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Alnatura Magazin Mai 2019

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Wir grillen ein Menü // Naturkosmetik-Spezial: Geschenke zum Muttertag // Warenkunde: Grillfleisch

NATURKOSMETIK Richtig

NATURKOSMETIK Richtig sonnenbaden Ob Menschen, Pflanzen oder Tiere – alle brauchen das Licht der Sonne und ihre Wärme, um zu leben. Doch ein Zuviel an Strahlung kann ­gefährlich werden. Zertifizierte Sonnenschutzmittel in Naturkosmetik­ Qualität schützen mit mineralischen Lichtschutzfiltern – unbedenklich für Mensch und Natur. Solange sie keine Nanopartikel enthalten. Ohne Sonne kann niemand gesund leben. Das bemerkten auch die Menschen während des voranschreitenden Industriezeitalters im 19. und frühen 20. Jahrhundert. Viele verbrachten damals ihre Kindheit im Dunklen zwischen Häuserschluchten und unter Kohlestaubwolken. Die Folge: ein verheerender Vitamin-D-Mangel, der unter anderem zu einem krummen Knochenwachstum führte und dessen Symptome unter dem Krankheitsbild Rachitis zusammengefasst wurden. Lebensnotwendiges Sonnenvitamin Mittlerweile weiß man: 80 bis 90 Prozent des Vitamins D bildet der Körper aufgrund von Sonneneinstrahlung selbst, 10 bis 20 Prozent kann er über die Nahrung aufnehmen, zum Beispiel aus Leber, Eiern, Fisch, Pilzen oder Butter. Das Sonnenvitamin übernimmt im Organismus viele wichtige Aufgaben, zum Beispiel stärkt es die Knochen und hat Einfluss auf die Muskelkraft. Halten Sie Unterarme und Gesicht regelmäßig ohne UV-Schutz für maximal zehn Minuten in die Sonne – dies genügt, um die Vitamin-D-Produktion anzukurbeln. Sogar bei Regenwetter ist der Körper in der Lage, das Sonnenvitamin zu bilden. Allerdings gilt das nur von März bis Oktober. In den Wintermonaten ist der Einfallswinkel der Sonne zu flach, die UV-B-Strahlung kommt nicht in ausreichender Menge an. In diesem Zeitraum kann bei Bedarf und nach Absprache mit dem Arzt der Vitamin-D-Spiegel mit Tabletten aufrechterhalten werden. Entdecken Sie die Vielfalt: Über 45 Sonnenpflegeartikel der Marken Speick, Dr. Hauschka, Weleda, Biosolis, Lavera, Martina Gebhardt, Ey und Eco Cosmetics finden Sie in Ihrem Alnatura Super Natur Markt.** In Maßen statt in Massen Im restlichen Jahr sollten wir die Sonne nur wohldosiert genießen, sonst drohen vorzeitige Hautalterung, Sonnenbrand oder im schlimmsten Fall Hautkrebs. Neben Kleidung, Sonnenbrille, Kopfbedeckung und der Vorliebe für Schatten schützen Sonnencremes vor UV-B- und UV-A-Strahlung. Das Bundesamt für Strahlenschutz empfiehlt für Kinder eine Creme mit mindestens Lichtschutzfaktor 30, für Erwachsene mit mindestens Lichtschutzfaktor 20. Der Lichtschutzfaktor gibt hier übrigens an, um wievielmal sich die Eigenschutzzeit durch das Eincremen erhöht. Sehr helle Typen, die sonst nur maximal zehn Minuten in der Sonne ohne Sonnenbrand überstehen, können sich, eingerieben mit einer Creme mit Lichtschutzfaktor 20, höchstens 200 Minuten, also etwas mehr als drei Stunden, in der prallen Sonne aufhalten. Diese Zeit sollte aber nie ganz ausgereizt werden, da viele Faktoren (zum Beispiel Schwitzen oder zu dünnes Auftragen der Creme) die Wirkung mindern können. Wie schütze ich mich vor UV-Strahlung? • Mittagssonne meiden, Schatten der Sonne vorziehen • Kleidung und Kopfbedeckung tragen • Sonnenbrille aufsetzen • alle unbedeckten Körperstellen großzügig mit Sonnencreme einreiben • nach dem Baden Sonnencreme erneuern

Für alle Sonnenschutzmittel gilt übrigens: Mehr ist mehr. Nur großzügig und mehrmals über den Tag verteilt aufgetragen, entfalten sie ihre schützende Wirkung. Synthetisch oder mineralisch? Zwei Wirkprinzipien schützen in Sonnencremes vor UV-B- und UV-A- Strahlung. Zum einen die synthetischen Filter: Diese künstlich her - ge stellten chemischen Verbindungen dringen in die Haut ein und wandeln die UV-Strahlung dort in harmloses Infrarotlicht und Wärme um. Diese Art von Sonnencreme sollte mindestens 30 Minuten vor dem Gang in die Sonne aufgetragen werden. Sonnenschutzmittel mit rein physikalischen Filtern wirken dagegen sofort. Wie kleine Spiegel reflek tieren feinst vermahlenes Titandioxid und Zinkoxid die Sonnenstrahlung. Nur diese mineralischen Filter sind in als Naturkosmetik zertifizierten Sonnencremes erlaubt. Nachteil: Die Haut erhält mitunter einen weißen Schimmer. Synthetische Sonnenschutzmittel stehen dagegen im Verdacht, hormonähnlich zu wirken und die Umwelt zu schädigen. In der Kritik steht hier unter anderem der Stoff Octocrylen. Der wasserunlösliche Stoff kann nur schwer abgebaut werden und kann sich deshalb insbesondere in Gewässern in Organismen und an Oberflächen anlagern. Wer also in dieser Hinsicht für sich selbst und die Umwelt auf Nummer sicher gehen möchte, greift besser zu mineralischen Sonnenschutzmitteln und achtet auf Naturkosmetik-Siegel wie NATRUE oder BDIH. JAB Wie gefährlich sind Nanopartikel? Zugegeben: Der Weißeleffekt vieler mineralischer Sonnencremes steht im Kontrast zum Schönheitsideal der gebräunten Haut. Deswegen werden die Weißpigmente teilweise so stark zerkleinert, dass sie in den Nanobereich kommen – auch teilweise in als Naturkosmetik zertifizierter Sonnencreme. Nanopartikel sind kleiner als hundert Nanometer, also winziger als kleine Viren. Eben deshalb sind sie umstritten, da sie die (insbesondere verletzte) Haut als Barriere durchdringen und sich im Organismus ablagern können, mit noch weitgehend unerforschten Folgen. Wer auf Nanopartikel verzichten möchte, dem hilft ein Blick auf die Packung: Hinter dem jeweiligen Inhaltsstoff, zum Beispiel Titanium Dioxide, muss das Wort nano in Klammern stehen. Seit Juli 2013 ist diese Deklaration europaweit Pflicht. ** Nicht in allen Märkten erhältlich. Alnatura Magazin Mai 2019 27

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