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Alnatura Magazin - Juli 2017

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GESELLSCHAFT Ehrenamt

GESELLSCHAFT Ehrenamt bei Katastrophen Susanne Büttner und Clemens Witt arbeiten ehrenamtlich im Vorstand von ShelterBox Germany e. V. Alnatura sprach mit ihnen darüber, wie Überlebenskisten den Menschen in Katastrophengebieten helfen und wie jeder sich engagieren kann. Und wie muss man sich diese Arbeit vorstellen? Büttner: Das hat sehr viel mit Logistik und Organisation zu tun. Nachdem der Bedarf ermittelt wurde, müssen die Hilfsgüter beim Zoll angemeldet werden. Transportmittel und -wege müssen gefunden, die Verteilung von Überlebenskisten und ShelterKits organisiert und schließlich evaluiert werden. Umso schöner ist es dann, wenn man die dringend benötigten Hilfsgüter persönlich übergeben kann. Redaktion: Erklären Sie bitte den Kern der Arbeit von ShelterBox. Susanne Büttner: ShelterBox leistet Nothilfe in Katastrophengebieten und hat sich dabei auf die Bereitstellung von Notunterkünften spezialisiert. Katastrophengebiete gibt es leider viele. Können Sie ein Beispiel nennen? Clemens Witt: Wir sind 365 Tage pro Jahr im Einsatz. So konnten wir im vergangenen Jahr knapp 30 000 Menschen weltweit ein neues Zuhause schenken. Die Einsatzgebiete sind vielfältig: Ob Überschwemmungen in Malawi, Erdbeben in Nepal, Wirbelstürme in Haiti oder der andauernde Syrienkonflikt. Dort sind wir zwar nicht selbst vor Ort, weil es zu gefährlich ist, aber wir arbeiten mit regionalen Partnern zusammen. Wie sieht eine solche Überlebenskiste aus und wie viel kostet sie? Witt: Die Überlebenskiste misst etwa 80 mal 60 mal 60 Zentimeter und enthält sehr unterschiedliche Dinge, angepasst an die regionalen und klimatischen Anforderungen. In Malariagebieten zum Beispiel brauchen die Menschen dringend Moskitonetze. Die wären bei winterlichen Temperaturen in Nordkorea sinnlos. Deshalb kann man auch keinen Preis nennen. Waren Sie selbst schon bei einem Einsatz in einem Katastrophengebiet dabei? Büttner: Ja, 2013 nach dem Taifun Haiyan auf den Philippinen, 2015 in Nepal und Anfang dieses Jahres in Haiti. Was war Ihr eindrücklichstes Erlebnis? Büttner: Jeder Hilfseinsatz ist eine unglaubliche Reizüberflutung, die auf einen einströmt. Besonders beeindruckt hat mich die positive Lebenseinstellung der Menschen auf den Philippinen. Die Zerstörung und das Leid waren so unermesslich, dass Worte es nicht beschreiben können. Fast jeder hatte Familienange hörige verloren, und trotzdem waren die Menschen so zuversichtlich und entschlossen, sich nicht unterkriegen zu lassen. Das hat mich sehr beeindruckt. Aber es will und kann sicher nicht jeder ehrenamtlicher Katastrophenhelfer werden. Wie kann man sonst helfen bei ShelterBox? Witt: Es ist sehr schwierig, den ganzen Bewerbungsprozess als Katastrophenhelfer für unser Response-Team zu bestehen. Wir haben ein strenges Auswahlverfahren und bilden unsere Einsatzkräfte extrem gut aus, denn die Einsätze verlangen den Ehrenamtlichen sowohl physisch als auch mental viel ab. Weltweit haben wir etwa 150 ShelterBox-Response-Team-Mitglieder. Wer hierzulande ganz konkret helfen möchte, der kann ShelterBox-Botschafter werden. Und wie wird man ShelterBox-Botschafter und was macht ein Botschafter genau? Witt: An drei Wochenenden im Jahr bieten wir Botschafter-Trainings an. Dafür kann sich jeder anmelden. Während des Trainings lernt man von der Vereinsgeschichte bis zur Materialkunde 36 Alnatura Magazin 07.2017

alles, was man wissen muss. In ihrer Region veranstalten die Botschafter dann beispielsweise Charity-Partys, halten Vorträge an Schulen und geben der Organisation in Deutschland ein Gesicht. HERSTELLER- EMPFEHLUNG* Wie viele Spenden kamen 2016 für ShelterBox Germany zusammen? Witt: In den letzten drei Jahren haben wir knapp zwei Millionen Euro an Spendengeldern aus privater Hand erhalten. Dafür sind wir sehr dankbar, aber es gibt noch viel zu tun. Derzeit gibt es so viele Flüchtlinge auf der Welt wie nie zuvor. Seit wann gibt es ShelterBox und durch wen wurde der Verein initiiert? Witt: Gegründet wurde ShelterBox im Jahr 2000 in England als Millennium-Charity- Projekt eines Rotary Clubs. Tom Henderson, dem Gründer, missfiel der Umgang mit Menschen bei der Verteilung von Hilfsgütern, wie man sie oft in den Nachrichten sah. Er empfand das bloße Herunterwerfen der Güter aus Lkws als menschenunwürdig und begann sich darüber Gedanken zu machen, wie eine Verteilung von Hilfsgütern von Mensch zu Mensch aussehen könnte. Inzwischen gibt es Hunderte Ehrenamtliche in 16 Länderbüros weltweit. Und 2007 haben wir ShelterBox Germany in Berlin gegründet. Sie arbeiten beide ehrenamtlich für ShelterBox, womit verdienen Sie Ihren Lebensunterhalt? Büttner: Ich arbeite in London für eine Konzertagentur. Witt: Ich habe Fachinformatik und Wirtschaftsingenieurswesen studiert, verdiene mein Geld aber mit Immobilien. ››› Das Gespräch führte Susanne Salzgeber Der deutsche Katastrophenhelfer Carsten Dolbert übergibt in Malawi Betroffenen der Flutkatastrophe von 2015 die grünen Überlebenskisten. Spenden? Spendenkonto ShelterBox Germany e. V. Bank für Sozialwirtschaft, Berlin IBAN: DE85 1002 0500 0001 3284 00 BIC: BFSWDE33BER Verwendungszweck: ShelterBox, Ihr Name + E-Mail-Adresse und Anschrift Keine zweckgebundenen Spenden möglich. Ob Couscous oder Grieß – beide Getreidearten von Spielberger Mühle eignen sich hervorragend für die schnelle Küche. Jetzt mit neuer, vollständig recycelbarer Verpackung aus 100 Prozent Papier. SPIELBERGER MÜHLE BIO-DINKEL-VOLLKORN- COUSCOUS** vegan, BIO-HARTWEIZENGRIESS** vegan ODER BIO-HIRSEGRIESS** vegan • Couscous: besonders schnell zubereitet – mit kochendem Wasser aufgießen, 5 min quellen lassen, fertig • Hartweizengrieß: schöne Gelbfärbung und hohe Kochfestigkeit; ideal für die Herstellung von Nudelteigen, Gnocchi, Klößchen oder Knödeln • Hirsegrieß: eignet sich dank seines aromatischen Geschmacks sowohl für süße als auch herzhafte Gerichte Dinkel-Vollkorn-Couscous 500 g 3,99 € (1 kg = 7,98 €) Hartweizengrieß 500 g 1,99 € (1 kg = 3,98 €) Hirsegrieß 500 g 2,99 € (1 kg = 5,98 €) * Bei Produkten, die als »Hersteller-Empfehlung« gekennzeichnet sind, handelt es sich um Anzeigen. Diese Produkte erhalten Sie in Ihrem Alnatura Super Natur Markt. ** Nicht in allen Filialen erhältlich.

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