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Alnatura Magazin Februar 2021

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Fairness braucht Engagement // Zu Besuch bei fairfood Freiburg // Im Gespräch mit Magdalena Messner // Mit Extra-Heft zu fairer Vielfalt

ALNATURA TRIFFT

ALNATURA TRIFFT Magdalena Messner »Wir müssen bewusst mit dem umgehen, was wir haben!« Seit 2017 ist Magdalena Messner alleinige Geschäftsführerin der Messner Mountain Museum GmbH (MMM). Dabei sah ihr Weg zunächst ganz anders aus: Nach dem Abitur studierte sie Kunst geschichte und Wirtschaft in Wien und Rom. Das Angebot ihres Vaters Reinhold Messner, das sechste MMM mitzugestalten, brachte sie ins Schleudern. »Ins elterliche Unternehmen einzu treten, war eine schwierige Ent scheidung, aber ich habe den Entschluss nie bereut«, sagt sie. Durch die Museumsarbeit führt sie nun das kulturelle Lebenswerk ihres Vaters weiter. Wir treffen Magdalena Messner im Firmian, dem Herzstück der MMM bei Bozen. 48 Alnatura Magazin Februar 2021

Frau Messner, was haben Ihre Eltern Ihnen fürs Leben mitgeben können? »Oh, sehr viel! Das Prägendste war für mich die demokratische Haltung bei uns zu Hause, die auch eine große Offenheit gegenüber anderen Kulturen und Meinungen beinhaltete. Ich wurde schon als Kind ernst genommen und durfte Dinge hinterfragen. Gerade meiner Mutter ist es geglückt, uns sehr viel Beständigkeit mit auf den Weg zu geben. Ihr ist es zu verdanken, dass das ständige Unterwegssein unseres Vaters uns nie belastet hat.« MESSNER MOUNTAIN MUSEUM (MMM) Das von Expeditionsbergsteiger Wo kommen in den MMM Ihre eigenen Themen und Anliegen ins Spiel? »Es gab Nachholbedarf im Bereich Corporate Design, jedes Museum hat nun seine eigene Farbe. Gerade bei den Wechselausstellungen kann ich mich einbringen und Veranstaltungen ins Leben rufen. Dadurch kommt auch ein anderes Publikum zu uns; wir liegen genau an der Schnittstelle zwischen Bergbegeisterten und Kunstinteressierten.« Reinhold Messner initiierte Museumsprojekt widmet sich an sechs Standorten in Südtirol und Belluno dem Berg und seiner Kultur. Umgebung und Architektur sind wichtige Faktoren der Bergmuseen, die interdisziplinär als Begegnungsstätten von Mensch und Natur wirken. Weitere Infos unter messner- mountain- museum.it Wird es in Südtirol weiterhin Almwirtschaften mit Kühen und Schafen geben? Oder werden wir bald alle vegan leben und auch nicht mehr reisen? »Wir brauchen einen gesunden Mittelweg. Man kann nicht komplett auf das Reisen verzichten, es erweitert ja auch den Horizont. Wir müssen aber bewusst mit dem umgehen, was wir haben! Almen sind ein Kulturgut, daher hoffe ich sehr, dass wir sie erhalten können. Dazu gehört auch die Tierhaltung. Wenn wir Almen nicht mehr bewirtschaften, dann verstrauchen sie. Die Viehhaltung ist eng mit der Kulturgeschichte des Menschen verbunden, bei den Bergvölkern noch viel stärker.« Was fasziniert Sie persönlich an der Bergkultur, die sich auch in den MMM erspüren lässt? »Gerade in meinen Kindheitsjahren war ich bei verschiedenen Expeditionen dabei. Ich war sogar in Kathmandu im Kindergarten. Die gesamte Heiterkeit dort gibt einem viel, die Menschen in den Bergregionen Tibets sind grundsätzlich unglaublich zufrieden. Aber auch dort verändert sich die Welt leider: Bald steht vor jeder Jurte auch eine Satellitenschüssel. Was mich grundsätzlich an den Bergvölkern fasziniert, ist ihr gewisser Grad an Sturheit. Da schließe ich uns Südtiroler auch nicht aus.« Insbesondere im Schloss Juval thematisieren Sie und Ihr Vater die religiöse Bedeutung der Gipfel als Orientierungshilfe und Brücke zum Jenseits. Wie stehen Sie zu diesem Glauben der Bergvölker? »Ich kann ihn sehr gut nachvollziehen, die Naturgewalten sind dort oben so exponiert erlebbar wie wahrscheinlich nirgendwo anders. Das hat etwas sehr Mystisches und Kraftvolles, im Guten wie im Schlechten. Persönlich bin ich aber eher religionsfrei erzogen worden und im klassischen Sinne nicht gläubig.« Was liegt Ihnen näher: buddhistische Mönche, die betend ein Minimum an Energie verbrauchen, oder Menschen, die sich kämpferisch engagieren, wie zum Beispiel Greta Thunberg? »Ich vereine wohl beide Seiten in mir. Während meines Studiums bin ich zum Yoga gekommen und habe es als Ausgleich sehr genossen. Die Balance ist wichtig, manchmal braucht es den bewussten Stopp. In dieser Hinsicht kann ich Buddhistin sein. Aber es gibt auch die kämpfende Magdalena, die gegen Ungerechtigkeiten aufbegehrt.« Das Interview führte Matthias Fuchs. HERSTELLER-EMPFEHLUNG* Heldengrün Öko-Waschball** Waschen ohne Waschmittel: Mit seiner vierfachen Mineral- und Keramikformel reinigt der Waschball zuverlässig. Er wirkt basisch, antibakteriell und geruchsneutralisierend. Ohne künstliche Duftstoffe, Tenside oder andere chemische Zusatzstoffe. Der Waschball ist bis zu tausend Mal wiederverwendbar und schont die Umwelt. Er eignet sich für alle Waschmaschinen und Programme (20 bis 95 Grad Celsius). Einfach in der Anwendung. 1 St. 12,99 € * Bei dieser Produktvorstellung handelt es sich um eine Anzeige. Sie erhalten das Produkt in Ihrem Alnatura Super Natur Markt. ** Nicht in allen Märkten erhältlich. Alnatura Magazin Februar 2021 49

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