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Alnatura Magazin Februar 2018

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GESELLSCHAFT Klimaschutz

GESELLSCHAFT Klimaschutz – der Druck auf Deutschland wächst Die Entwicklungs- und Umweltorganisation Germanwatch zieht Bilanz nach der Weltklimakonferenz in Bonn. die Bereitschaft, ausreichend Gelder dafür zu mobilisieren. Da sind gerade die reichen Industrienationen wie Deutschland gefragt. Was den Klimaschutz zu Hause angeht, droht der einstige Klimaschutz- Vorreiter Deutschland den Anschluss zu verlieren. Die CO 2 -Emissionen sind seit 2009 nicht mehr gesunken. Das Klima - ziel für 2020 – 40 Prozent Emissionsverringerung im Vergleich zu 1990 – droht krachend verfehlt zu werden und auch zum dringend notwendigen Kohleausstieg gibt es noch keine Entscheidung. Knapp zwei Wochen lang war Bonn im November vergangenen Jahres Weltklimahauptstadt. Mehr als 25 000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, viele Staatsgäste, Hunderte Medien und Vertreter der Zivilgesellschaft – es war eine Konferenz der Superlative. Und das zum ersten Mal unter der Präsidentschaft eines vom Klimawandel besonders bedrohten Inselstaates: Fidschi. Gemessen an diesem Rahmen erscheinen die Ergebnisse auf den ersten Blick als wenig konkret oder gar groß. Auf den zweiten Blick muss man aber feststellen, dass im eigentlichen Arbeitsprogramm immerhin das erreicht wurde, was erreicht werden sollte – wenn auch mit Schwachpunkten. Und mindestens ebenso wichtig waren die Signale, die das Arbeitsprogramm ausgesendet hat: Die internationale Gemeinschaft ist trotz der klimapolitischen Geisterfahrt der US-Regierung dem Pariser Klimaabkommen verpflichtet und arbeitet an seiner Umsetzung. Es geht darum, einen gefährlichen Klimawandel zu vermeiden und die Erwärmung auf deutlich unter zwei Grad, möglichst 1,5 Grad, zu begrenzen, die vom Klimawandel besonders be troffenen Menschen zu unterstützen und die Finanzströme dementsprechend umzulenken. Unzählige Kommunen, Regionen und Unternehmen zeigten in vielen Veranstaltungen auf, was sie bereits für den Klimaschutz und die Anpassung an den Klimawandel tun. Insbesondere Vertreter aus den USA machten so auch deutlich, dass heute mehr Amerikanerinnen und Amerikaner denn je für Klimaschutz sind und ihr Präsident in dieser Frage nicht für sie spricht. Eine Koalition aus US-Bundesstaaten, Städten und Unternehmen hat unter dem Slogan »We are still in« sogar den festen Willen bekundet, das amerikanische Klimaziel auch ohne Maßnahmen auf Bundesebene einzuhalten. Beachtlich war auch die Vorreiter-Allianz zum Kohleausstieg von über 20 Ländern und Regionen, die in Bonn vorgestellt wurde. All dies waren wichtige Signale, welche weltweit die Dynamik zu mehr Klimaschutz befördern können. Im konkreten Arbeitsprogramm der Konferenz ging es darum, den Rahmen für einen erfolgreichen Klimagipfel Ende 2018 zu setzen. Dort soll nämlich ein »Regelbuch« zur Umsetzung des Pariser Abkommens verabschiedet werden. Dies soll sicherstellen, dass zum Beispiel die Klimaschutzzusagen aller Staaten überprüfbar und vergleichbar sind. Zudem muss die Grundlage für eine regelmäßige Erhöhung dieser Zusagen gelegt werden. Denn derzeit würde die Umsetzung aller angekündigten Klimaschutzmaßnahmen die Erderwärmung auf bestenfalls drei Grad begrenzen – deutlich zu viel zur Abwendung eines gefährlichen Klimawandels. Dazu gab es in der letzten Nacht der Klimakonferenz einen Durchbruch: Von 2018 bis 2020 wird es die erste Nachbesserungsrunde für diese noch unzureichenden Klimaziele geben. Enttäuschend hingegen verliefen die Verhandlungen zur Unterstützung der Menschen in armen Ländern, die schon heute von den Folgen des Klimawandels durch Wetterextreme oder steigenden Meeresspiegel besonders betroffen sind. Fortschritte gab es zwar bei einigen technischen Fragen, doch noch immer fehlt 38 Alnatura Magazin Februar 2018

ANZEIGE Der Germanwatch-Vorsitzende Klaus Milke resümierte: »Für die politische Glaubwürdigkeit Deutschlands brauchen wir einen Fahrplan zum sozial verträglichen Kohleausstieg – beginnend mit der Abschaltung der älteren Hälfte der Kohlekraftwerke bis 2020 – sowie eine Wende in der Verkehrs- und Landwirtschaftspolitik.« Kanzlerin Merkel habe sich auch bei der Klima konferenz erneut zu den Klimazielen 2020 und 2030 bekannt. »Den Worten müssen Taten folgen. Vor allem die gegenüber dem Klimawandel verletzlichsten Staaten erwarten die Einlösung dieses Versprechens.« ››› Gastbeitrag Stefan Küper, Germanwatch Vor allem die ärmsten Menschen im globalen Süden trifft die Wucht des Klimawandels hart. Sie benötigen mehr Unterstützung. C M Y Die Umwelt- und Entwicklungsorganisation engagiert sich seit 1991 für globale Gerechtigkeit und den Erhalt der Lebensgrundlagen. Im Fokus der Arbeit der gemeinnützigen Organisation stehen die Politik und Wirtschaft des globalen Nordens mit ihren weltweiten Auswirkungen. Germanwatch engagiert sich insbesondere in den Bereichen Klimapolitik und -finanzierung, Unternehmensverantwortung, Landnutzung, Welternährung und Handel sowie Bildung für nachhaltige Entwicklung. Germanwatch finanziert sich unter anderem über Beiträge seiner Mitglieder und Spenden. germanwatch.org Twitter: @Germanwatch CM MY CY CMY K

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