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Alnatura Magazin - Juni 2017

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KLEINES IMKER-TAGEBUCH

KLEINES IMKER-TAGEBUCH Juni Man sagt: Für ein Pfund Honig fliegt die Biene dreimal um die Erde. Ganz nebenbei bestäubt sie so rund 80 Prozent der heimischen Nutz- und Wildpflanzen. Ohne die Biene würden sich beispielsweise aus den duftenden Obstbaumblüten nur wenige bis keine Früchte entwickeln und auch der Ertrag im Gemüseanbau wäre ein anderer. Der volkswirtschaftliche Bestäubungsnutzen übersteigt den Wert der Honigproduktion um das 10- bis 15-fache. Die Honigbiene gilt daher – nach Rind und Schwein – als drittwichtigstes Nutztier. Das alles freut den Imker natürlich sehr. Dennoch ist für ihn die Honigernte der eigentliche Höhepunkt im Bienenjahr. Für einen angehenden Imker wie mich war es aber zunächst wieder ein Moment voller Fragen. Erstens: Woran erkennt man, dass der Honig reif ist? Und zweitens: Wie bekomme ich ihn aus den Waben? Bei Ersterem helfen die Bienen. Sie »verdeckeln« eine mit Honig gefüllte Wabe, sobald dieser reif ist, sprich sein Wassergehalt so niedrig, dass er nicht verdirbt. Eine weitgehend mit Wachs verschlossene Wabe, aus der beim ruckartigen Anheben kein flüssiger Honig spritzt, kann also getrost geschleudert werden. Damit zur nächsten Frage: Womit? Es gibt Honigschleudern für viele Hundert Euro, von preiswerten Modellen raten viele Imker ab. Eine sehr einfache Alternative, die sich auch für Anfänger eignet: Das Abtropfenlassen jedes einzelnen Rähmchens über einem Eimer. Diese Form der Honiggewinnung ist vor allem dann praktikabel, wenn man viel Zeit und nur wenige Völker hat. Alternativ verleihen Imkervereine Schleudern und Zubehör. So kam auch ich zu meiner Schleuder – zumindest für einen Tag. Ganz pragmatisch gedacht, schien mir die kleine Gartenhütte für die Honigernte perfekt. Sie steht direkt beim Volk, ist sauber und hat fließendes Wasser. Was ich leider nicht bedachte: Für die Bienen sind wir im Moment der Wabenentnahme Räuber, die verschlossene Tür der Gartenlaube kein wirkliches Hindernis. Um einen Großangriff zu vermeiden, musste daher zügig gearbeitet werden und es erwies sich als Glück, dass ich dem Volk nur eine Handvoll Waben entnommen hatte. Warum hatte ich ausgerechnet der Frage des Schleuder-Ortes so wenig Bedeutung beigemessen? Dennoch: Trotz der ungebetenen und etwas aufgebrachten Gäste war das Schleudern und Ab - füllen von etwa acht Kilogramm Honig ein sehr inniger Moment; voller Dankbarkeit und Wertschätzung. Schließlich sieht man selten so eindrücklich, was die kleinen Insekten tagtäglich leisten. ››› Anja Waldmann, Ernährungswissenschaftlerin, arbeitet schon über 17 Jahre für Alnatura. Seit vergangenem Jahr steht ein Bienenvolk in ihrem kleinen Garten. Jeden Monat lässt sie uns an ihren Jungimker-Erfahrungen teilhaben. Ist der Honig reif, so verschließen die Bienen ihre Waben mit einem feinen Wachsdeckel – so wie hier am unteren Rand zu sehen. Foto Biene: istockphoto / defun Lese-Tipp: In ihrem Buch »Selbst gemacht aus Honig, Wachs & Co« beweisen die Autorinnen Claudia Bentzien und Claudia Salata, dass Honig nicht nur pur auf dem Brötchen schmeckt, sondern – gemeinsam mit Wachs oder Propolis – zu allerlei Köstlichem, Nützlichem und Dekorativem verarbeitet werden kann. Kosmos-Verlag, Stuttgart 2015, ISBN 978-3-440-14658-3, 16,99 Euro. Sie haben eine Ausgabe verpasst oder möchten etwas nachlesen? Das Imker-Tagebuch finden Sie auch unter alnatura-blog.de 46 Alnatura Magazin 06.2017

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