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Alnatura Magazin Februar 2018

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SLOW FOOD Klima und

SLOW FOOD Klima und Ernährung Der Klimawandel wird für den Menschen und seine Ernährung zu einem immer drängenderen Problem. Die Lösung ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. »Wir haben es satt!« Jährlich ruft die Demo in Berlin zur Agrarwende auf. Mehr als 40 Prozent aller Treibhausgasemissionen weltweit sind auf unsere Nahrungsmittelproduktion zurückzuführen. Darin sind der Lebensmittelanbau und die Tierhaltung eingerechnet ebenso wie Weiterverarbeitung, Transport, Lagerung, Handel und Entsorgung von Produkten. Wie wir unsere Nahrung erzeugen, uns ernähren und einkaufen, hat Konsequenzen für das Klima. Das macht deutlich: Unser industrialisiertes Lebensmittelsystem, allem voran die Landwirtschaft, ist einer der Hauptantreiber des Klimawandels. Zugleich sind Landwirte, Fischer und Erzeuger Leidtragende der veränderten Umweltbedingungen. Extremwetterereignisse führen zu Ernteausfällen. Insekten und Krankheitskeime, die sich unter den neuen 44 Alnatura Magazin Februar 2018 Klimagegebenheiten vermehren, hinterlassen verheerende Schäden, nicht nur in den großflächigen Monokulturen der Agrar industrie. Im globalen Süden kommt es zum wirtschaftlichen Aus ganzer Produktionszweige. Menschen werden ihrer Lebensgrundlage beraubt und treten die Flucht an. In Europa richten die Klimaänderungen bereits große Schäden in der Weinund Ölproduktion an. Die Erwärmung und Versauerung der Meere und Ozeane macht das Leben unter Wasser schwierig. Um den Klimawandel und seine Folgen abzumildern, fordert Slow Food die sofortige Umstellung auf eine ökologisch ausgerichtete Kreislaufwirtschaft, die klimaneutral und -resilient produziert. Die Förderung der regionalen Erzeugung und Versorgung auf Basis einer kleinteiligen Landwirtschaft ist Teil der Lösung, sichert Menschen Zugang zu Nahrung und Arbeitsplätzen. Diversität bei Anbau und Konsum sind ein weiterer Schlüssel. Die Voraussetzung für diesen radikalen Systemwechsel ist ein politisch entschiedenes Handeln. Richtlinien müssen dem flächendeckenden Einsatz von Pestiziden Grenzen setzen. EU-Subventionen müssen in die landwirtschaftlichen Betriebe fließen, die Umwelt-, Klima- und Tierschutz dienen. Slow Food adressiert auch die Verbraucher: Jeder trägt durch kluge Konsum- und Kaufentscheidungen zu einem gesün deren Klima bei. Es braucht einen Lebensstil, der nicht einige wenige in den Blick nimmt, sondern alle Lebewesen und die Umwelt, ohne dabei die Freude und den Genuss zu verlieren. ››› Gastbeitrag Slow Food Deutschland e.V.

HERSTELLER-EMPFEHLUNG* Buchtipp »Verbrannte Mandeln: Wie der Klimawandel unsere Teller erreicht« von Wilfried Bommert und Marianne Landzettel, dtv premium, München 2017, 16,90 Euro. Fragen an Wilfried Bommert, Vorsitzender des Instituts für Welternährung e. V. in Berlin Redaktion: Wie wirken sich die Folgen des Klimawandels im globalen Süden auf unsere Teller im Norden aus? Wilfried Bommert: »Uns trifft der Klimawandel über den globalen Handel mitten in unserer Komfortzone, zum Beispiel bei Kaffee. Es ist eines der bedeutendsten Lebensmittel und Brasilien der größte Produzent weltweit. Ein Großteil der dortigen Anbauflächen jedoch wird zu heiß für den Kaffee und es gibt so gut wie keine Ausweichmöglichkeit im Land, sodass dort der Kaffeeanbau massiv schrumpfen wird. Kalifornien als größter Mandelproduzent der Welt verzeichnet aufgrund von Dürren seit Jahren Ernteausfälle. Kakao, Orangen, Tee und Oliven sind weitere Hochleistungspflanzen, die in Regionen wachsen, in denen sich das Klima bereits ändert und die Ernten gefährdet. Diese Lebensmittel werden uns zukünftig vielleicht nicht mehr oder nur noch zu wesentlich höheren Preisen erreichen.« Wie lauten Ihre drei Tipps, um sich klimafreundlicher zu ernähren? »Erstens den Konsum besonders von Fleisch-, aber auch von Milchprodukten, die mit Importfutter und nicht auf Dauergrünland erzeugt werden, deutlich reduzieren. Sie sind für zwei Drittel der Treibhausgasemissionen im Bereich Ernährung verantwortlich. Zweitens sollten Verbraucher ihre Produkte regional und saisonal kaufen. Die Lebensmittelproduktion muss dort stattfinden, wo wir leben. Für einen Großteil unserer Grundnahrungsmittel ist das realistisch. Regionale Ernährungskreisläufe sollten globale Handelsketten ersetzen. Kurze Lieferwege und Frische reduzieren den CO 2 - Ausstoß. Drittens sollten wir ökologisch produzierte Lebensmittel erwerben, die möglichst ohne Zusatzstoffe und chemische Hilfsmittel hergestellt sind. Die Liste an ›guten‹ Entscheidungen ist länger: der Einkauf mit dem Fahrrad, der Griff zu Stoffbeuteln und losen Waren.« Slow Food macht sich mit Bildungsprojekten und Veranstaltungen in über 170 Ländern dafür stark, die Art, wie wir Lebensmittel produzieren und konsumieren, zukunftsfähig zu gestalten. Ziel sind eine bäuerlich-ökologische Landwirtschaft, die Förderung des traditionellen Handwerks sowie Verbraucher, die Genuss und Verantwortung miteinander verbinden. Seit 1995 baut Slow Food Deutschland e. V. Kompetenz im Bereich Ernährung bei Jung und Alt auf. Werden Sie Mitglied und unterstützen Sie Slow Food dabei, seine Ziele zu verwirklichen. slowfood.de Mit dem Glas- und Flächenreiniger bleibt streifenfreier Glanz kein Traum mehr: Scheiben, Spiegel, Kacheln und Fliesen werden im Handumdrehen sauber. Mit reinem Bio-Alkohol, ohne Konservierungsstoffe. Sodasan Glas- und Flächenreiniger** vegan oder Nachfüll-Konzentrat** vegan • zur Reinigung von glatten Oberflächen • tensidfrei und gut mit einem Mikrofasertuch anwendbar • mit dem Kauf des Nachfüll- Konzen trats sparen Verbraucher 60 % Ver packungsmaterial im Vergleich zum Kauf eines neuen Glas- und Flächenreinigers • leichte Anwendung: Konzentrat mit 400 ml Wasser in der bereits vorhandenen Sprühflasche mischen • Tipp: auch zum Reinigen von PC-Tastaturen geeignet Glas- und Flächenreiniger 500 ml 3,49 € (1 l = 6,98 €) Nachfüll-Konzentrat 100 ml 2,99 € * Bei Produkten, die als »Hersteller-Empfehlung« gekennzeichnet sind, handelt es sich um Anzeigen. Diese Produkte erhalten Sie in Ihrem Alnatura Super Natur Markt. ** Nicht in allen Filialen erhältlich.

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