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Alnatura Magazin Oktober 2020

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Rosenblüten ändern

Rosenblüten ändern ihre Farbe mit der Temperatur, bei kühler Witterung wie auf 3 000 Metern leuchten sie intensiver. DER GRÜNDER Der 2009 verstorbene Gründer der Zahra Rosewater Company, Homayoun Sanati, erzählte gerne, wie er und seine Frau im Lalehzar-Tal beim Essen vom intensiven Geschmack der Minze überrascht wurden und daraufhin beschlossen, dort oben Rosen anzubauen. Männer bringen Säcke voller frisch geernteter Damaszener- Rosen blüten zum Wiegen zur Destille. als in tiefer gelegenen Ebenen, und beschloss darauf gemeinsam mit seiner Frau, in der Höhe Damaszener-Rosen anzubauen. Bereits die ersten Versuche waren überwältigend. Die Sanatis legten daraufhin ein 20 Hektar großes Rosenfeld an, obwohl die Landwirtschaft Betreibenden der Region anfangs dieser neuen Kultur verschlossen gegenüberstanden. Heute arbeiten 1 500 Bäuerinnen und Bauern mit der Zahra Rosewater Company zusammen, die zu 50 Prozent der Sanati-Stiftung gehört, die Homa youn Sanatis Großvater gründete. Die Anbauenden sind eigenständige Unternehmer und verpflichten sich in Verträgen, keine chemischen Düngemittel einzusetzen, weil Zahra die Felder von der Organisation Ecocert bio-zerti fizieren lässt. »Die Bäuerinnen und Bauern davon zu überzeugen, Rosen ohne Chemie anzupflanzen, ist eine Herausforderung«, sagt Mehdi Maazallahi, landwirtschaftlicher Berater der Zahra Rosewater Company. »Der iranische Staat subventioniert Chemiedünger und die kleinbäuerlichen Betriebe wissen anfangs nur damit umzugehen.« Aufklärung und Schulung, zum Beispiel durch den biologischdynamisch arbeitenden Landwirt Hans Supen kämper von der WALA, sind deshalb wichtige Grundpfeiler der Zusammenarbeit mit den Betrieben. Zudem stellt Zahra den Farmen neben Rosenstecklingen natürliche Düngemittel aus Kompost kostenlos zur Verfügung. KOMPOST AUS PISTAZIENSCHALEN Heute ist Hans Supenkämper gemeinsam mit Mehdi Maazallahi auf der Zahra-Rosewater- Company-Farm in Negar, um den angesetzten Kompost zu begutachten. Es ist ein heißer Tag. Die beiden Männer laufen zwischen den hohen Weidenbäumen, die sich gegen den strahlend blauen Himmel abheben, zu dem Platz, wo der Kompost reift. Hans Supen kämper ist zufrieden. Die kompostierten Pistazienschalen haben sich vollständig zersetzt, die entstandene Erde ist feinkrümelig, nicht zu trocken, nicht zu feucht und duftet angenehm. Sorgfältig deckt er den Komposthaufen wieder mit einem Vlies zu, das eine zu große Verdunstung in der wüsten ähnlichen Gegend verhindert. » Unser gemeinsames Ziel ist es, dass die Menschen gut ausgebildet wieder in ihre Dörfer zurückkehren und mitarbeiten. « Ralf Kunert, Geschäftsführer Naturamus GmbH KOOPERATIVE UND PARTNER Wie in einer Kooperative sind die Farmen selbstständig, aber alle miteinander Partner. Und die Pflückerinnen und Bauern profitieren von vielen sozialen Leistungen, die die Zahra Rosewater Company initiiert hat – in 26 Alnatura Magazin Oktober 2020

ZU BESUCH BEI DR. HAUSCHKA einer Gegend, in der das nicht die Regel ist: Familien in Not bekommen einen Vorschuss, alte Menschen, die nicht mehr arbeiten können, erhalten eine Art Rente. Zudem hat das Unternehmen die Wasserversorgung in den Dörfern aufgebaut und unterstützt die Schulen. Ein von Zahra eingerichtetes Gesundheitszentrum vor Ort gewährleistet die medizinische Grundversorgung. Wer zu einer ärztlichen Behandlung nach Kerman muss, dem wird die Fahrt dorthin »Für uns ist das ein wichtiges Projekt, denn wir sorgen mit diesem nicht nur für die besondere Qualität unserer Produkte, sondern handeln auch gemäß unserer Wirtschaftsethik.« Ralf Kunert, Geschäftsführer Naturamus GmbH organisiert. Wer heiraten will, bekommt einen Kredit zu dem sehr niedrigen Zinssatz von vier anstatt 14 Prozent, wie ihn iranische Banken nehmen. Außerdem unterstützt Zahra mehrere Dorfschulen. »Unser gemeinsames Ziel ist es, dass die Menschen gut ausgebildet wieder in ihre Dörfer zurückkehren und mitarbeiten«, sagt Ralf Kunert, Geschäftsführer der Naturamus GmbH. Sie wurde 2014 gegründet und ist für den Rohstoff einkauf zuständig. Das Konzept geht auf: Die Arbeitslosenquote in Lalehzar ist die niedrigste in der ganzen Region: »Für uns ist das ein wichtiges Projekt, denn wir sorgen mit diesem nicht nur für die besondere Qualität unserer Produkte, sondern handeln auch gemäß unserer Wirtschaftsethik.« Destille die Rosen hin und her, um sie kühl zu halten. Wenn Destillen in der danebenliegenden Halle frei sind, werden die Blüten eilig hinübergebracht. Eingeschlagen in Planen hieven Mitarbeiter sie zum oberen Kessel der Destillationsanlage hinauf. Dort kochen sie drei Stunden lang in Wasser. 900 Tonnen Rosenwasser und ungefähr 150 Kilogramm Rosenblütenöl pro Jahr sind der teure Ertrag dieser Arbeit, der im Analyse labor laufend auf seine Qualität hin untersucht wird. In Zukunft will Mehdi Maazallahi diesen Ertrag noch steigern, optimistisch gestimmt durch die vertraglich auf lange Zeit angelegte Zusammenarbeit mit der WALA. Neue Felder in Shiraz und Dharab sollen zum Wachstum beitragen. Für das Projekt »Hel Kar« in Negar wurden über 300 Hektar Land gekauft, auf gut 60 Hektar sind Rosen angebaut. Dort wird bereits seit acht Jahren bio dynamisch gearbeitet. Die guten Erfahrungen im Rosenanbau will die Zahra Rosewater Company nun auch auf andere Bereiche übertragen. Am liebsten möchte man das komplette Lalehzar-Tal auf biologische Landwirtschaft umstellen. Auch wenn im Iran selbst noch kein Markt für Bio-Produkte existiert, höchstens ansatzweise in Teheran, glaubt man bei der Zahra Rosewater Company weiter an das Ziel ihres Gründers Homayoun Sanati: die sanfte Bio-Revolution. SL/MF >> Mehr zu Dr. Hauschka unter drhauschka.de Aus den Blütenblättern wird kostbares Rosenwasser und Rosenblütenöl gewonnen. Die kostbaren Damaszener- Blüten lagern auf sauberen Hallenböden und müssen immer wieder gewendet werden, damit sie kühl bleiben. DAS ZIEL – DIE SANFTE BIO-REVOLUTION IM IRAN Unterdessen sind die mit Rosen gefüllten Säcke am Eingang der Destille angekommen. Es ist ein besonderes Bild, versüßt von einem die Sinne betörenden Duft, wenn die Rosen auf den sauberen Hallenboden geschüttet werden. Die Blüten dürfen nicht heiß werden, damit sie nicht zu viel des kostbaren ätherischen Rosenöls abgeben. Deshalb hat die Ernte am frühen Morgen begonnen und alle aus dem Lalehzar-Tal helfen mit, außer sie sind krank oder zu alt. Immer wieder schaufeln die Mitarbeiter der Alnatura Magazin Oktober 2020 27

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