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Alnatura Magazin Januar 2019

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Vogel des Jahres: die Feldlerche / Naturdrogerie: So starten Sie gut ins Jahr

GESELLSCHAFT Essen ist

GESELLSCHAFT Essen ist politisch Der Sahara-Sommer 2018 hat vielen gezeigt, wie sehr unsere heutige Wirtschaftsweise den Planeten Erde ruiniert. Die lang anhaltende Dürre hat die Ernten drastisch schrumpfen lassen, die Lebensmittelpreise stiegen und vielerorts wurde das Weidegras knapp. Dass wir umsteuern müssen, ist seit Langem bekannt – und doch geschieht es nicht oder allenfalls im Schneckentempo. Forum Umwelt & Entwicklung Das Forum Umwelt & Entwicklung ist seit 1992 ein Netzwerk von 40 Organisationen aus Umweltschutz, Entwicklungszusammenarbeit und Landwirtschaft. Es trägt unter anderem die Kampagne »Meine Landwirtschaft«, in der 60 Organisationen aus Landwirtschaft, Ernährung, Umweltschutz, Tierschutz, Jugend und anderen Bereichen Druck für eine Wende zu einer zukunftsfähigen Land- und Ernährungswirtschaft machen. Die alljährlichen Demonstrationen »Wir haben es satt« sind die wichtigsten, aber nicht die einzigen Aktionen. Mehr Infos zur Demo am 19. Januar unter meine-landwirtschaft.de Gerade in Landwirtschafts- und Ernährungsfragen sind Konsumierende und auch viele Bäuerinnen und Bauern längst weiter als die Politik. Immer mehr Menschen kaufen im Hofladen, greifen zu Bio und entscheiden sich an der Ladentheke für gutes, handwerklich erzeugtes Essen aus der Region. Die Nachfrage nach biologisch erzeugten Produkten wächst schneller als das Angebot, sodass Deutschland immer mehr davon importiert, anstatt es regional zu erzeugen. Die Landwirtschaftspolitik setzt immer noch viel zu wenige Anreize zum Umsteuern. 2019 gibt es eine wichtige Chance, das zu ändern. Die EU legt die Grundlagen ihrer Gemeinsamen Agrarpolitik neu fest und dabei geht es um viel Geld: 58 Milliarden Euro im Jahr. Jede EU-Bürgerin und jeder EU-Bürger zahlt pro Jahr 114 Euro an Steuergeld für die Gemeinsame Agrarpolitik. Es ist der mit Abstand größte Topf des EU-Haushalts. Bislang werden die Gelder jedoch überwiegend ohne Qualitätskriterien verteilt. Der größte Anteil fließt pauschal pro Hektar – egal, ob die Flächen umweltfreundlich bewirtschaftet werden oder nicht. Die Folgen sind dramatisch: Insekten sterben in rasantem Tempo, Vögel verschwinden aus der Feldflur, das Grundwasser ist stellenweise stark mit Nitrat belastet. Dennoch ist die Einkommenssituation vieler bäuerlicher Familienbetriebe dramatisch: Das meiste Geld kommt nicht bei ihnen an, sondern in der Agrar- und Ernährungsindustrie. Über 100 000 Betriebe mussten in den letzten zehn Jahren dichtmachen. Gleichzeitig reißen sich große Investoren immer mehr Land unter den Nagel. Die fatalen Folgen: Monokulturen, Megaställe und Kostendruck. Wen unterstützt die EU künftig mit 58 Milliarden Euro pro Jahr: Bäuerinnen und Bauern, die Tiere artgerecht halten, insektenfreundliche Landschaften schaffen und gutes Essen in der Region herstellen? 40 Alnatura Magazin Januar 2019

ANZEIGE Auch die bedrohte Feldlerche profitiert von umweltfreundlicher Landwirtschaft – sie findet mehr Nahrung und geeignete Plätze für ihre Bodennester. Oder mästen wir mit Steuergeld weiter die Agrarindustrie? Alles, was bisher über die anstehende Reform der EU-Agrarpolitik bekannt ist, zeigt: Bundesregierung und EU-Kommission setzen klar auf »Weiter so«. Statt umzusteuern, wollen sie mit noch mehr »Freihandelsabkommen« die Landwirtschaft weiter globalisieren und noch mehr Agrarexporte. Bei diesem globalen Konkurrenzkampf aller gegen alle bleiben alle Ansätze einer nachhaltigeren Landwirtschaft auf der Strecke. Demo am 19. Januar in Berlin Offensichtlich müssen wir gemeinsam viel mehr Druck auf die Landwirtschaftsministerinnen und -minister machen, damit sie endlich umsteuern. Am 19. Januar wird daher wieder in Berlin anlässlich der Grünen Woche demonstriert. Wie jeden Januar seit 2011 fordert unter dem Motto »Wir haben Agrarindustrie satt – Bauernhöfe statt Agrarindustrie« eine breite und bunte Bewegung eine andere Landwirtschaftspolitik. Bäuerinnen und Bauern, Konsumierende und Menschen aus Umwelt- und Tierschutz demonstrieren gemeinsam – dabei sind sie keineswegs natürliche Verbündete. Aber längst ist klar, dass wir eine bessere, umweltverträglichere, tiergerechtere Landwirtschaft nur bekommen, wenn die Kosten dafür nicht bei den Bäuerinnen und Bauern hängen bleiben. Und gleichzeitig ist immer mehr landwirtschaftlichen Betrieben bewusst, dass Agrarsubventionen nur noch dann gesellschaftlich akzeptiert werden, wenn künftig für öffentliches Geld auch öffentliche Leistungen erbracht werden. Damit den Menschen beim Stichwort Landwirtschaft nicht mehr in erster Linie Glyphosat, Bienensterben und Massentierhaltung einfällt, sondern gutes Essen und lebenswerte ländliche Regionen. Daher müssen wir Druck auf die Regierung machen. Kommen Sie am 19. Januar zur mittlerweile neunten Demo »Wir haben es satt!« und bringen Sie viele Leute mit. 33 000 waren es beim letzten Mal – es war ein tolles Erlebnis. Spenden Sie einhundert Euro für eine Treckerpatenschaft – damit ermöglichen Sie einer Landwirtin oder einem Landwirt, mit dem Trecker nach Berlin zu kommen. 160 Trecker aus dem ganzen Land fuhren 2018 an der Spitze der Demonstration und zeigten eindrucksvoll: Hier demonstrieren wir gemeinsam mit Bäuerinnen und Bauern und nicht gegen sie für eine zukunfts fähige Landwirtschaftspolitik. Am 19. Januar um zwölf Uhr geht es los am Brandenburger Tor. ››› Gastbeitrag Jürgen Maier, Leiter Forum Umwelt & Entwicklung Pflege für meine Haut. Noch mehr Ausstrahlung für mich. Ausdrucksstark und pflegend. Natürlich schöne Farben mit innovativen Wirkstoffkompositionen. Jetzt neu von lavera colour cosmetics. 100 % zertifizierte Naturkosmetik lavera. wirkt natürlich schön.

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