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Alnatura Magazin November 2020

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Adventskalender: Nachhaltig, kreativ, selbst gemacht // Alnatura Einblicke: Noch mehr Mehrweg in den Märkten // Wir backen wie zu Großmutters Zeiten

ZU BESUCH BEI ROGGENKAMP

ZU BESUCH BEI ROGGENKAMP Für Roggenkamp geht es bei Bio auch darum, welche Landwirtschaft unterstützt wird. Wie sieht unsere Ernährung der Zukunft aus? Roggenkamp Organics ist Pionier bei frischen Suppen. Doch dem Gründer und Geschäftsführer geht es um mehr als nur darum, neue Rezepturen zu entwickeln. Das Alnatura Magazin traf Stefan Roggenkamp auf seinem Hof in Gütersloh. Eine Allee mit verschiedenen Apfelund Birnenbäumen führt zum Wohnhaus von Stefan Roggenkamp. Den traditionellen westfälischen Bauernhof umgeben sieben Hektar Blühwiese, die einfach wachsen darf, ohne gemulcht zu werden. Für dieses Geschenk an Biodiversität kassiert der Hofherr keine EU-Förderung. Mannshoher wilder Roggen steht hier im Spätsommer, während im April und Mai die Frühblüher das Gesicht der Wiese prägen und den Bienen und Hummeln wertvolle Nahrung bieten. Vier Gallowayrinder, der ganze Stolz von Roggenkamp, stehen wiederkäuend auf einer endlosen Weide mit Schatten spendenden Bäumen. Ein Idyll, das man nicht unbedingt in Gütersloh erwartet, wo wenige Kilometer entfernt täglich über 30 000 Schweine geschlachtet werden. FERTIGSUPPEN IN BIO-QUALITÄT Ein Bauer ist Stefan Roggenkamp nicht, auch wenn er eine ansehnliche Land- und Forstwirtschaft verantwortet. Er hat in Oxford und Kalifornien studiert und als Investmentbanker gearbeitet, bevor er vor 14 Jahren seine Firma Roggenkamp Organics gründete. Er war der erste Lebensmittelhersteller, der 36 Alnatura Magazin November 2020

in Deutschland frische Fertigsuppen auf den Markt brachte – von Beginn an in Bio- und Restaurant-Qualität. Die Familie Roggenkamp lebt bereits seit vielen Generationen in der Gegend und der Name ist hier weit verbreitet. Sein Cousin ist sein Nachbar, ein Landwirt. Seine Eltern, die ihn als Kind zu den Demonstra tionen gegen das atomare Entsorgungszentrum Gorleben mitnahmen, pflanzten bereits die Baumallee und die Hecken zwischen den Feldern als Rückzugsorte für Tiere. SCHMACKHAFT UND NACHHALTIG MUSS ES SEIN Auch Roggenkamp versteht das herrschende landwirtschaftliche Modell nicht und regt sich auf: »Schaut euch das an, überall nur Mais, überall Monokultur, weil man für das Verheizen dieses Korns und das Auslaugen der Böden mehr Geld bekommt als für eine sinnvolle Fruchtfolge.« Seiner Meinung nach liegt die Verantwortung für eine nachhaltige Landwirtschaft in der Antwort auf die Frage: »Wie wollen wir uns in Zukunft ernähren?« Für den bekennenden Gourmet, der zwei Jahrzehnte Gasterfahrung in Sternerestaurants auf der ganzen Welt – von Paul Bocuse bis zu René Redzepi im Kopenhagener Restaurant Noma – gesammelt hat, ist die Antwort eindeutig: Schmecken soll es und nachhaltig muss es sein. Und er möchte dabei richtig verstanden werden: »Auch Sternerestaurants haben sich gewandelt. Wo man früher dachte, dem anspruchsvollen Gast Hummer und Gänseleberpastete vorsetzen zu müssen, liegt heutzutage die Exklusivität in der höchsten Produktqualität, oft Bio-Qualität, der Herkunft und der Kunst der Zubereitung.« IN DEN PRODUKTEN STECKEN VIEL LEIDENSCHAFT UND WISSEN Die Lebensmittelhersteller haben aus Roggenkamps Sicht die gleiche Metamorphose mitgemacht wie die Gastronomie. Heutzutage müsse es darum gehen, zu hinterfragen, wo, wie und von wem was hergestellt wird. Es gehe nicht darum, tierische Produkte völlig abzulehnen, sondern sie sinnvoll zu reduzieren und bewusster zu genießen. Vegane Tierersatzprodukte, die mit »Ich weiß, woher jede einzelne Zutat in meinen Suppen kommt. Wo, wie und von wem sie erzeugt wurde.« Stefan Roggenkamp großem Energie aufwand hergestellt werden und eine lange Zutatenliste haben, lehnt Roggen kamp ebenso ab wie Mainstream- Rezepturen mit den immer gleichen Zutaten, wie Kürbis- Karotte oder Tomate-Basilikum. In jeder seiner Suppen und anderen Produkten wie der Roggenkamp-Eiscreme stecken viel Leidenschaft und Wissen. »Paprika und Süßkartoffel zu kombinieren, kostete uns viel Entwicklungsarbeit. Bis wir dann beschlossen haben, das Paprikapulver extra räuchern zu lassen, um den optimalen Geschmack zu bekommen.« Anstatt des einfachen Hokkaido-Kürbis, den man nicht schält, nimmt Roggenkamp den geschmacksintensiveren Butternut-Kürbis, der geschält werden muss. »Das kostet mehr Zeit und Geld, schmeckt aber besser. Und es ist auch nicht egal, welche Chilisorte man dieser Rezeptur beimischt. Außerdem dauert es, bis die richtige Schrotung der Chili gefunden ist.« Um seine geschmacklich aufwendigen Suppen auch mit gutem Gewissen als nachhaltig bezeichnen zu können, will der Bio-Gourmet aber noch mehr: »Ich weiß, woher jede einzelne Zutat in meinen Suppen kommt. Wo, wie und von wem sie erzeugt wurde.« SUS ROGGENKAMP ORGANICS • Sitz und Gründung des Unternehmens 2006 in Gütersloh. • Pionier in der Produktion von Frischsuppen, die in einer Manufaktur hergestellt werden. • Seit 2009 ist die Bio-Eiscreme von Roggenkamp Organics auf dem Markt. • Im Saisongeschäft beschäftigt das Unternehmen bis zu zwölf Mitarbeitende. Frische Suppen in Restaurant- Qualität: mit wenigen, aber hochwertigen Zutaten und einer möglichst nachhaltigen Verpackung. Alnatura Magazin November 2020 37

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