtes Konzept. Die Mehrings haben sich von Bio-Kollegen aus Dänemark inspi rieren lassen. Dort versorgen bereits viele Bauern ihre Hühner über ein an der Stalldecke installiertes Fördersystem mit frischem Raufutter. Dieses faserreiche Grundfutter, meist Heu oder Maissilage, ist durch die EG-Öko-Verordnung vorgeschrie ben. Das Prinzip der Zufütterung: In festgelegten Abständen fällt Maissilage aus den Förderrohren. Der Nutzen: Die Hennen sind beschäftigt – für eine sozial intakte Herdenstruktur das A und O – und die Tiere bleiben auch dank der in der Silage vorhandenen Milchsäurebakterien widerstandsfähiger. Ein etwas abgewandeltes System setzen Heike und Tobias Mehring inzwischen auf ihrem Bio-Hof ein. Die Hennen nehmen die neue Fütterungsform sehr gut an. »Die einzige Umstellung für die Hühner war, dass ihr Futter jetzt auch von oben kommt«, sagt Tobias Mehring schmunzelnd. Für die Tiere bedeutet die automatisierte Zufütterung Beschäftigung und Ausgeglichenheit der Herde, für die Bauern Zeitersparnis. Mehr Tierwohl geht hier mit Arbeitserleichterungen einher. Ähnliche Erfahrungen machen Jan und Gunda Hemmeke aus Niedersachsen. Ihre beiden Hühnerherden haben sie bis zur Einführung der automatisierten Beifütterung – auch hier übernahm der Alnatura Initiativfonds Hennenwohl einen Teil der Kosten – zeitintensiv und teilweise wenig effektiv per Hand mit Mais versorgen müssen. Wie sinnvoll das neue System ist, zeigte sich vor allem während der Zeit der Vogelgrippe im Frühjahr 2017 und der damit verbundenen Stall- pflicht, die auch für Bio-Hühner galt. Bis zu 18-mal am Tag öffneten sich die Klappen der Fütterungsanlage und versorgten so die Hühner mit Maissilage. Mit dem Futter kamen Abwechs lung und Beschäftigung in den Stall. Per Hand hätte Familie Hemmeke eine so zeitintensive Futtergabe nicht leisten können. Als die Hühner nach etlichen Wochen endlich wieder ins Freie durften, war die Herde gesundheitlich stabil und sozial intakt wie zuvor. Hündin mit Hühnern Eine ganz andere Idee haben Henning und Birgit Gauer aus Bergneustadt bei Gummersbach vorgestellt. Zum Hof der langjährigen Alnatura Partner gehören unter anderem 1 800 Bio-Hennen sowie die Hündin Mia, ein Australian Alnatura Hennenwohl-Initiative • Förderung von Ideen zur Verbesserung des Tierwohls von Bio-Hühnern • Bio-Bauern, die Eier der Marke Alnatura liefern, können sich bewerben • Ein Gremium aus Alnatura Experten und externen Fachleuten entscheidet über die Förderung • Der Fonds schüttet jährlich bis zu 30.000 Euro aus • Die Bio-Bauern können sich vorab zu ihrer Idee von Hühnerexpertinnen beraten lassen 24 Alnatura Magazin 09.2017

ALNATURA BIO-BAUERN-INITIATIVE Gelbe Rinder in steilen Lagen 42 Höfe stellen aktuell mit Unterstützung der Alnatura Bio- Bauern-Initiative (ABBI) auf den Bio-Landbau um. Die Initiative spendet für das Projekt »Gemeinsam Boden gut machen.« des NABU, das Bauern gezielt bei der Umstellung auf Bio-Landbau fördert. Alnatura Kunden unterstützen das Projekt, indem sie ABBI-Produkte mit dem Hinweis »Gemeinsam Boden gut machen.« kaufen: Jeweils ein Cent geht an ABBI. Im Alnatura Magazin lernen Sie jeden Monat eine der Bio-Bauernfamilien kennen. Innovative Ideen für das Wohl ihrer Hühner: Henning und Birgit Gauer aus Bergneustadt bei Gummersbach mit Hündin Mia (oben), Heike und Tobias Mehring aus Olfen bei Dortmund (links oben), Vater Jan Hemmeke und die Kinder Jonas und Anell aus Niedersachsen (links unten). Shepherd. Hühner und Hündin haben etwas gemeinsam: Beide lieben den Auslauf im Freien, beide brauchen Beschäftigung. Australian Shepherds sind äußerst aktive Hütehunde, doch sie müssen präzise angelernt werden, sonst läuft ihre Energie im wahrsten Sinne des Wortes in die falsche Richtung. Wie bei Mia, die die Hühner nicht in den Stall zurück, sondern immer wieder in die Enge trieb. Der Vorschlag der Gauers an den Initiativfonds: eine Ausbildung von Mia zur Herdenschutzhündin. Auch hier musste das Expertengremium nicht lange überlegen. Die Kosten sind überschaubar und der Nutzen liegt auf der Hand. Einige Wochen Arbeit mit einer Hundetrainerin haben den gewünschten Erfolg gebracht. Jetzt läuft Mia tagsüber mit der Hühnerherde mit, sie wartet Kommandos ab, umrundet die Herde, meldet versteckte Hühner und schützt durch ihre Präsenz die Hühner vor Raubvögeln und Füchsen. Auch hier zeigt sich, dass Maßnahmen für mehr Tierwohl das gesamte Mensch-Tier- System beeinflussen können. Denn jetzt halten sich die Hühner gesichert und lange im Freien auf, und die Hündin bekommt ihrem Wesen entsprechende Aufgaben und ist ausgeglichen. Nicht nur den Tieren ist geholfen, sondern auch den Gauers selbst. Denn mit dem Wissen um das Wohlergehen ihrer Tiere tritt auch bei ihnen Entspannung ein. ››› Volker Laengenfelder Schön fürs Auge, schwer für die Landwirtschaft. Die überwiegend steilen Hänge rund um den Pfadackerhof in Unterfranken machen eine Maschinenbearbeitung der Wiesen praktisch unmöglich. Den Rindern von Christian Fischer sind sie gerade recht. Vor allem sein Fränkisches Gelbvieh, eine vom Aussterben bedrohte Haustierrasse, fühlt sich in den Schräglagen »pudelwohl«. Nur noch wenige Tausend Tiere gibt es, 30 davon hält Christian Fischer. So trägt auch er zum Fortbestand der gutmütigen gelbbraunen Rinder bei. Und weshalb stellt er auf Bio um? »Wir haben unser Land schon immer extensiv, also mit wenig Dünger und Spritzmitteln bewirtschaftet. Da lag der Schritt zu Bio nahe. Und natürlich helfen uns Landwirten Fördermittel wie die von ABBI bei einer so weitreichenden Entscheidung.« Das Geld ist in den Ausbau des Stalls zur Mutterkuhhaltung geflossen. Bei dieser Aufzuchtform bleiben Kalb und Mutter ein halbes Jahr zusammen, die Muttermilch bleibt allein den Kälbern vorbehalten. Danach kommen die Jungtiere in die Masthaltung, dem wichtigsten Standbein des Pfadackerhofes. Rund einhundert Rinder mästen Christian Fischer, seine Cousine Kathrin und ihr Vater Herbert Adrio, sie bewirtschaften gemeinsam den Hof. Im Dezember 2017 ist die Umstellungszeit vorbei, dann wird der Pfadackerhof ein vollständig anerkannter Naturland-Betrieb sein. War die Umstellung auf Bio eine gute Entscheidung? »Ja, sowohl für uns als auch für unsere Rinder, sie genießen schon jetzt den größeren Stall«, sagt Christian Fischer. »Wir sind rundum zufrieden.« ››› Volker Laengenfelder alnatura.de/ABBI

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