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Alnatura Magazin Oktober 2019

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Alnatura Bio-Bauern-Initiative // Naturkosmetik-Spezial // Warenkunde: Kürbisvielfalt

ALNATURA

ALNATURA BIO-BAUERN-INITIATIVE Bio hilft dem Klima Der Bio-Landbau leistet einen wichtigen Beitrag für den Klimaschutz. Weil er weniger Energie braucht als die konventionelle Landwirtschaft und weil er den Humusaufbau fördert. Das belegen viele Studien. Klimabilanz eines Hofes Relevante Faktoren sind • Energie von Kunstdüngern und Pestiziden • Tierfutter • Methan der Kühe • Strom für den Stall • Diesel für den Traktor Bio-Höfe sparen derzeit jährlich 1,5 Millionen Tonnen C0 2 ein. Tierfutter • palmölfrei • keine Sojabohnen aus Südamerika Bio-Höfe nutzen keine Pestizide oder Kunstdünger. Wer eine Klima - bilanz für einen Bauernhof aufstellt, braucht viele Daten. Der Diesel für den Traktor und der Strom für den Stall müssen ebenso berücksichtigt werden wie das Methan, das die Kühe rülpsen, oder die Energie, die in Pestiziden und Kunstdünger steckt. Weil Bio-Bäuerinnen und -Bauern auf die beiden letzten Dinge verzichten, sieht ihre Klimabilanz besser aus als die konventioneller Betriebe. Hinzu kommt, dass sie insgesamt sparsamer düngen und ihre Äcker deswegen weniger klimaschädliches Distickstoffoxid freisetzen. Positiv zu Buche schlägt auch, dass im Futter von Bio-Tieren kein Palmöl steckt und keine Sojabohnen aus Südamerika, deren Anbau dort den Regenwald verdrängt. Deshalb kommen viele Studien zu dem Ergebnis, dass der Bio-Landbau weniger Treibhausgase ausstößt als die konventionelle Landwirtschaft – bezogen auf den Hektar Fläche. Das bundeseigene Thünen- Institut bezifferte den Unterschied pro Hektar auf gut eine Tonne Treibhausgase, als Kohlendioxid (CO 2 ) berechnet. Das wären jetzt schon 1,5 Millionen Tonnen CO 2 , die Deutschlands Bio-Höfe dem Klima ersparen – jedes Jahr. Zwar weniger Ertrag, … … aber in allen anderen Umweltkategorien von Artenvielfalt bis Grundwasserschutz schneidet der Bio-Anbau unbestritten besser ab. Skeptiker meinen: Ein konventioneller Betrieb produziert pro Hektar deutlich mehr Gemüse und Getreide als ein Bio-Betrieb und seine Kühe geben mehr Milch. Werden die Treibhausgase auf ein Kilogramm Lebensmittel bezogen, schrumpft der Klima-Vorsprung der Bio-Höfe in der Tat. Dennoch liegt in einigen Studien 1 der Bio-Landbau weiterhin vor dem konventionellen, in anderen, wie der des Thünen-Instituts, liegen sie gleichauf. 2 Doch man darf nicht vergessen: In allen anderen Umweltkategorien von Artenvielfalt bis Grundwasserschutz schneidet der Bio-Anbau unbestritten besser ab. 12 Alnatura Magazin Oktober 2019

Humus bindet Treibhausgase Die Landwirtschaft trägt nicht nur – je nach Statistik – sieben bis vierzehn Prozent zu den deutschen Treibhausgasen bei. Sie könnte umgekehrt auch mehr Kohlenstoff im Boden binden und damit dem Anstieg von klimaschädlichem Kohlendioxid entgegenwirken. Gleichzeitig würde das die Böden fruchtbarer machen. Das Zauberwort dafür heißt Humusaufbau. Auch hier leisten Bio-Bäuerinnen und -Bauern Vorbildliches. Humus entsteht, indem Milliarden von Bodenlebewesen abgefallene Blätter, Kuhfladen, Getreidestoppeln und andere organische Reste auf der Bodenoberfläche zersetzen. Dabei binden Regenwürmer, Springschwänze, Asseln, Bakterien und Pilze einen Teil des Kohlenstoffs zusammen mit Nährstoffen, Enzymen und anderen Substanzen im Boden. Der Humus lagert sich an die mineralischen Partikel wie Sand, Ton oder Schluff an. Dadurch wird der Boden Ökologisch bewirtschaftete Böden enthalten 10 % mehr Kohlenstoff und speichern mehr davon. krümeliger und kann mehr Wasser halten. Vor allem aber ermöglicht erst der Humus zusammen mit den ihn erzeugenden Bodenlebewesen ein üppiges Pflanzenwachstum. Die schon erwähnte Thünen-Studie kam zu dem Ergebnis, dass ökologisch bewirtschaftete Böden zehn Prozent mehr Kohlenstoff enthalten als konventionelle und dass sie auch mehr davon speichern. Das liegt daran, dass Bio-Betriebe mehr orga nische Dünger wie Mist, Kompost oder Mulch verwenden. Dadurch bringen sie Kohlenstoff in den Boden, der Boden - lebe wesen als Futter dient. Auch die vielfältigen Fruchtfolgen im Öko-Landbau fördern das Bodenleben. So hinterlässt der oft angebaute Klee reichlich Wurzelmasse im Boden. Zwischensaaten wie Senf, die im Herbst nach der Ernte ausgesät werden und im Winter abfrieren, ernähren die Bodenlebewesen im Frühjahr. Die TU München hat die Klimabilanz von 40 Bio- und 40 konventionellen Betrieben detailliert ermittelt und verglichen. Auch diese Studie belegt die erwähnten Vorteile für Bio. Es zeigt sich aber auch, dass viel vom Engagement und Wissen abhängt, das im jeweiligen Betrieb vorhanden ist. Deshalb ist es gut, dass viele Bio-Pioniere ihre Erfahrungen an neue Kolleginnen und Kollegen weitergeben. Sie arbeiten auch intensiv mit der Wissenschaft zusammen, um den Bio-Anbau noch klimaschonender zu machen. LF – 1 Zum Beispiel: How much is the dish?, T. Gaugler und A. Michalke, Universität Augsburg 2018 oder Ergebnisse aus dem Netzwerk der Pilotbetriebe, THG-Bilanzierung im Pflanzenbau, H. Schmid et al., TU München 2014 2 Zum Beispiel: Leistungen des ökologischen Landbaus für Umwelt und Gesellschaft, Thünen Report 65, J. Sanders und J. Heß (Hrsg.), 2018 Über 60 Höfe konnten dank der Alnatura Bio-Bauern-Initiative ihren Betrieb bereits umstellen. Künftig sollen es noch mehr werden.

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